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Muttertag

Die mütterliche Dimension des lebendigen Gottes

Gott ist „Vater. Mehr sogar, Gott ist Mutter, die uns nicht weh tun möchte.“
sagte Papst Johannes Paul I. in seiner Angelus-ansprache am 10. September 1978.
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Jesus und die Ehebrecherin

zum 5. Fastensonntag im Lesejahr C:
„Jesus und die Ehebrecherin“ (Joh 8,1-11)

  1Dtn 22,22
Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide sterben, der Mann, der bei der Frau gelegen hat, und die Frau. Du sollst das Böse aus Israel wegschaffen.  22:23  Wenn ein unberührtes Mädchen mit einem Mann verlobt ist und ein anderer Mann ihr in der Stadt begegnet und sich mit ihr hinlegt,  22:24 dann sollt ihr beide zum Tor dieser Stadt führen. Ihr sollt sie steinigen, und sie sollen sterben, das Mädchen, weil es in der Stadt nicht um Hilfe geschrien hat, und der Mann, weil er sich die Frau eines andern gefügig gemacht hat. Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.2vgl. Jer17,13: „Du Hoffnung Israels, Herr! Alle, die dich verlassen, werden zuschanden, die sich von dir abwenden, werden in den Staub geschrieben; denn sie haben den Herrn verlassen, den Quell lebendigen Wassers.3vgl. Dtn 17,6-7: Wenn es um Leben oder Tod eines Angeklagten geht, darf er nur auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin zum Tod verurteilt werden. Auf die Aussage eines einzigen Zeugen hin darf er nicht zum Tod verurteilt werden.
Wenn er hingerichtet wird, sollen die Zeugen als erste ihre Hand gegen ihn erheben, dann erst das ganze Volk. Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.

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Jesus aber ging hin auf den Ölberg.In der Morgenfrühe aber tritt er wiederum im Heiligtum auf und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich –
sie lehrend.Es führten herbei aber die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau beim Ehebruch ertappt und stellten sie in die Mitte.

Und sie sagen zu ihm:
„Lehrer, diese Frau ist ertappt worden beim Ehebruch bei der Tat selbst:

In dem Gesetz aber hat uns Mose befohlen, derartige zu steinigen.1

Du aber, was sagst du (dazu)?

Dies aber sagten sie, ihn versuchend,
damit sie ihn anklagen können.

Jesus aber beugte sich nieder
und schrieb mit dem Finger auf die Erde.2

Als sie aber dranblieben ihn zu fragen,
beugte er sich hoch und sprach zu ihnen:

„Der ohne Sünde ist von euch
werfe als erster einen Stein auf sie.“3

Und abermals beugte er sich nieder (und) schrieb auf die Erde.

Als sie das jedoch gehört hatten,
gingen sie hinaus, einer nach dem anderen –
angefangen von den Ältesten

und er blieb – er allein und die Frau, die in der Mitte stand.

 Es beugte sich aber Jesus hoch und sprach zu ihr:
„Frau, wo sind sie?
Hat keiner dich verurteilt?

Sie aber sprach:
„Keiner, Herr.“

Es sprach aber Jesus:
„Auch ich verurteile dich nicht:
Geh! (und) von nun an sündige nimmermehr.“

 

Statt Hartherzigkeit – Barmherzigkeit

Steinhart
     sind nicht nur die Mauern des Tempelbezirks;
     sind auch die Herzen der Pharisäer und Schriftgelehrten

 Stein des Anstoßes –
     eine Ehebrecherin, auf frischer Tat ertappt
     das Gesetz ist steinhart: sie muss gesteinigt werden.

 Als Stolperstein
     Jesus in den Weg gelegt:
     „Nun, was sagst du dazu?“

 Vom Stolperstein zum Baustein eines neuen Weges –
     oder:
     von der Hartherzigkeit zur Barmherzigkeit

 Was den Stein ins Rollen bringt:
     „Der von euch werfe als Erster einen Stein auf sie – 
     der ohne Sünde ist“ – ist Seine Antwort

 Da bleibt kein Stein auf dem anderen:
     die Mauer der Verhärtung bricht auf;
     Stein für Stein wird abgelegt

 Wenn einem ein Stein vom Herzen fällt…
     Du wirst nicht verurteilt – sondern freigesprochen:
     Dein Leben wird dir neu geschenkt.

 (Bild und Text: © G. M. Ehlert, 25.03.07)

 

  „Der von euch
werfe als Erster einen Stein auf sie –

Jesus und die Ehebrecherin (c) G. M. Ehlert

 der ohne Sünde ist.“
(Joh 8,7)