Schlagwort-Archive: Berglehre

7. Sonntag A – Karneval

7. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 23. Februar 2020

1. Lesung: (Lev 19,1-2.17-18) heilig sein: den Nächsten lieben
2. Lesung: (1 Kor 3,16-23)  Tempel Gottes sein: zu Christus gehören…
Evangelium: (Mt 5,17-37) vollkommen sein: seine Feinde lieben… 

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6. Sonntag A

6. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 16. Februar 2020

1. Lesung: (Sir 15,15-20) Gottes Lebensweisungen
2. Lesung: (1 Kor 2,6-10)  Das Große, das Gott den Liebenden bereitet hat...
Evangelium: (Mt 5,17-37) Superthesen Jesu 

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Berglehre Jesu 4.-9.S.i.J.A

Die Bergpredigt im Matthäusevangelium

1. Rede Jesu: Von der wahren Gerechtigkeit 5,1 – 7,29

Dekalog-Seligpreisung

Aufbau der Bergpredigt (Mt 5,1 – 7,29)

Einleitung (5,1f)

Erkenne, wer du bist – vor dem Angesicht Gottes!
A. Die Adressaten
1. Die Seligpreisungen (5,3-12) – 4. S. A
2. Die Aufgabe der Jünger für die Welt (5,13-16) – 5. S. A
Salz der Erde  u.
Licht der Welt

Beurteile, wie du leben sollst – vor dem Angesicht Gottes!
B. Die „überfließend größere Gerechtigkeit“
1. Die Erfüllung des Gesetzes (5, 17-20) – 6. S. A +
2. Die „Super-Thesen“ (5,21-48) 
zu Versöhnung (5,21-26)
zu Ehebruch (5,27-30)
zu Ehescheidung (5,31-32)
zum Schwören (5,33-37)
zur Gewaltlosigkeit (5,38-42) – 7. S. A
zur Feindesliebe (5,43-48)
3. Gute Werke – 3 evangelische Räte (6,1-18)  – Aschermittwoch
Der Grundsatz: Gerechtigkeit vor Gott (6,1)
Almosen (6,2-4)
Beten (+ Vaterunser) (6,5-15)
Fasten (6,16-18)
4. Grundhaltungen im Bezug zur Welt (6,19 – 7,11) 
Gefahren des Reichtums – Besitzlosigkeit (6,19-24) –
Die rechte und die falsche Sorge (6,25-34) – 8. S. A
Heuchlerisches Richten (7,1-5)
Wahrung des Heiligen (7,6)
Vertrauen beim Beten (7,7-11)
Die Goldene Regel (7,12)

Handle danach – vor dem Angesicht Gottes!
C. Leben mit der Weisung Jesu (7,13-27) – 9. S. A
Die beiden Wege (7,13f)
Warnung vor falschen Propheten – Gute Früchte (7,15-23)
Das Haus auf dem Felsen (7,24-27)

Schlussnotiz: (7,28f)

 * * *

Der 4. – 9. Sonntag im Jahreskreis A enthält als Evangelium jeweils einen Abschnitt aus der Berglehre Jesu (= Mt 5,1 – 7,29) – der ersten der 5 großen Reden Jesu im Matthäusevangelium.

Hier ein Überblick über die Abschnitte der einzelnen Sonntage:

4. Sonntag i. J. A
(entfällt im Jahr 2020 wegen des Festes Darstellung des Herrn am So 2. Februar)
–> Mt 5,1-12: Seligpreisungen der Bergpredigt
–> 8+1 Seligpreisungensiehe: (pdf)
–> „Glückwunsch Jesu“

5. Sonntag i.J. A (= 9. Februar 2020)
–> Mt 5,12-16:  „Salz der Erde“
–> Salz der Erde – Licht der Welt

6. Sonntag i.J. A (= 16. Februar 2020)
–> Mt 5,17-37:  Erfüllung der Weisung Gottes u. die neuen Thesen (I.)
–> grenzenlose Gerechtigkeit

7. Sonntag i.J. A (= 23. Februar 2020)
–> Mt 5,38-48:   … die neuen Thesen (II.)
–> grenzenlose Gerechtigkeit
–> „Friedensinstrument

Aschermittwoch (= 26. Februar 2020)
–> Mt 6,1-6.16-18: Beten + Fasten + Almosen geben
–> Mt 6,1-18 (Arbeitsübersetzung pdf)

siehe auch:
·  Mt 6,9-13 Das Vater unser 

8. Sonntag i.J. A (entfällt in 2020)
–> Mt 6,24-34 (Arbeitsübersetzung pdf)
–> „In God we trust“
–> Was wahrhaft wichtig ist im Blick auf das Leben mit Gott

9. Sonntag i.J. A (= entfällt im Jahr 2020)
–> Mt 7,21-27: Auf Gott gebaut

* * *

Links:
Die Berglehre Jesu (Mt 5,1 – 7,29) – eine Arbeitsübersetzung

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 3. Februar 2020

 

Berglehre Jesu


Sonntagsevangelium

vom 5. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,12-16)
siehe: „Salz der Erde“
vom 6. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,17-37)
(= 16. Februar 2014)
vom 7. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,38-48) 
(= 23. Februar 2014)
vom 8. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 6,24-34)
(= 02. März 2014)
siehe: „In God we trust“
und vom Aschermittwoch (Mt 6,1-6.16-18)
siehe: „Beten + Fasten + Almosen geben

ist jeweils ein Abschnitt aus der sogenannten Bergpredigt Jesu:

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
                             der Geist ist es, der lebendig macht
.
– Kernpunkte der “Berglehre Jesu” (Mt 5,17-48)
– Evangelium des 6. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,17-37)
+ Evangelium des 7. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,38-48)

siehe: grenzenlose Gerechtigkeit

Die „Super“-Thesen Jesu in seiner Berglehre
Mt 5,17-48

Nicht Aufhebung,                           sondern Erfüllung

des Gesetzes 

17 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Denkt nicht,
ich sei gekommen,
um das Gesetz und die Propheten aufzuheben.

Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,
sondern um zu erfüllen.

18 Amen, das sage ich euch:
Bis Himmel und Erde vergehen,
wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen,
bevor nicht alles geschehen ist.

19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt
und die Menschen entsprechend lehrt,
der wird im Himmelreich der Kleinste sein.

Wer sie aber hält und halten lehrt,
der wird groß sein im Himmelreich.

20 Darum sage ich euch:
Wenn eure Gerechtigkeit nicht überfließt,
mehr als die der Schriftgelehrten und Pharisäer,
werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Verdeutlichung an 6 Beispielen

„Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt wurde“

                                         „Ich aber sage euch“

statt „alte“ Gesetzesmoral                    überfließende Gerechtigkeit

nicht erst                           sondern schon

der Mord                           die innere Ablehnung

→ radikale Bejahung

21 Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst nicht töten;
wer aber jemand tötet,
soll dem Gericht verfallen sein.

22 Ich, ja ich sage euch (darüber hinaus):
Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt,
soll dem Gericht verfallen sein;
und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!,
soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein;
wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!,
soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst
und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen;
geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder,
dann komm
und opfere deine Gabe.

25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner,
so lange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist.
Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen,
und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben,
und du wirst ins Gefängnis geworfen.

26 Amen, das sage ich dir:
Du kommst von dort nicht heraus,
bis du den letzten Cent bezahlt hast.

nicht erst                           sondern schon

der Ehebruch                     der lüsterne Blick

→ radikale Zuwendung

27 Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.

28 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht,
hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt,
dann reiß es aus und wirf es weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt,
dann hau sie ab und wirf sie weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

nicht erst                           sondern schon

die ungesetzliche Scheidung                           jede Scheidung

→ radikale Verantwortung

31 Ferner ist gesagt worden:
Wer seine Frau aus der Ehe entlässt,
muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.

32 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer seine Frau entlässt,
obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt,
liefert sie dem Ehebruch aus;
und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist,
begeht Ehebruch.

nicht erst                           sondern schon

der Meineid                        das „Jein“/der Schwur

→ radikale Wahrhaftigkeit

33 Ihr habt gehört.
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst keinen Meineid schwören,
und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.

34 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Schwört überhaupt nicht,
weder beim Himmel,
denn er ist Gottes Thron,
35 noch bei der Erde,
denn sie ist der Schemel für seine Füße,
noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.

36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören;
denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.

37 Euer Ja sei ein Ja,
euer Nein ein Nein;
alles andere stammt vom Bösen.

nicht erst                           sondern schon

die willkürliche Vergeltung                            die „Retourkutsche“/
                                                                          der Schlagabtausch

→ radikale Versöhnungsbereitschaft

38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
ein Auge anstelle eines Auges
und ein Zahn anstelle eines Zahnes.

39 Ich – ja ich  sage euch (darüber hinaus):
dem, der euch etwas Böses antut, stellt euch nicht entgegen,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt,
dann halt ihm auch die andere hin.

40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will,
um dir das Hemd wegzunehmen,
dann schenke ihm auch den Mantel.

41 Und wenn dich einer zwingen will,
eine Meile mit ihm zu gehen,
dann geh zwei mit ihm.

42 Wer dich bittet, dem gib,
und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

nicht erst                           sondern schon

der Hass der Freunde                           der Feindeshass

→ grenzenlose Liebe

43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen.

44 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
45 damit ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten,
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?

47 Und wenn ihr nur eure Brüder und Schwestern grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?

48 Ihr werdet/sollt also sein
zum Ziel gelangt/vollendet/volljährig/erwachsen/ vollkommen – 

wie der Vater von euch – der in den Himmeln –
zum Ziel gelangt/vollendet/vollkommen ist.

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
der Geist ist es, der lebendig macht.

Nicht erst der Mord,
sondern schon das Zürnen
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Versöhnung hat Vorrang vor liturgischem Opfer

rechtzeitiger Friedensschluss
bewahrt vor Verurteilung durch ein weltliches Gericht

Nicht erst der vollzogene Ehebruch,
sondern schon der begehrende Blick
widerspricht dem Geist des Weisungen Gottes

Nicht erst eine ungesetzliche Scheidung,
sondern jede Scheidung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Nicht erst ein Meineid und ein Eidesbruch,
sondern schon jeder Schwur
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Jedes eurer Worte sei wahrhaftig

Nicht erst eine willkürliche Vergeltung,
sondern schon jeder Gedanke an Vergeltung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

vielmehr soll Böses mit Gutem vergolten werden

Nicht erst ein Hass gegenüber dem Nächsten
sondern schon mangelnde Liebe gegenüber dem Feind
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Eure Liebe soll Gottes Weisungen gemäß alle umfassen,
so wie seine Liebe grenzenlos ist.

Nicht erst das Tun des Bösen,         
sondern schon das Unterlassen des Guten
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Entscheide dich und handle

Jesu Berglehre: Erkenne, wer du bist! + Beurteile, wie du leben sollst! + Handle dementsprechend!

Erkenne, wer du bist – vor dem Angesicht Gottes!
– du wirst selig gepriesen
– du bist Salz der Erde
– du bist Licht der Welt 

Beurteile, wie du leben sollst – vor dem Angesicht Gottes!
– du hast gehört… – ich aber sage dir…
– du sollst in rechter Weise fasten + beten + Almosen geben
– „alles, was du von anderen erwartest, das tue ihnen!“ 

Handle danach – vor dem Angesicht Gottes!
– gehe den mühsamen Weg des Lebens
– höre auf den, der gute Frucht bringt
– sei ein Mensch, der sein Lebenshaus auf Gott, den Felsen, gebaut hat 

"Entscheide dich!" - zu Mt 7,13-27, (c) G. M. Ehlert, 02.03.2011

Abschluss der Bergpredigt – Matthäusevangelium 7,13-27:

Kommt herein durch das enge Tor!

Denn das Tor ist breit
und der Weg geräumig,
der ins Verderben führt,
und viele sind es, die da hereinkommen.

Doch das Tor ist eng
und bedrängend ist der Weg,
der hinführt in das Leben
und nur wenige finden ihn.

Hütet euch
vor den falschen Propheten,
die zu euch kommen in Gewändern der Schafe,
innen aber sind sie räuberische Wölfe.
Von ihren Früchten her werdet ihr sie erkennen.

Nicht etwa von den Dornigen erntet man Beeren
oder von den Disteln Feigen?
Also jeder gute Baum bringt hervor ideale Früchte
aber der faulige Baum bringt hervor  böse Früchte.
Weder vermag ein guter Baum böse Früchte hervorzubringen
noch ein fauliger Baum ideale Früchte.
Jeder Baum, der nicht ideale Frucht hervorbringt,
wird herausgehauen und ins Feuer geworfen.

Demnach also:
von ihren Früchten aus,
werdet ihr sie erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr! Herr!“
wird hineinkommen in die Königsherrschaft der Himmel,
sondern der Wirkende den Willen meines Vaters in den Himmeln.

Viele werden zu mir reden an jenem Tag:
„Herr, Herr“, prophezeiten wir nicht in deinem Namen
und trieben in deinem Namen Dämonen aus
und wirkten in deinem Namen viele Wunder?

Und dann werde ich ihnen antworten:
Niemals kannte ich euch;
entweichet von mir,
ihr, die Gesetzlosigkeit Wirkenden.

Daher,
jeder, der diese meine Worte hört
und entsprechend handelt,
wird gleichgesetzt werden
einem klugen/besonnenen Menschen,
der sein Haus aufbaute auf den Felsen.
Und als der Regen herabtriefte
und die Wasserfluten kamen
und die Winde wehten
und fielen hin auf das Haus
und es fiel (dennoch) nicht,
denn es war gegründet worden auf den Felsen.

Und jeder, der diese meine Worte hört
und nicht entsprechend handelt,
wird gleichgesetzt werden
einem törichten Menschen,
der sein Haus aufbaute
auf den Sand.
Und als der Regen herabtriefte
und die Wasserfluten kamen
und die Winde wehten
und rüttelten an dem Haus,
und es fiel,
und sein Fall war groß.

„Entscheide dich!“ – Gedanken zu Mt 5 – 7 u. Skizze zu Mt 7,13-27
© G. M. Ehlert, 02.03.2011