Schlagwort-Archive: 32. Sonntag

alles für Gott (32.B)

„Alles meinem Gott zu Ehren“

Sonntag, 11. November 2018

Liturgische Texte zum 32. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Psalm 88,3)
HERR, lass mein Gebet zu dir dringen,
wende dein Ohr meinem Flehen zu.

Tagesgebet
Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem 1. Buch der Könige (1 Kön 17,10-16)
Die Witwe machte aus der Handvoll Mehl ein kleines Gebäck und brachte es zu Elija heraus 

Antwortpsalm: Psalm 146,6-7.8-9b.9c-10
Lobe den HERRN, meine Seele.

ZWEITE Lesung aus dem Hebräerbrief (Hebr 9,24-28)
Christus wurde ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen

Ruf vor dem Evangelium (Mt 5,3)
Halleluja. Halleluja.
Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 12,38-44)
Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern 

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 12,38-44 (= Evangelium vom 32. Sonntag im Jahreskreis B)

Das Scherflein der armen Witwe“

12,38: Und in seiner Lehre sagte er (= Jesus):

Blicket (weg) von den Schriftkundigen
(vor denen) die in Roben wandeln wollen
und in den Märkten Grüße (erwarten)

39 und vordere Sitzplätze in den Synagogen
und vordere Lagerstätten in den Gastmählern

40 welche die Häuser der Witwen Herabfressende
und in fernschweifigem Vorwand Betende (sind)
sie werden nehmen ein umso härteres Urteil.

41 Und sitzend gegenüber dem Schatzgewahrsam*
schaut er wie die (Volks)menge wirft Kupfer(geld)
in den Schatzgewahrsam.

* Schatzgewahrsam
= Schatzkammer mit 13 Behältern für die verschiedenen Tempelopfer
12x für den Tempelschatz,

1x für freiwillige Gaben;

Und viele Reiche warfen aus (= hinein) vieles

42 Und es kam eine bettelarme Witwe
sie warf aus (= hinein) zwei Lepta*,
das ist ein Kodrantes*.

* Lepton = gering,
= das kleinste Geldstück (hellenistischer Prägung)

* Kodrantes = kleine römische Münzeinheit

43 Und herzu rufend seine Jünger
s
prach er zu ihnen:
„Amen, ich sage euch (folgendes):
Die Witwe, diese, die bettelarme
mehr als die vielen warf sie hinein
in den Schatzgewahrsam;

44 alle nämlich aus ihrem Überhabenden
warfen sie aus (= hinein)
diese aus ihrem Entbehrenden
alles, so vieles, wie sie hatte,
warf sie aus (= hinein)
ihr ganzes Lebenserhaltendes.*“

* Lebenserhaltendes (gr. bios = Leben, Existenz)

* * *

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Bild zur Meditation:

Zwei Lepta – das Scherflein der Witwe…

zwei-lepta

„… sie hat alles gegeben, was sie besaß – ihren ganzen Lebensunterhalt.“

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Impuls zum Evangelium

Zwei Lepta

Was sind schon zwei Lepta?

Ein Lepta = ein Weniges die kleinste Kupfermünze
(entsprechend der Kaufkraft umgerechnet ca. 0,50 €).
Zwei Lepta zweimal so gut wie nichts

Was sind diese zwei Lepta der armen Witwe?

Alles, was sie hat ihr ganzer Lebensunterhalt.
Diese zwei Lepta wirft sie in den Gotteskasten hinein

Übrigens: als Martin Luther sich daran machte, diese Geschichte ins Deutsche zu übersetzen, fiel ihm eine Münze seiner Zeit ein.
Das „Scherflein“ = eine mickrige und nahezu wertlose Münze. – Klein.
Luther hatte das Wort und die Überschrift gefunden, die sprichwörtlich werden sollten.
Das „Scherflein der armen Witwe“.

Daraus konnte sich die Aufforderung entpuppen, sein „Scherflein“ beizutragen.
Das sagen wir bist heute.
Manche aus bewusster Bescheidenheit, wenn sie eine große Gabe geben.
Andere, wenn sie eine Kleinigkeit in den Klingelbeutel werfen.

Aber leicht verstellt sich dabei der Blick auf das Ursprüngliche:
denn diese Witwe gibt mit ihrem „Scherflein“ nicht etwas ab, sondern alles.
Sie schöpft nicht aus dem Vollen, aber das Wenige, das sie hat, das gibt sie her –
ihren ganzen Lebensunterhalt – ihr ganzes Leben
in der großartigen Haltung:

„Alles meinem Gott zu Ehren,
alle Freude, alles Leid.
Weiß ich doch, Gott wird mich lehren,
was mir dient zur Seligkeit…“

* * *
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Links:

–> zur 1. Lesung: 1 Kön 17,10-16

–> zum Antwortpsalm Psalm 146: Preislied auf Gott, den Herrn und Helfer Israels

–> zum Evangelium – siehe: „Zwei Lepta

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 32.S.i.J.B

–> Gedenktage:

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 08. Nov. 2018

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Vorbereitet für das Fest (32.A)

–> 11. November: Gedenktag Hl. Martin von Tours

Macht euch bereit zu der Hochzeit!

32. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 12. November 2017

Eröffnungsvers (Ps 88,3)
HERR, lass mein Gebet zu dir dringen,
wende dein Ohr meinem Flehen zu.

Erste Lesung: Weisheit 6,12-16
Wer die Wahrheit sucht, findet sie

Antwortpsalm Ps 63
Meine Seele dürstet nach dir, mein Gott

–> zu Psalm 63: Sehnsucht nach Gott

Zweite Lesung: 1. Thessalonicherbrief 4,13-14
Gott wird durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 24,42a.44)
Halleluja. Halleluja.
Seid wachsam und haltet euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt
zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 25,1-13
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!

Link: Messtexte zum 32. Sonntag im Jahreskreis A

Gedanken zum Evangelium

(32. Sonntag im Jahreskreis A)

Das Evangelium: Matthäus 25. Kapitel, Verse 1-13
Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen:

Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug.

Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.

Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.

Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe:
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!

Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch;
geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.

Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam;
die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal,
und die Tür wurde zugeschlossen.

Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Meditation:

 

Zur Begegnung bereit

5 kluge u. 5 törichte Jungfrauen (c) G. M. Ehlert

Die 10 Jungfrauen im Gleichnis Jesu
sind ein Bild für die Christen im irdischen Bereich:

Jungfräuliche Menschen werden wir sein,
wenn wir noch frei und offen sind für Begegnungen und Liebe;
wenn wir noch mehr erwarten als das, was das Leben hier zu bieten hat;
wenn wir voll Hoffnung auf das Kommen des Geliebten –
auf Christus warten.

Wer aber jemanden sehnsüchtig erwartet,
der wäre töricht,
wenn er sich nicht auf Verzögerungen einstellt
und nicht auch für Wartezeiten gut vorsorgt,
damit das Licht der Hoffnung bei ihm nicht erlischt.

Jungfräuliche Menschen, die sind umsichtig,
sie sorgen für genügend Öl für alle Fälle:
wenn sie sich das Öl der geistigen Kräfte bewahren;
wenn sie mit dem Öl der Hoffnung ihre Lebenskraft am Brennen halten;
wenn sie mit dem Öl des Geistes Gottes
die Sehnsucht der Menschen zum Leuchten bringen.

Wenn aber jemand die Lampe des Lebens mit Sehnsucht gefüllt hat,
dann ist er bereit, diese Sehnsucht zu entzünden,
wenn der Ersehnte endlich kommt.
Wer klug ist, der ist zur Begegnung bereit,
wenn der Ruf des Boten ertönt:
„Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“

So gebe uns Gott,
dass wir – mit genügend Öl der Hoffnung in den Krügen des Lebens –
bereit sind,
dem kommenden Christus entgegenzugehen.

G.M.Ehlert

zum Evangelientext –  zum Anfang der Meditation

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Gott der Auferstehung (32. C)

32. Sonntag im Jahreskreis C

(= 06. November 2016)

Eröffnungsvers (Ps 88,3)
„HERR, lass mein Gebet zu dir dringen,
wende dein Ohr meinem Flehen zu.“

1. Lesung: 2 Makk 7,1-2.7a.9-14 
„Der König der Welt wird uns zum ewigen Leben auferwecken“

Antwortpsalm: Psalm 17,1.3.5-6.8.15

2. Lesung: 2. Thessalonicherbrief 2,16 – 3,5 
„Der HERR gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort“

Ruf vor dem Evangelium (Offb 1,5a.6b)
Halleluja. Halleluja.
Jesus Christus ist der Erstgeborene der Toten.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht
in alle Ewigkeit.
Halleluja.

Evangelium: Lukas 20,27-38:
Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden

Liturgische Texte – siehe auch Schott 32. Sonntag i.J. C

zu Lk 20,27-38

„Gott ist ein Gott der Lebenden“ – Lk 20,27-38;
(c) G. M. Ehlert, 30. Oktober 2016

aus dem Lukasevangelium 20,27-40 (eine wortgetreue Übersetzung):

27 Hinzugekommen aber (waren) einige der Sadduzäer,
die dagegen sprechende/ Leugnende (sind): eine Auferstehung sei nicht,
sie fragten ihn (= Jesus):

28 Meister, Mose schrieb uns auf/ vor:
>>wenn jemandes Bruder stürbe
– habend eine Ehefrau –
und dieser kinderlos sei –
dann soll nehmen der Bruder sie zur Ehefrau
und möge heraus-auferstehen/ hervorgehen lassen Same (= Nachkommenschaft)
dem Bruder von ihm.<<

(vgl. Gen 38,8; Dtn 25,5f)

29 Sieben nun Brüder waren (einmal)
und der Vorderste – genommen habend eine Ehefrau – starb kinderlos
30 und (ebenso) der zweite,
31 und (ebenso) der dritte –
auf dieselbe Weise aber auch die anderen (bis zum) Siebten –
nicht ließen sie zurück Kinder –
und sie starben.
32 Schließlich auch die Ehefrau starb.

33 Die (Ehe-)Frau nun beim Auferstehen –
wessen Ehefrau wird sie selbst sein – ?
die (= alle) sieben nämlich hatten sie (zur) Ehefrau.

 

34 Und es sprach zu ihnen der Jesus:
„die Söhne ((und Töchter)) der Weltzeit – dieser (hier)
heiraten und werden verheiratet.

35 Die aber für würdig gehalten die Weltzeit – (und zwar) jene – zu erlangen,
und die Auferstehung von den Toten,
nicht werden sie heiraten oder verheiratet werden;

36 gar nicht nämlich zu sterben werden sie ferner imstande sein,
gleich (den) Engeln nämlich sind sie (geworden)

und Söhne ((und Töchter)) Gottes sind sie geworden
und der Auferstehung Söhne ((und Töchter)) derer von (den) Toten.

37 Dass aber auferweckt werden die Toten
und/ auch Mose hat es angezeigt/ angedeutet
(an der Stelle) des Dornbusches, insofern er (vom) HERRN
>>dem Gott Abrahams, und Gott Isaaks und Gott Jakobs<< redet.

(vgl. Ex 3,6.15)

38 Gott aber ist nicht (ein Gott) der Toten,
sondern (von) Lebenden;
alle nämlich (in) ihm leben sie.

39 Antwortend aber einige der Schriftgelehrten
sie sprachen: Meister, schön/ gut/ treffend hast du gesprochen;
40 nicht mehr nämlich wagten sie zu fragen ihn – nicht eines.

Weitere Gedanken zum Evangelium siehe auch: die-toten-werden-auferstehen

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Zwei kleine Münzen


zum 32. Sonntag im Jahreskreis B – (08.11.2015)

1. Lesung: 1 Kön 17,10-16: „Die Witwe von Sarepta machte aus der Handvoll Mehl ein kleines Gebäck und brachte es zu Elija hinaus“
2. Lesung: Hebr 9,24-28: „Christus wurde ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen“

Evangelium: Mk 12,38-44:

Das Scherflein der armen Witwe

12,38: Und in seiner Lehre sagte er (= Jesus):

Blicket (weg) von den Schriftkundigen
(vor denen) die in Roben wandeln wollen
und in den Märkten Grüße (erwarten)

39 und vordere Sitzplätze in den Synagogen
und vordere Lagerstätten in den Gastmählern

40 welche die Häuser der Witwen Herabfressende
und in fernschweifigem Vorwand Betende (sind)
sie werden nehmen ein umso härteres Urteil.

41 Und sitzend gegenüber dem Schatzgewahrsam*
schaut er wie die (Volks)menge wirft Kupfer(geld)
in den Schatzgewahrsam.

* Schatzgewahrsam
= Schatzkammer mit 13 Behältern für die verschiedenen Tempelopfer
12x für den Tempelschatz, 1x für freiwillige Gaben;

Und viele Reiche warfen aus (= hinein) vieles

42 Und es kam eine bettelarme Witwe
sie warf aus (= hinein) zwei Lepta*,
das ist ein Kodrantes*.

* Lepton = Gering, = das kleinste Geldstück (hellenistischer Prägung)
* Kodrantes = kleine römische Münzeinheit

43 Und herzu rufend seine Jünger
s
prach er zu ihnen:
„Amen, ich sage euch (folgendes):
Die Witwe, diese, die bettelarme
mehr als die vielen warf sie hinein
in den Schatzgewahrsam;

44 alle nämlich aus ihrem Überhabenden
warfen sie aus (= hinein)
diese aus ihrem Entbehrenden
alles, so vieles, wie sie hatte,
warf sie aus (= hinein)
ihr ganzes Lebenserhaltendes.*“

* Lebenserhaltendes (gr. bios = Leben, Existenz)

2 Lepta - das "Scherflein der Witwe"

2 Lepta – das „Scherflein der Witwe“

siehe auch: „Zwei Lepta

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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(c) G. M. Ehlert