Schlagwort-Archive: Beten

29. Sonntag C

29. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 20. Oktober 2019

1. Lesung: (Ex 17,8-13) Moses Gebetsstärke – Israels Kampfesstärke
2. Lesung: (2 Tim 3,14- 4,2) Der treue Glaube wird dich retten
Evangelium: (Lk 18,1-8) Beharrliches Gebet der Witwe hat Erfolg

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Beharrliches Gebet (29. C)

29. Sonntag im Jahreskreis C

(= 16. Oktober 2016)

Eröffnungsvers (Ps 137,6.8)
„Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!
Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges,
birg mich im Schatten deiner Flügel!“

1. Lesung: Ex 17,8-13
„Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker“

Gebet des Mose - Israels Sieg über die Amalekiter

„Das Gebet des Mose“ (Ex 17,8-13)
(c) G. M. Ehlert, 20.10.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Antwortpsalm: Ps 121,1-8

2. Lesung: 2 Tim 3,14 – 4,2
„Durch die Schrift belehrt, wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit gemacht“

Ruf vor dem Evangelium (Hebr 4,12)
Halleluja. Halleluja.
Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll.
Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen.
Halleluja.

Evangelium: Lk 18,1-8
„Sollte Gott seinen Auserwählten, die zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott 29. Sonntag i.J. C


zum Tagesevangelium: Lukas 18,1-8

… Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht

1. Bedrohtes Leben – Leid, Schuld, Krankheit u. Tod
– Das Leben ist manchmal schier unerträglich…
– für viele auf der Welt: tägl. Kampf ums Überleben…
– bei uns: Erfahrung der Verletzlichkeit: Leid, Schuld, Krankheit u. Tod.

–> Wie gehen wir mit solchen Erfahrungen um?
– Ausblenden / verdrängen?
– Vertröstung…
– Resignation?

2. Betet – allezeit und unermüdlich
– allezeit, d.h. in allen Lebenslagen
– unermüdlich, d.h. beharrlich à Bsp. die Witwe im Ev.

–> Not lehrt beten? – Wir haben oft unsere Not mit dem Gebet:
– Ent-täuschung vom Bittgebet und seiner „Wirkungslosigkeit“
– Jesu Einladung: Beharrlichkeit: Steter Tropfen höhlt den Stein wie bei dem ungerechten Richter im Ev.
– Jesu Folgerung: vom ungerechten Richter zum Liebenden Gott:

3. Gebetserhörung zugesagt – Zeitpunkt ungewiss
Wenn schon der ungerechte Richter – der „Richter Gnadenlos“ – der Witwe, die ihn nicht bestechen kann, zu ihrem Recht verhilft,
umso mehr wird Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien zu ihrem Recht verhelfen.

Unverzüglich! – sagt Jesus.

Unverzüglich? – Genau das ist das Problem.
Die Erfüllung unserer Bitten lässt oft sehr lange auf sich warten.
Gott – ist kein Automat: Gebet herein – gewünschte Ware heraus.
Gott – ist auch kein Ersatz unserer menschlichen Unfähigkeiten
Gott – ist auch kein Lückenbüßer, der dort automatisch eingreift, wo wir versagen…

  • Gottes Beistand ist uns zugesagt
    Was Jesus uns zusagt im Blick auf das Gebet:
    Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche und Bitten,
    doch er erfüllt alle seine Verheißungen.

Das „Rechte“, was wir jederzeit von Gott erwarten dürfen ist sein Beistand in Leid, Not und Tod.

Ich bin JHWH – ich bin der, der da ist für euch! = sein Name.

4. Aufruf zur Beharrlichkeit
– nicht nachlassen mit dem Bittgebet, wenn es um eine gerechte Sache geht. „Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht!“
– Zuversicht und Gebet gehören zusammen und sind Ausdruck unseres Glaubens.
– Wer zuversichtlich betet, der hält Gott all das hin, was ist, in der Hoffnung, dass Gott Wandlung zum Guten schenkt. (Paulus: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben alles zum Guten führt.“)

  • Vom verdorrten Baum, der nach langer Zeit aufblüht
    In einem russischen Film „Opfer“ von 1986 (d.h. vor der Wende!) erzählt der in eine Krise geratene Intellektuelle Alexander seinem Sohn die folgende Geschichte, während er einen verdorrten Baum in den Boden pflanzt:

…Einmal, vor sehr langer Zeit, verstehst du, da lebte ein alter Mönch in einem orthodoxen Kloster, Pamwe hieß er, der pflanzte auf einem Berg einen trockenen Baum, genau so. Und zu seinem Schüler, das war ein Mönch, der hieß Joann Kolow, sagte Pamwe, er solle diesen Baum täglich wässern, bis er zum Leben erwachen würde…
und so füllte Joann jeden Morgen in aller Frühe einen Eimer mit Wasser und machte sich auf den Weg. Er stieg hinauf auf den Berg und wässerte den trockenen Baumstamm, und am Abend, als es schon dunkel war, da kehrte er zurück ins Kloster. Und so ging das drei ganze Jahre lang.
Aber dann, eines schönen Tages, kam er auf den Berg und sah, dass sein ganzer Baum übersät war mit Blüten!

Und man kann sagen, was man will, diese Methode, dieses System hat etwas Großartiges. Weißt du, manchmal, da sage ich mir, wenn man jeden Tag zu der gleichen Zeit ein und dieselbe Sache tun würde, wie ein Ritual, unerschütterlich, systematisch, jeden Tag ständig zu genau der gleichen Zeit, dann würde sich die Welt verändern. Etwas in ihr würde sich verändern, es könnte gar nicht anders sein.

5. Zuversichtlich leben
Wer zuversichtlich aus dem Glauben an Gottes Beistand lebt, der überwindet sowohl Resignation als auch bloßen Zweckoptimismus.
Ein Mensch voller Zuversicht sieht klar, was ist, aber zugleich: was sein könnte.
Er sieht, wie Gott die Welt und die Menschen will.
Zuversicht haben heißt: allen Widerständen zum Trotz
beharrlich darauf vertrauen, dass Gott mich, die Menschen und die Zustände in der Welt zum Guten verwandeln kann.

34 Jahre Friedensgebete in Leipzig
Von solch zuversichtlichem Glauben sind seit nunmehr 34 Jahren die berühmt gewordenen Montagsgebete um den Frieden in Leipzig geprägt.
Im Herbst 1982 begannen Menschen in Leipzig mit den sogenannten Montagsgebeten um den Frieden. Ein paar Jahre später standen diese wöchentlichen Gebete kurz vor dem Aus. Doch beharrlich und voller Zuversicht hielten die Beterinnen und Beter durch. Und so erwuchsen schließlich aus diesen Friedensgebeten die Montagsdemonstrationen, die maßgeblich zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 mit beitrugen.

Einen solchen senfkorngroßen Glauben, der auch dann noch voller Zuversicht ist, wenn unsere berechtigten Bitten sich lange nicht zu erfüllen scheinen – wünsche ich Ihnen und mir. Amen

Gottloser Richter + beharrlich bittende Witwe + der Barmherzige Gott

„Verschaff mir Recht!“ (Lk 18,1-8) (c) G. M. Ehlert, 05.10.2010

Gegenüberstellung
von Lk 18,1-8 Parabel zum beharrlichen Gebet
und Lk 18,9-14: Parabel zur rechten Haltung beim Gebet
und vom kindlichen Vertrauen Lk 18,15-17

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Ein Arbeitstag Jesu

zum 5. Sonntag im Jahreskreis B (= 5. Februar 2012)
Evangelium: Markus 1,29-39

Und sogleich (= geradewegs) aus der Synagoge herausgehend
kamen sie in das Haus (des) Simon und Andreas
mit Jakobus und Johannes.

Aber die Schwiegermutter (des) Simon
lag darnieder fiebernd
und sogleich redeten sie mit ihm über sie.

Und herangekommen weckte/richtete er sie auf
kraftvoll anfassend die Hand
und es verließ sie das Fieber
und sie war dienstbar ihnen.

Spät aber war es geworden,
nachdem untergegangen war die Sonne
trugen sie zu ihm alle die Übel Habenden und die Dämonenbesessenen

und es war (die) ganze Stadt vor der Tür versammelt

und er therapierte viele Übel Habende an verschiedenartigen Krankheiten
und er warf heraus viele Dämonen,
und nicht ließ er zu, dass die Dämonen Laute gaben (= von ihm sprachen),
denn: sie hatten ihn erkannt [dass er der Christus ist].

Und früh – (als es noch) ganz Nacht (war) aufgestanden – ging er hinaus
und er ging weg an einen einsamen Ort
und dort betete er.

Und es eilten ihm nach Simon und die mit ihm (waren),
und sie fanden ihn und sagten ihm (folgendes):
„Alle suchen dich!“

Und er sagt zu ihnen:
„Lasst uns gehen anderswohin, in die in Reichweite seienden Ortschaften,
damit ich auch dort verkündige, dazu nämlich bin ich herausgekommen.“

Und er kam verkündigend hinein in ihre Synagogen
im ganzen (Gebiet) Galiläas,
und die Dämonen warf er heraus.

Ein Tag in Kafarnaum (Mk 1,21-39)

Am Sabbat – in der Synagoge
     Jesus lehrt in Vollmacht
    –>      und sie sind betroffen von seiner Lehre
     Jesus befreit von einem unreinen Geist

Am Abend – im Haus des Petrus
     Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus
     –>     und sie dient ihnen
     Jesus heilt viele von ihren Krankheiten u. treibt viele Dämonen aus

Am frühen Morgen – in der Einsamkeit
     Jesus betet
     –>     Alle suchen dich! – sagen die Apostel
     Doch Jesus zieht weiter, um das Evangelium zu verkünden.

Jesus lehrt + befreit + heilt + betet + zieht weiter (Mk 1,21-39)

Ein Arbeitstag Jesu (Mk 1,21-39) - (c) G. M. Ehlert, 29.01.2012

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Fastenzeit

 

Fastenzeit – Österliche Bußzeit – Passionszeit 2010

(Gedanken zu Matthäus 6,1-18
= Evangelium am Aschermittwoch als eine „Zielvorgabe“
für die Gestaltung der Heiligen 40 Tage)

Drei geistliche Übungen, die in vielen Religionen eingeübt werden.

Was können diese – heute für viele verstaubten – Worte für uns heute bedeuten?


  • Fasten – selbstdiszipliniert leben

Wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will, der soll fasten,

d.h. bewusster Umgang mit all dem, was wir in uns aufnehmen
an: Nahrung, Getränken, Geräuschen; Lärm, Gerede… –

Angesagt ist hier: Verzicht auf Überflüssiges.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu uns selbst in Unordnung geraten ist.

Wenn wir falsche Abhängigkeiten an Irdisches aufgeben,
werden wir wahrhaft frei.

Fasten = Selbstdisziplin, die zur inneren Freiheit
führt. 


  • Beten – spirituell leben

Wer seinem Geist wirklich etwas Gutes tun will, der soll beten,

d.h. sein Leben, mit all dem, was einen innerlich bewegt,
in Verbindung zu Gott neu sehen lernen, all das Gute und Schöne, aber
auch Leid, Schuld und Tod…

Angesagt ist hier: Verzicht auf Zerstreuung und Ablenkung.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Gott in Unordnung geraten ist.

Wenn wir den verführerischen Götzen unserer
Zeit eine klare Absage erteilen, dann können wir mehr und mehr aus
einem tiefen Gottvertrauen leben.

Beten = Spiritualität, ein Leben in der Kraft des Geistes Gottes. 


  • Almosen geben – solidarisch leben

Wer seinem Herzen wirklich etwas Gutes tun will, der soll „Almosen geben“,

d.h. der soll es lernen, in guter, versöhnter Beziehung
zu den Menschen zu leben, und bereit sein, die Lebensgüter mit anderen
zu teilen. „Geben ist seliger als nehmen!“

Angesagt ist hier: Verzicht auf Neid, Habgier und Geiz.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Mitmenschen in Unordnung geraten ist.

Wenn wir „egoistisches Verhalten“ überwinden durch
die Haltung des „Mitgefühls“, dann werden wir mehr und mehr aus den
Beziehungen zu dem Menschen Kraft schöpfen können.

Almosen geben = Solidarität mit den Menschen,
durch das ein friedvolles Zusammenleben möglich wird.


Für Menschen, die nach einem tragfähigen Sinn
für ihr Leben suchen, sei folgendes gesagt:

„Ich suchte mich selbst – und ich fand mich nicht.
Ich suchte meinen Gott – und ich fand ihn nicht.
Ich suchte meinen Nächsten – und ich fand sie alle drei!“


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(c) Georg Michael Ehlert

Fastenzeit – Österliche Bußzeit
– Passionszeit
Fisch/Kreuz - Christus-Zeichen

Vierzig Tage

Vierzig Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste.
Vierzig Tage fastete und betete Jesus in der Einsamkeit.
Vierzig Tage liegen jetzt vor uns.

Nach dem Wüstenzug kamen die Israeliten in das Gelobte Land.
Nach den vierzig Tagen in der Wüste begann Jesus sein öffentliches Wirken.

Wie werden wir sein nach diesen vierzig Tagen?
Wo werden wir sein?

Vierzig Tage können wir uns neu besinnen, auf das, was das Leben ausmacht, was christliches Leben ausmacht.

Sie sind eine Chance, diese vierzig Tage, in denen wir uns neu auf uns besinnen können.

Jede und jeder von uns ist berufen, jede und jeder hat seine Berufung, sein Charisma, sein Talent.

Doch all das, was wir haben, haben wir, damit wir den Anderen nützen.
Dem Nächsten.
Der Fernsten.
Dem Mühseligen.
Der Beladenen.
Dem Kranken.
Der Verfolgten.
Dem Einsamen.
Der …

Damit wir dem Leben nützen.

Denn vierzig Tage gehen wir auf Ostern zu, auf den Tag, an dem der Tod besiegt wurde und neues Leben für uns möglich wurde.

Vierzig Tage – diese vierzig Tage – liegen vor uns.

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Für jeden Tag der 1. Fastenwoche
ein Gedanke zum Thema: „Fasten“

1. Fastenwoche: Ein Gedanke
für den Tag:
1. Fastensonntag,
4. März
„Fasten
ist ein Weg, der uns in eine neue Solidarität mit den Armen und Leidenden
führt.“ 

(Anselm Grün, Benediktinerpater)
Montag, 5.
März
„Durch
Fasten, Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt.“

(Hippokrates, griechischer Arzt 460-377 v.Chr.)
Dienstag,
6. März
„Wer keinen
Hunger kennt, vergisst schnell, dass viele Menschen nicht genug zum Leben
haben. Verzicht ist wertlos, wenn er nicht dazu führt, dass wir das
Leben miteinander teilen.“

(Misereor, Bischöfliches Hilfswerk)
Mittwoch,
7. März
„Das ist
ein Fasten, wie ich es liebe, die Fesseln des Unrechts zu lösen…
an die Hungernden dein Brot auszuteilen.“

(Jesaja, Prophet des Volkes Israel)
Donnerstag,
8. März
„Wir ermahnen,
dass man in diesen Tagen der vierzigtägigen Fasten in aller Reinheit
sein Leben bewahre und zugleich alle Nachlässigkeit der anderen Zeiten
tilge.“

(Benedikt von Nursia, Ordensgründer im 5. Jh.)
Freitag,
9. März
„Heile
durch weises Fasten zwei einander entgegengesetzte Zustände: deine
eigene Übersättigung und den Hunger des anderen.“

(Gregor von Nyssa, Kirchenlehrer im 4. Jh.)
Samstag,
10. März
„Im Fasten
verzichten wir auf etwas, das uns zusteht, um es den Armen zu geben. Fasten
ist eine konkrete Weise der Nächstenliebe.“

(Anselm Grün, Benediktinerpater)

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Für die 2. Fastenwoche: Verklärung
– Klärung – Klarheit

Verklärung Christi

Evangelium am 2. Fastensonntag (Lk 9,28-36)

Klärung, wer Jesus Christus ist

„Das ist mein auserwählter Sohn…“ (Lk 9,15)

Klarheit, worauf es in unserem Leben ankommt

„…auf IHN sollt ihr hören.“ (Lk 9,15)


Abraham schaute den Sternenhimmel und vertraute den Verheißungen Gottes…

Die Jünger schauten die Herrlichkeit Jesu und vertrauten dem Wort Gottes…

Gipfelerfahrungen des Glaubens:
A
ugenblicke der Ewigkeit
Einblicke in die göttliche Herrlichkeit.
Lichtsekunden als Orientierung für den Alltag, in dem wir leben:

Entdecken auch wir, was uns verheißen ist?!

Menschen, die aus der Hoffnung leben,
sehen weiter.

Menschen, die aus der Liebe leben,
sehen tiefer.

Menschen, die aus dem Glauben leben,
sehen alles
in einem anderen Licht.

(Lothar Zenetti)

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Für die 3. Fastenwoche:
Gott begegnen – in den Dornen der Not

aus den Dornen der Not

sprach

יהוה

 


Gott


mit Mose:

ICH bin
da,

  wo du bist.“ – 

          „Bist DU
da,


wo ich bin?“ – 

Wo du bist,

  bin ICH da!“ – 

           „DU
bist da,

wo bin ich?“ –

„Wo du bist,

  da bin ICH!

Gott begegnet Mose im brennenden Dornbusch in der Wüste - Batik von G.M. Ehlertיהוה = JHWH
= der Name Gottes

= „Ich bin, der ich bin da (für
euch)!“

In den Dornen der Not - Gott zeigt sich dem Mose im brennenden Dornbusch, - Zeichnung von G.M. Ehlert Was bedeutet es, dass Gott zu Mose
aus einem Dornbusch spricht?
Eine alte jüdische Auslegung sagt dazu:Gott hat den Berg verlassen und den dornbusch gewählt, aus
dem ER sprach: „Gesehen habe ich, gesehen das Elend meines Volkes.“ (Exodus
3,7) Der Dornbusch ist voller Stacheln und Dornen, dergestalt, dass kein
Vogel, der in ihm Zuflucht sucht, ohne Verletzung herauskommt: 
so will Gott selber aus der Bedrängnis der Bedrängnis
seines Volkes nahe sein! Er will gleichsam mit wundem Herzen und zerrissenen
Händen seinem Volk sein Erbarmen erweisen.

(gefunden in Johannes Bours, Wer es mit
Gott zu tun bekommt, Freiburg-Basel-Wien 1987, S. 27f)

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4. Fastenwoche: „Irrwege und Umwege“

Das Gleichnis vom barmherzigen Vater

und dem „wieder-nach-Hause-finden“ der beiden Söhne

(Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 11-32)

Gedankensplitter zum Evangelium zum Weiterdenken und sich einfühlen:Der jüngere Sohn:

  • „Mein Erbe…“
  • „und er verschleuderte sein Vermögen…“
  • „Irrwege“
  • „Ich will aufbrechen…“
  • „Vater, ich habe mich versündigt…“

Der ältere Sohn:

  • „Was soll das bedeuten…“
  • „Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen…“
  • „Vorhaltungen gegenüber dem Vater…“
  • „Geht er schließlich doch hinein?“

Der Vater:

  • „Er teilt sein Vermögen auf…“
  • „Er hält Ausschau nach dem verlorenen Sohn…“
  • „Er (!) eilt dem Sohn entgegen…
  • „Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sein Herz…“
  • „Er kommt dem älteren Sohn entgegen, um ihm gut zuzureden…“
Der barmherzige Vater und das wieder-nach-Hause-finden der beiden Söhne - Bild von G.M. Ehlert, 1999

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zum Palmsonntag: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des
HERRN! Hosanna in der Höhe!

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. – Ja, seine
Huld währt ewig.
So soll Israel sagen: – Ja, seine Huld währt ewig.So soll das Haus Aaron sagen: – Ja, seine Huld währt
ewig.
So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten
und ehren: – Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; – der HERR
hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, – ich aber
schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, – als auf Menschen
zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; – als auf Fürsten
zu bauen.

Alle Völker umringen mich; – ich wehre sie ab
im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; – ich wehre sie
ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen, wie ein Strohfeuer
verlösen sie; – ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; – er
ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, – die Rechte des
HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, – um die Taten
des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, – doch er
hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, – damit
ich eintrete, um dem HERRN zu danken. 

Das ist das Tor zum HERRN, – nur Gerechte treten hier
ein. 

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden. 

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, – er ist zum
Eckstein geworden. 

Das hat der HERR vollbracht, – vor unseren Augen geschah
dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; – wir
wollen jubeln und uns an ihm freuen. 

Ach, HERR, bring doch Hilfe! – Ach, HERR, gib doch
Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. – 

Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her. Gott, der
HERR, erleuchte uns. – 

Mit Zweigen in den Händen schließt euch
zusammen zum Reigen, – bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; – mein Gott,
dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; – ja seine
Huld währt ewig.

Einzug Jesu in Jerusalem - Zeichnung von G.M. EhlertAls Jesus an die Stelle kam,wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig

und mit lauter Stimme

Gott zu loben

wegen all der Wundertaten,

die sie erlebt hatten. 

Sie riefen:

Gesegnet sei der König, 

der kommt im Namen des Herrn.

Im Himmel Friede

und Herrlichkeit in der Höhe!

(aus dem Lukasevangelium 19,37f)

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