Schlagwort-Archive: 23. Sonntag

23. Sonntag C

23. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 8. September 2019

1. Lesung: (Weish 3,13-19) Gottes Heilspläne – übersteigen unser Verständnis
2. Lesung: (Phlm 9b-10.12-17)  Paulus wirbt um eine gute Tat
Evangelium: (Lk 14,25-33) Nachfolge Jesu – mit allen Konsequenzen

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Effata! – Öffne dich! (23.B)

„Effata! – Öffne dich!“

Sonntag, 9. September 2018

Liturgische Texte zum 23. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Ps 119,137.124)
HERR, du bist gerecht, und deine Entscheide sind richtig.
Handle an deinem Knecht nach deiner Huld.

Tagesgebet
Gütiger Gott,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 35,4-7a)
Die Ohren der Tauben öffnen sich, die Zunge des Stummen jauchzt auf

Antwortpsalm: Psalm 146,6-7.8-9b.9c-10
Lobe den HERRN, meine Seele!

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,1-5)
Hat Gott nicht die Armen auserwählt, um sie zu Erben des Königreichs zu machen?

Ruf vor dem Evangelium (Mt 6 4,23b)
Halleluja. Halleluja.
Jesus verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 7,31-37)
Er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen

* * *
Pfeil-oben zum Seitenanfang


EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Mk 7,31-37: Heilung eines Taubstummen

Und wiederum – hinausgehend aus dem Grenzgebiet von Tyros –
ging ER (= Jesus) durch Sidon hinein an das Meer (= See) von Galiläa
mitten durch das Grenzgebiet der Dekapolis (= Zehn-Städte).

Und sie bringen zu IHM
einen Stumpfen (= Tauben/ Gehörlosen) und nur Stammelnden
und rufen IHN herbei,
dass ER auflege auf ihn die Hand.

Und beiseitenehmend ihn von der
(Volks-)Menge
warf hinein/ streckte aus ER seine Finger in seine Ohren,
und spuckend heftete/ berührte er seine Zunge.
Und aufblickend in den Himmel
seufzte er,
und sagt zu ihm:
„Effatha!“ – das ist: Werde geöffnet!

Und sogleich ward aufgemacht
seine Ohren/ sein Gehör
und es ward losgelöst die Fessel seiner Zunge,
und er redete richtig.

Und er befahl ihnen/ schärfte ihnen ein,
dass sie es nicht einem sollten sagen;
wie groß = je mehr er es ihnen einschärfte,
desto
größer = mehr verkündeten sie (es).

Und über alle Maßen wurden sie aufgewühlt
sagend:
„Ideal/
gut hat er alles gemacht,
und/ auch die Stumpfen (= Tauben) macht er/ bringt er dazu zu hören
und die verstummten
(= Lallenden) zu sprechen.“

(Mk 7,31-35)

Pfeil-oben zum Seitenanfang


Bild zur Meditation:

Effata! – Werde geöffnet!

Grafik: Effata! - (c) G. M. Ehlert, 06.09.2009

Grafik: Effata! – (c) G. M. Ehlert, 06.09.2009

„Ideal hat ER alles gemacht;
er macht, dass die Tauben hören
und die Sprachlosen sprechen.
(Mk 7,37)

Pfeil-oben zum Seitenanfang


Impuls zum Evangelium

Effata – öffne dich!

Kommunikation: genau hinhören, um richtig reden zu können

Ich möchte in meiner Predigt darüber sprechen, was eine Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation ist: nämlich das genaue Hinhören!

Leitlinie ist für mich dazu ein Blick auf das heutige Evangelium von der Heilung eines Gehörlosen (frühere Bezeichnung: ‚Taubstummer‘) durch Jesus.

  • Taubstumm = ausgegrenzt aus der Gemeinschaft

Der Gehörlose ist stumm, weil er taub ist.

Ein gehörloser – und infolge dessen nur stammelnder – Mensch  war zur Zeit Jesu gesellschaftlich enorm isoliert. Alle technischen Hilfsmittel der Verständigung – wie sie heute existieren – fehlten. Er konnte sich seiner Umwelt gegenüber kaum ausdrücken und auch Worte etc. an ihn, erreichten ihn nicht. Zumal muss bedacht werden, dass damals ein gehörloser Mensch nicht schreiben und lesen konnte. Gehörlos sein war (und ist oft auch heute noch) eine Behinderung, die Menschen allein sein lässt, sehr isoliert und einsam macht. Ein gehörloser Mensch kann nichts hören und kann nicht mitreden und ist so aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Andererseits: ein Erlebnis im Sommer in der Jugendbildungsstätte auf der Jugendburg in Borken-Gemen, wo eine Gruppe hörgeschädigter Menschen war: Bei ihrer Verständigung mit Händen und Gesichtsmimik – bin ich taub und stumm.

  • sich verschließen… andere ausschließen

Es gibt Menschen, die haben gesunde Ohren – u. hören nicht; sie können reden – und bleiben doch stumm.

Wo verstummen Menschen in meiner Gegenwart, wo können sie mein Reden nicht mehr mit anhören können? oder:

Wo werden Menschen in unserer Gesellschaft mundtot gemacht? oder:

–> Was kann ich nicht mehr mit anhören?
Was macht mich stumm oder sprachlos?

Wer im persönlichen wie im politischen Bereich nicht mehr auf die Menschen und ihre Nöte hören kann oder will, wer nur seine eigene Macht im Auge hat, der kann schließlich nur noch unverständlich reden. Von ihm ist jedoch kein heilsames Wort zu erwarten.

  • Schritte auf dem Weg der Heilung

Im heutigen Evangelium gehen nun die messianischen Verheißungen in Erfüllung, nach denen die Tauben hören und die Stummen jubeln (vgl.: Jes 35,5f). Dies geschieht im heidnischen Gebiet der Dekapolis.

Wie kann auch heute geschehen, dass „die Tauben hören und die Stummen jubeln“?

– „Man bringt einen Taubstummen zu Jesus…“
= Auf die Not anderer aufmerksam (gemacht) werden…

– „Er nimmt ihn beiseite…“
= Sich nicht verschließen, sondern sich dem „Taubstummen“ ganz zuwenden

Menschen mit Schwerhörigkeit brauchen das Gefühl, von ihrer Umgebung verstanden zu werden. Sich Gehör verschaffen ist eine Sache, jemanden zu finden, der zuhört und Zeit zum Zuhören hat, ist in der gut hörenden Welt nicht unbedingt selbstverständlich.

Er legt ihm die Finger in die Ohren u. berührt die Zunge des Mannes mit Speichel
= Eine (Zeichen-)sprache finden, die ihn erreichen kann

Wenn die Verständnisbarriere überwunden ist, was nicht einzuschränken ist auf das akustische Hören, dann ist ein wichtiger Schritt getan auf dem Weg zur Integration von Menschen.

– „Er blickt zum Himmel auf…“
= den Menschen in Verbindung mit Gott bringen. (!)

– „Er seufzt…“
= Verständigung –> Verstehen –> Verständnis für den anderen und seine Not haben u. sie (im Gebet) zum Ausdruck bringen

– „Er sagt zu dem Taubstummen: Effata! – Öffne dich!“
= „Schlüsselworte“ finden, die helfen, eine neue Wirklichkeit „zu erschließen“

Verständigung, Verstehen, Verständnis für einander

Wer sich durch Jesu Wort öffnen lässt, der lebt auf.

Er wird ein heiler Mensch. Als solcher kann er seinerseits andere durch sein Wort und durch sein Tun öffnen.

Effata!“ – Öffne dich!

Welche „Schlüsselworte“ kennen wir, die uns eine neue Wirklichkeit geöffnet haben?

  • Das entscheidende Wort: Effata!

Oft fragen wir danach: Was hat ihn taub werden lassen, was verschlägt dem Menschen die Sprache?

Heilende Fragen gehen in eine andere Richtung:

Für welches Wort ist er hellhörig? Was löst seine Zunge?

  • wer hören kann, kann auch wieder richtig reden…

Kommunikation stärkt Gemeinschaftsfähigkeit

Nur wer richtig hört, kann auch richtig reden. Wer also richtig reden will, muss damit beginnen, richtig hinzuhören.

Dazu muss er ins Abseits – in die Stille gehen.

Dies gilt für alle Menschen, vor allem aber auch für die Verkündiger des Evangeliums. Christen sind vielfach beim Hören behindert und stumm in der Verkündigung.

Doch auch das folgende gilt:

Wer gut hinschaut und hinhört auf das leise Wirken Gottes in unserer Welt, der kann dann wie die Menschen damals laut bekennen:

„Er hat alles gut gemacht;
er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.“

* * *
Pfeil-oben zum Seitenanfang


Links:

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 8. Sept. 2018

Nachfolge Jesu – konsequent (23. C)

zum 23. Sonntag im Jahreskreis C

– (Sonntag, 4. September 2016)

Eröffnungsvers:
„HERR, du bist gerecht, und deine Entscheide sind richtig.
Handle an deinem Knecht nach deiner Huld.“
(Ps 119,137.124)

1. Lesung: Weish 9,13-19 –
„Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen?“

2. Lesung: Phlm 9b-10.12-17
„Nimm ihn auf, nicht mehr als Sklaven, sondern als geliebten Bruder“

Evangelium:  Lk 14,25-33 und eine Meditation (eine wortgetreue Übersetzung Lk 14,25-33)
„Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet“

Liturgische Texte – siehe auch Schott 23. Sonntag i.J. C


aus dem Evangelium Jesu Christi nach Lukas, Kapitel 14, Verse 25-33:

In jener Zeit
25als viele Menschen Jesus begleiteten,
wandte er sich an sie und sagte:

26Wenn jemand zu mir kommt
und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
ja sogar sein Leben gering achtet,
dann kann er nicht mein Jünger sein.

27Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt,
der kann nicht mein Jünger sein.

28Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?
29Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten
30und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.

31Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
32Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, so lange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.

33Darum kann keiner von euch mein Jünger sein,
wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Zum Seitenanfang


Meditation zum Sonntagsevangelium (Lk 14,25-33)

Nachfolge Christi

Nachfolge Christi – mit allen Konsequenzen; (c) G. M. Ehlert, zu Lk 14,25-33; 29.08.2016

Die Nachfolge Christi – Besonders preis-wert!

Besonders preiswert! –
Mein Interesse ist geweckt.
Lässt sich hier
ein Schnäppchen machen?!

Wie bei einem Schlussverkauf
drängen sich viele
zu diesem Sonderangebot
möglichst günstig etwas zu erwerben…

Doch im Blick auf die Nachfolge Christi
höre ich
ganz andere Worte
die klingen alles andere als billig
die fordern einen hohen Preis:
  • „Wenn jemand zu mir kommt
    und nicht Vater und Mutter,
    Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
    ja sogar sein Leben gering achtet,
    dann kann er nicht mein Jünger sein.“
  • „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt,
    der kann nicht mein Jünger sein.
  • „… es kann keiner von euch mein Jünger sein,
    wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“

Der Preis ist hoch!
Ist mir die Nachfolge Christi
so viel wert?!

(Georg Michael Ehlert)

.

Zum Seitenanfang

siehe zum Thema: Nachfolge Christi – mit allen Konsequenzen
–> „Drei evangelische Räte
–> „Das Vater-unser – konsequent leben in der Nachfolge Jesu

 

Pfeil-obenzur Startseite

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Effata – öffne dich

zum 23. Sonntag im Jahreskreis B   (06. September 2015)

1. Lesung: Jes 35,4-7a: Die Ohren der Tauben öffnen sich: die Zunge des Stummen jauchzt auf
2. Lesung: Jak 2,1-5: Hat Gott nicht die Armen auserwählt, um sie zu Erben des Königreichs zu machen?
Evangelium: Mk 7,31-37 : Heilung eines Taubstummen

Mk 7,31-37: Heilung eines Taubstummen

32 Und sie bringen IHM
einen Tauben und nur Stammelnden
und rufen ihn beiseite,
dass ER ihm die Hand auflege.
33 Nachdem ER ihn von den Leuten weg
abseits genommen hatte,
steckte ER die Finger in seine Ohren,
bespuckte sie und berührte seine Zunge.
34 Und aufblickend in den Himmel
seufzte er,
und sagt zu ihm:
            „Effata!“
das heißt: „Werde geöffnet!“
35 Und sogleich ward geöffnet sein Gehör
und gelöst die Fessel seiner Zunge,
und er redete richtig.

„Ideal hat ER alles gemacht;
er macht, dass die Tauben hören
und die Sprachlosen sprechen.“

(Mk 7,32-35.37b)

–> siehe: „Effata!“