Schlagwort-Archive: 3. Fastensonntag

4. Fastensonntag A

4. Fastensonntag A – Laetare

Sonntag, 22. März 2020

1. Lesung: (1 Sam 16,1-13) Der Mensch sieht, was vor Augen ist…
2. Lesung: (Eph 5,8-14) Lebt als Kinder des Lichts…
Evangelium: (Joh 9,1-41) Blinde werden sehend und Sehende werden blind…

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3. Fastensonntag A

3. Fastensonntag A

Sonntag,  15. März 2020

1. Lesung: (Ex 17,3-7) Wasser aus dem Felsen…
2. Lesung: (Röm 5,1-2.5-8) die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen…
Evangelium: (Joh 4,5-42) lebendiges Wasser, das zur sprudelnden Quelle wird… 

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3. Fastensonntag C

3. Fastensonntag (= „Oculi“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 24. März 2019

Liturgische Texte zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum,
quia ipse evellet de laqueo pedes meos.
Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn;
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an.
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Exodus (Ex 3,2-8a.13-15):
Berufung des Mose am brennenden Dornbusch –
die Offenbarung des Namens Gottes „ICH-BIN-DA“

Antwortpsalm: Ps 103,1-2.3-4.6-7.8 u. 11
„Gnädig und barmherzig ist der HERR,
voll Langmut und reich an Güte“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 10,1-6.10-12):
Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,17)
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
(So spricht der Herr:)
Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 13,1-9):
Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

* * *

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EvangelientextLk 13,1-9 (Studienübersetzung)

13,1 Es waren aber herbeigekommen einige
zu derselben rechten Zeit
(Kairos),
verkündend ihm über die Galiläer, deren Blut Pilatus vermischte
mit dem ihrer Opfer
(tiere).*

Ein aktuelles Ereignis ist Ausgangspunkt:
Der römische Statthalter Pontius Pilatus
hat Leute aus Galiläa beim Opfern im

Tempel umbringen lassen.
Während sie Opfertiere schlachteten, wurden sie getötet. 
(Wird Jesus einstimmen in die Klage
über die Gewalt der römischen Besatzungsmacht…
oder war diese Entheiligung des heiligen Tempelbezirks
gar eine Strafe Gottes für die Sünden dieser Galiläer?)

2 Und antwortend sprach er zu ihnen:
Meint ihr, dass die Galiläer – neben all den
(anderen) Galiläern –
Sünder geworden waren, da sie dies erlitten haben?

3 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

4 Oder jene, die achtzehn,
auf die der Turm bei dem Schiloch
(teich) fiel
und sie umbrachte,

meint ihr, dass sie Schuldige geworden waren
neben all den
(anderen) Menschen, die in Jerusalem wohnen?

5 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

6 Er sagte aber die (folgende) Parabel/ Gleichnis/ Sinnbild:

Einen Feigenbaum hatte irgendeiner
der gepflanzt worden war in dem Weinberg
/ -garten von ihm –
und er ist gekommen
suchend Frucht an ihm
und nicht
(s) fand er.

7 Er sprach aber zu dem Weinbergwirker (= Winzer)
Siehe! drei Jahre seit dem ich komme
suchend Frucht an dem Feigenbaum – diesem (da)
und nicht
(s) finde ich;

hau heraus also diesen!
wozu auch soll er die Erde aussaugen?

8 Der aber antwortend sagt zu ihm:
Herr,
lasse
/ erlasse/ gestatte/ verlasse ihn (auch) dieses (folgende) Jahr,
solange während/ bis  ich umgraben möge um ihn herum
und werfe Mist
(als Dünger),

9 und wohl/ vielleicht aber tut/ macht er Frucht
in dem zukünftigen
wenn aber nicht, dann wirst
/ magst du heraushauen ihn. 

* * *

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Bild zur Meditation:

„In den Dornen der Not – das Feuer der Liebe Gottes“

Dornbusch-ex3a

Mose vor brennendem Dornbusch – 17.03.2019, (c) G. M. Ehlert

Wer es mit dem lebendigen Gott zu tun bekommt,
der steht in einer Feuerzone…

wie Mose,
der in der Wüste am Gottesberg
einen brennenden Dornbusch sieht
und aus der Feuerflamme
den Anruf Gottes hört.

Aus den Dornen der Not…
– spricht der Gott des Lebens:

יהוה

=  J H W H  = ICH BIN DA – bei euch.

I.CH bin da = Jesus Christus, die menschgewordene Liebe Gottes…

* * *

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Impulse

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde,
heute wird getan oder auch vertan,
worauf es ankommt, wenn ER kommt!“

Lukasevangelium: 12,54 – 13,9 erzählt
von der Gnadenfrist, die uns geschenkt wird,
um das zu tun, worauf es ankommt.

Gnaden-Frist

Irgendein Weinbergbesitzer
schaut auf die Effizienz – auf den bestmöglichen Ertrag seines Weinberges.
Für ihn ist ein fruchtloser Feigenbaum darin nutzlos – ja schädlich.
Hau ihn heraus! – sein Auftrag an den Weinbergarbeiter.

Dieser Weinbergarbeiter jedoch
schaut auf den Feigenbaum, den er trotzdem mag.
Für ihn ist dieser Feigenbaum inmitten des Weinbergs nützlich,
weil er in seinem Schatten gut ausruhen kann…

Er setzt sich für den fruchtlosen Feigenbaum ein
und erwirkt vom Weinbergbesitzer eine Gnaden-frist.
Diese Zeit will er nutzen, für den Feigenbaum bestmögliche Bedingungen zu schaffen,
endlich Frucht hervorzubringen.

Doch uns zur Warnung wird gesagt:
Es gibt dennoch – bei aller Gnaden-frist – ein „zu spät“.
Darum ergreife die Chance, die deine Lebenszeit dir bietet,
kehre um! und bringe in deinem Leben Frucht hervor.

G. M. Ehlert zu Lk 12,6-9

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –> zum Gottesnamen JHWH

–> zum Antwortpsalm: Psalm 103: „Hohelied der Barmherzigkeit Gottes“ 

–> 2. Lesung: –

–> zum Evangelium: Lk 12,54 – 13,9: Gnadenfrist

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 3. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 25. März: Verkündigung des Herrn = Hochfest
– 26. März: Liudger = 1. Bischof von Münster

* * *

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In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 18. März 2019

Lebendiges Wasser (3.F.A)

3. Fastensonntag A

19. März 2017

zu den Liturgischen Texten vom 3. Fastensonntag

am 11./12. März 2017 feiern die Juden in diesem Jahr das Purimfest:
siehe: Gedanken zum Purimfest

am 19. März ist das Hochfest des Heiligen Josef – siehe: „Heiliger Josef

zum Evangelium am 3. Fastensonntag im Lesejahr A:
Joh 4,5-42: Gespräch Jesu mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen 

 

Meditation:

Tabubruch am Jakobsbrunnen

Leben zwischen Vereinsamung und Beziehung

Stellen Sie sich Menschen vor, die von uns Katholiken, die sonntags zur Kirche gehen im Allgemeinen gemieden – ja, wegen ihrer Lebensweise verachtet werden…

– vielleicht Menschen, die einer merkwürdigen Sekte angehören…
– oder Menschen, die in bestimmten Stadtvierteln wohnen…
– oder Verwandte, die aufgrund von alten Streitereien gemieden werden…

Solch ein Mensch war damals für fromme Juden ein Samaritaner. Und wenn mittags um 12 Uhr in der größten Mittagshitze eine Samaritanerin aus dem Ort zu einem 1 km entfernten Brunnen kommt, dann muss sie wohl eine Frau sein, die aufgrund ihres Lebenswandels von allen gemieden wird.

Evangelium Johannes 4,5-42: Gespräch Jesu mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen

…wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde…

Durst:

– Durst nach Wasser
– Durst nach Leben und Liebe
– Durst Jesu nach dem Glauben der Menschen

Hindernisse auf dem Weg zur Quelle:

Manchmal braucht es Skandale, um Menschen die Augen zu öffnen. Was Jesus tut am Jakobsbrunnen, ist skandalös: „So eine“, eine Samariterin, bittet er um Wasser. Obwohl man doch mit „so einer“ nicht spricht!

– Jesus setzt sich über die Konvention hinweg und bricht verkrustete Strukturen auf. Barrieren zwischen jüd. Rabbi u. samaritischen Frau (sozial, religiös, ethisch)

– Die Frau zeigt weitere Hindernisse auf: Tiefe des Brunnens, kein Schöpfgefäß…

– Jesus versucht, das entscheidende Hindernis zu überwinden: verschlossenes Herz

Der Weg zum Quellgrund:

Der durstige Jesus kommt an einem heißen Wüstentag zum Brunnen und erbittet von ihr Wasser zum Trinken – und spricht dann auf einer anderen Ebene vom „lebendigen Wasser“, das den Charakter der „Gabe Gottes“ hat. –

(Ein Wechsel in der Sprach- und Denkebene, wie er bei Johannes in den Dialogen immer wieder vorkommt.)

Jesu Bitte: „Gib mir zu trinken.“ hat unabsehbare Folgen:

Im Gespräch mit der Frau steigt Jesus mit ihr immer tiefer in den Brunnen ihres Lebens hinab. Die Frau erkennt immer klarer, wer Jesus ist:

  1. Erstaunen: Wie kannst du, als Jude, mich, eine Samariterin, um Wasser bitten?
  2. Interessiertes Nachfragen: „Herr, du hast kein Schöpfgefäß,… woher hast du also das lebendige Wasser?“
  3. Betroffenheit: „Bist du etwa größer als unser Vater Jakob…
  4. Sehnsucht: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen.
  5. Bekenntnis: „Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
  6. Ich weiß, dass der Messias kommt!“
  7. Jesu Offenbarung: „ICH BIN ES!“

 

Die neu aufsprudelnde Quelle des Lebens

– sie verkündet es den Bewohnern des Ortes
– sie erschließt somit für Jesus Zugang zu den Samaritanern
– mit dem Fazit: Bekenntnis der Samariter:
Er ist wirklich der Retter der Welt.“

Gib mir zu trinken!“ – Jesus überspringt mit dieser Bitte alle Konventionen seiner Zeit und tut, was dem Leben dient. Wo die Quelle des Lebens sprudelt, da hören die Trennungen auf. Da beginnt ein gemeinsames Leben, ein wechselseitiges Geben und Nehmen, das aus der Quelle des Lebens fließt.

„Gib mir zu trinken!“ – So unscheinbar kann eine Begegnung beginnen und ins sprudelnde Leben führen.

 


Die Liturgischen Texte zum 3. Fastensonntag A

Eröffnungsvers (Psalm 25,15-16)
„Meine Augen schauen stets auf den HERRN;
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig;
denn ich bin einsam und gebeugt.“

1. Lesung: Ex 17,3-7
Gib uns Wasser zu trinken

Antwortpsalm (Ps 95,1-2.6-7c.7d-9)

2. Lesung: Röm 5,1-2.5-8
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist

–>Röm 5,1-5: Übersetzung G. M. Ehlert;  Gottes-Liebe-ausgegossen

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Joh 4,42.15)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! –
Herr, du bist der Retter der Welt.
Gib mir lebendiges Wasser, damit mich nie mehr dürstet.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Joh 4,5-42
Das Wasser, das ich gebe, wird zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt

–> Joh 4,5-42 Gespräch Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen
+ „Begegnung am Jakobsbrunnen“ (Power-Point-Präsentation)

 

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 3. Fastensonntag A

 

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (5. März 2017)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (12. März 2017)
3. Fastensonntag: Oculi – (19. März 2017)
4. Fastensonntag: Laetare – (26. März 2017)
5. Fastensonntag: Iudica – (2. April 2017)
Palmsonntag: Palmarum – (9. April 2017)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch: 1. Fastensonntag A (Mt 4,1-11): Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag A (Mt 17,1-9): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag A (Joh 4,5-42): Lebensquelle
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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3. Fastensonntag


zum 3. Fastensonntag („Oculi“) im Lesejahr C = 28. Februar 2016

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos. Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

1. Lesung: Ex 3,2-8a.13-15: Berufung des Mose am brennenden Dornbusch – die Offenbarung des Namens Gottes „Ich-bin-da“ –> zum Gottesnamen JHWH

2. Lesung: 1 Kor 10,1-6.10-12: Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Evangelium Lk 13,1-9: Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

 

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde,
heute wird getan oder auch vertan,
worauf es ankommt, wenn ER kommt!“

Lukasevangelium: 12,54 – 13,9:

von der Gnadenfrist, die uns geschenkt wird,
um das zu tun, worauf es ankommt

Er (= Jesus) sagte aber auch zu den Volksmengen:

Jedes Mal wenn ihr
aufsteigend erkennt die Wolke aus dem Untergang
(= Westen),

sprecht ihr, dass der Regenguss kommen wird (und die Leute können sich rechtzeitig darauf vorbereiten) – und es ereignet sich genauso.

und jedes Mal, wenn der Südwind bläst, sprecht ihr, dass die Hitze kommen wird (und die Leute können sich rechtzeitig darauf vorbereiten)– und es ereignet sich genauso.

(Ihr) Scheinheilige
das Aussehen der Erde und des Himmels erkennt ihr zu prüfen,
(worauf es dabei ankommt)

die rechte Zeit (= kairos) aber
(wie kommt es)
, dass ihr diese nicht erkennt
(auf das Erforderliche hin)
zu prüfen?

Was (ist es) aber auch, (dass ihr) bei euch selbst
nicht unterscheidet das Rechte?

Wie (= solange) nämlich du
weggehst mit deinem
(Prozess)Gegner zum Oberen (wörtl. = Anfänglichen) auf dem Weg (noch) gib Erwirktes (= verdientes Geld) um losgemacht zu werden von ihm,
damit er dich nicht hinschleppe zu dem Unterscheider
(= Richter), und der Unterscheider dich dem Vollstrecker übergeben wird
und der Vollstrecker dich in Gewahrsam werfen wird.

Ich sage dir, nicht – gar nicht – kommst du von dort heraus, bis du auch das letzte Läpton (= kleinste Münze) herausgegeben hast.


Es waren anwesend
aber einige zu derselben rechten Zeit
(Kairos), verkündend ihm über die Galiläer, deren Blut Pilatus vermischte mit dem ihrer Opfer(tiere). (Hatten sie etwa nicht erkannt, worauf es an-kam?)

Und antwortend sprach er zu ihnen:
Meint ihr, dass die Galiläer – neben all den
(anderen) Galiläern –
Sünder geworden waren, da sie dies erlitten haben?

Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

Oder jene, die achtzehn, auf die der Turm bei dem Siloch(teich) fiel und sie umbrachte,
meint ihr, dass sie Schuldige geworden waren neben all den
(anderen) Menschen, die in Jerusalem wohnen?

Nein, ich sage euch vielmehr: wenn ihr nicht mitdenkt (= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

Er sagte aber die (folgende) Parabel:

Einen Feigenbaum hatte irgendeiner
– der gepflanzt worden war in dem Weinberg von ihm –

und er war gekommen suchend Frucht an ihm
und nicht fand er sie.

Und er hatte gesprochen zu dem Weinbergwirker (= Winzer)
drei Jahre seitdem ich komme
Frucht suchend an diesem Feigenbaum
und finde sie nicht;

hau ihn heraus;
wozu auch soll er die Erde aussaugen?

Der aber antwortend sagt zu ihm:
Herr,
erlass ihn auch dieses (folgende) Jahr,
bis dass ich umgegraben habe um ihn herum
und Mist geworfen,

und wenn gemacht haben wird Frucht in der Zukunft…

anderenfalls wirst du ihn heraushauen.

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

zum Seitenanfang

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert