Schlagwort-Archive: 25. Dezember

Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.

(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus

Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).

(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –

Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.

Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.

(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.

Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.

Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.

Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  
    (siehe auch: Beschneidung-Jesu)
  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das

    Hochfest der Gottesmutter Maria.

    (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.

    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2019 gibt es zum 52.sten Mal diese Friedensbotschaft.

Im Jahr 2019 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Gute Politik steht im Dienste des Friedens“

(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2019:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrnhuter Brüdergemeine vor vielen Jahren entstanden: das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen, der jeweils ausgelost wird.

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Psalm 35,14 entnommen und lautet:

„Suche FRIEDEN und jage ihm nach!“

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„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 35,14) = Jahreslosung 2019, (c) G. M. Ehlert


Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)

Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2,1-11).

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„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“
(im Jahr 2019 = 13. Januar)

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.

Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.

Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen, haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn 
(auch Mariä Lichtmess genannt)

am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn 
(auch Mariä Verkündigung genannt)

am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.

Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild = Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 30. Dezember 2018

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Geburt Christi

Weihnachten – 25. Dezember

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Advent (= 24. Dezember 2017)

–> zu den Liturgischen Texten zum Weihnachtsfest

Gloria in excelsis Deo…

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„Gloria in excelsis Deo…“ – Grafik zum Weihnachtsfest, (c) G. M. Ehlert 2016

… et in terra pax
hominibus bonae voluntatis

Die raue Wirklichkeit

– ein Baumstumpf…

– Zeichen für abgeholzte Wälder
– Ausbeutung der Natur

– eine Grenzmauer mit Stacheldraht…

– sie steht auch zwischen Jerusalem und Betlehem…
– Zeichen für Abgrenzung und Ausgrenzung

– ein Bombenabwurf

– Zeichen für Krieg und Terror
– weltweit Unfriede, Flucht, Not und Tod…

Zeichen der Hoffnung inmitten aller Hoffnungslosigkeit:

– ein Davidstern

– in seiner Mitte: das Jesuskind
– und bei ihm Maria und Josef
– Geschenk aus den Händen Gottes
– Monstranz der Liebe Gottes

– himmlisches Licht leuchtet in die Dunkelheit hinein

– eine „Lichtleiter zum Himmel“

Verwandlung kann geschehen:

– zwei Menschen treten in die Bildmitte
– bereit, einander die Hände zur Versöhnung zu reichen…
– Hier wird die Verheißung des Propheten Jesaja wahr:
„… dann wohnt der Wolf beim Lamm…“

(G. M. Ehlert)


Am Heiligen Abend: (24. Dezember)

Eröffnungsvers: (vgl. Ex 16,6-7)
„Heute sollt ihr es erfahren:
Der HERR kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.“

1. Lesung: Jes 62,1-5
Der Herr hat an dir seine Freude

2. Lesung: Apg 13,16-17.22-25
Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Evangelium: Mt 1,1-25
Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau

In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):

Eröffnungsvers: (Ps 2,7)
„Der HERR sprach zu mir:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“

1. Lesung: Jes 9,1-6
Ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens

2. Lesung: Tit 2,11-14
Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten

Evangelium: Lk 2,1-14
Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten

Am Morgen (Hirtenamt): (25. Dezember)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,1.5)
„Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der HERR.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

1. Lesung: Jes 62,11-12
Sieh her, jetzt kommt deine Rettung

2. Lesung: Tit 3,4-7
Gott hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Evangelium: Lk 2,15-20
Die Hirten an der Krippe

Am Tag (Hochamt): (25. Dezember)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,5)
„Ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.“

1. Lesung: Jes 52,7-10
Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

2. Lesung: Hebr 1,1-6
Gott hat zu uns gesprochen durch den Sohn

Evangelium: Joh 1,1-18 (Wortgetreue Übersetzung)
Meditation zum Johannesprolog

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):

siehe: „den Himmel offen sehen


Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild
Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Weih-nacht


Evangelientexte zum Weihnachtsfest:

Am Heiligen Abend:
Mt 1,1-25 (Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau)
In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):
Lk 2,1-14 (Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten)
Am Morgen (Hirtenamt):
Lk 2,15-20 (Die Hirten an der Krippe)
Am Tag (Hochamt):
Joh 1,1-18 (Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

“Wo ist der neugeborene König der Juden?” (Mt 2,2) –
so fragten die Sterndeuter aus dem Osten als sie nach Jerusalem kamen.
Dies ist die erste Frage im Neuen Testament.

Die erste Frage im Alten Testament
ist eine Frage Gottes nach dem Menschen – nachdem er gesündigt hatte:
“Adam, wo bist du?” (Gen 3,9)

Gott sucht den Menschen (um ihn zu retten)
und der Mensch sucht Gott – und kann ihn finden im menschgewordenen Gottessohn, dem “König der Juden”!

Dieser Titel “König der Juden” taucht im Neuen Testament auf
– bei seiner Geburt
– im Zusammenhang mit seiner Kreuzigung
– und im Blick auf seine Wiederkunft.

So gehören im Blick auf Jesus, den Christus
Krippe + Kreuz + Krone zusammen.

Weihnachtsbild 2014

Krippe + Kreuz + Krone
(c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

 

Krippe + Kreuz + Krone 

An Weihnachten, als Christus geboren wurde,
da mischte sich Trauer in den Lobgesang der Engel.
E
ngel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Weg nach Golgota voraus.
Sie sahen schon den Leidensweg.
Sie sahen schon das Kreuz.
Sie sahen schon Christus das Kreuz tragen
und Christus am Kreuz qualvoll sterben.

Am Karfreitag aber, als Christus starb,
da mischte sich Jubel in die Trauer der Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung.
Sie sahen schon Christus, über den der Tod keine Macht hat.
Sie sahen schon Christus als Sieger über den Tod.
Sie sahen schon Christus aus dem Grab steigen
und zur Herrlichkeit des Vaters vorausgehen. 

Seit Pfingsten jedoch freuen und hoffen,
trauern und ängstigen sich die Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sehen schon den Weg des Volkes Gottes,
sie sehen schon all die Irrwege und Umwege,
sie sehen schon die Abgründe dieser Welt.
Sie sehen aber auch schon die Herrlichkeit ewigen Lebens,
wenn Christus wiederkommt, uns heimzuholen in sein Reich. 

„Krippe + Kreuz + Krone“, © G. M. Ehlert, 17.12.2011

zum Weihnachtsfest siehe auch:

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort“ (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?“

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):
siehe: „den Himmel offen sehen

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Weihnachten

„Gott ist gekommen.
Er ist da.
Und darum ist alles anders, als wir meinen.
Die Zeit ist aus dem ewigen Weiterfließen verwandelt
in ein Geschehen, das mit lautloser, eindeutiger Zielstrebigkeit
auf ein ganz bestimmtes Ende hinführt,
darin wir und die Welt
vor dem entschleierten Antlitz Gottes stehen werden.

Wenn wir sagen, es ist Weihnacht,
dann sagen wir:
Gott hat sein letztes,
sein tiefstes,
sein schönstes Wort
im fleischgewordenen Wort
in die Welt hineingesagt,
ein Wort,
das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann,
weil es Gottes endgültige Tat,
weil es Gott selbst in der Welt ist.

Und dieses Wort heißt:
ich liebe dich,
du Welt und du Mensch.“

(aus: Karl Rahner, SJ, Kleines Kirchenjahr, München 1954)

 
Gedanken zum Lied vom göttlichen Liebeswort: https://gmehlert.wordpress.com/2010/01/01/johannes-prolog/
 
zum 2. Weihnachtstag = Heiliger Stephanus