Schlagwort-Archive: 21. Sonntag

21. Sonntag C

21. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 25. August 2019

1. Lesung: (Jes 66,18-21) Alle Völker werden von Gott zusammengerufen
2. Lesung: (Hebr 12,5-13 ) Über die rechte Erziehung
Evangelium: (Lk 12,22-30) Die Himmelstür ist offen, aber…

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Himmelsschlüssel (21.A)

21. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 27. August 2017

Eröffnungsvers (Ps 86,1-3 )
Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, HERR,
hilf deinem Knecht, der dir vertraut, sei mir gnädig, o HERR:
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.

Erste Lesung: Jes 22,19-23
Ich lege ihm (= dem neuen Tempelvorsteher) den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter

Antwortpsalm Ps 138,1-2b.2c-3.6.u.8

Zweite Lesung: Röm 11,33-36
Aus ihm (= Christus) und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung

Ruf vor dem Evangelium (Mt 16,18)
Halleluja. Halleluja.
Du bist Petrus – der Fels -,
und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen,
und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 16,13-20
Du bist Petrus, ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben 

Linktipp: Schott – 21. Sonntag im Jahreskreis A

Gedanken zum Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,13-20

Text (Mt 16,13-20) in einer Arbeits-Übersetzung von G. M. Ehlert:

Es kam aber (der) Jesus in die Gegend
Cäsarea Philippis
er fragte seine Jünger sagend:
„Was sagen die Menschen
wer der Menschensohn sei?“
Diese aber sprachen:
„Die einen – Johannes der Täufer;
andere – Elija;
weitere aber – Jeremia
oder sonst einer der Propheten.“
Sagt er zu ihnen:
„Ihr aber – was sagt ihr, wer ich sei?“
Es antwortete aber Simon Petrus
sprechend (zu ihm):
„Du bist der Christus (= der Messias = der Gesalbte)

der Sohn des Gottes, des Lebendigen.“
Es antwortete aber der Jesus sprechend zu ihm:
„Selig bist du, Simon, Sohn des Jona,
denn nicht Fleisch und Blut hat dir das enthüllt,
sondern mein Vater – der in den Himmeln.“
Und ich aber – dir sage ich:
„Du bist Petrus (= der Fels)

und auf diesen Felsen will ich erbauen
meine Kirche (= Versammlung der Herausgerufenen).
Und die Tore des Hades (= Unterwelt)
werden sie nicht überwältigen.
Ich werde geben dir
die Schlüssel zum Königtum der Himmel,
und was immer auch du bindest auf Erden –
gebunden wird es sein in den Himmeln.
Und was immer auch du lösest auf Erden –
gelöst wird es sein in den Himmeln.“
Darauf herrschte er die Jünger an:
Niemandem sollten sie sagen,
dass er (= Jesus) der Christus sei.

Gedanken zum Evangelium:

Die Schlüsselfrage: Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

Eine Schlüsselfrage: wer bekommt einen eigenen Haustürschlüssel?

  • Einen Zugang zum Evangelium erschließen

– Eine Schlüsselszene im Matthäusevangelium ist dieser Abschnitt (Mt 16,13-20), der so etwas wie einen Wendepunkt im Evangelium bildet – von nun an geht Jesus gezielt nach Jerusalem = dem Ort, wo er sterben und auferstehen wird.

– Die Schlüsselfrage:
Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

– 3 Schlüsselworte:
Christus – Petrus – Schlüssel des Himmelreiches –
geben Aufschluss

  • Das 1. Schlüsselwort: Christus = der Gesalbte – der Messias

Das Bekenntnis des Petrus:
„Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“
= der ersehnte Befreier / Retter / Erlöser Israels
jedoch nicht als politischer Befreier u. strahlender Held
sondern als leidender Gottesknecht. (Doch das erkennt Petrus noch nicht)

  • Das 2. Schlüsselwort: Petrus = der Fels – Fundament der Kirche

Das Bekenntnis Jesu über Petrus:
„Du bist Petrus = der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen…“
= Festigkeit, beständiges Fundament – Charakteristik Gottes
Fels in Jerusalem = Ort des Tempels,
Abraham als Fels der Welt
Petrus jedoch ist alles andere als standhaft und zuverlässig,
er wird geschildert als leidenschaftlicher und wankelmütiger Mensch.

  • Das 3. Schlüsselwort: Die Schlüssel des Himmelreiches

Die Vollmacht und der Auftrag Jesu an Petrus:
„Ich werde dir die Schüssel des Himmelreiches geben.
Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein.
Was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

vgl. Jes 22,19-23 Schlüsselübergabe an den neuen Palastvorsteher

aufschließen – einen Zugang eröffnen – in Verbindung bringen mit dem Himmelreich Gottes – „binden“ an den Bund Gottes mit uns Menschen.

= Schlüssel der WahrheitSchlüssel-Wahrheit

verschließen – abschließen – von dem Bereich der Bedrohung/des Bösen trennen – „lösen“ von Verstrickungen in Schuld und Sünde.

= Schlüssel der LiebeSchlüssel-Liebe

  • Zum Abschluss: Ein Schlüsselsatz:

Die Schlüsselfrage lautet:
„Wer Jesus für mich ist? – Einer der für mich ist!
Was ich von Jesus halte? – Dass er mich hält!“ (Lothar Zenetti)

Aus einem aufrichtigen Bekenntnis zu Jesus kann dann ein glaubwürdiges Bekenntnis Jesu vor den Menschen folgen, wenn auch wir mit den Schlüsseln der Wahrheit und der Liebe anderen Menschen einen Zugang zu Jesus Christus und seinem Reich der Liebe erschließen.

vgl. auch: „Sich zu Christus bekennen“ und
Du König auf dem Kreuzesthron

siehe auch: „Jesus und Petrus

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Himmelstür (21. C)

Gedanken zu den biblischen Texten des 21. Sonntages im Jahreskreis C:
(= 21. August 2016):

Eröffnungsvers:
„Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, HERR,
hilf deinem Knecht, der dir vertraut, sei mir gnädig, o HERR.
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.“
(Ps 86,1-3)

1 Lesung: Jes 66,18-21
„Sie werden aus allen Völkern eure Brüder herbeiholen“

2. Lesung: Hebr 12,5-7.11-13
„Wen der Herr liebt, den züchtigt er“
–> Gedanken zu dieser Lesung

Evangelium: Lk 13,22-30
„Man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen
und im Reich Gottes zu Tisch sitzen“
–> Gedanken zum Evangelium

Liturgische Texte – siehe: Schott 21. Sonntag im Jahreskreis C


*Gedanken zu Hebr 12,5-7.11-13

Die Übersetzung dieses Abschnittes aus dem Hebräerbrief – so wie sie in den Eucharistiefeier am Sonntag verkündet wird (= Einheitsübersetzung 1980) ist meines Erachtens sehr unglücklich, ja sie wird sogar zur Rechtfertigung von körperlicher Gewalt als Erziehungsmittel herangezogen.

Es kommt darauf an, wie man einige Worte aus dem griechischen Original in die heutige deutsche Sprache übersetzt: wo man früher „Zuchtmeister“ sagte (mit entsprechenden Erziehungsmethoden) da muss es heute „Erzieher“ heißen.

Zunächst der Text in der liturgisch benutzten Einheitsübersetzung:

Lesung aus dem Hebräerbrief

Brüder!

5Ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht* des Herrn, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.

6Denn wen der Herr liebt, den züchtigt* er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.

7Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt* werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?

11Jede Züchtigung* scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.

12Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest,

13und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.


(* im Griechischen steht „paideias“ – vgl. „Pädagogik“ = Erziehung)

Nun der Text – ergänzt um ausgelassene Verse – in einer möglichst wortgetreuen eigenen Übersetzung:

(Hebr 12, 4-14):

4 Noch habt ihr nicht bis aufs Blut der Sünde widerstanden und dagegen gekämpft,

5 und vergessen worden ist von euch das Beistehen/ die Ermutigung/ der Trost/ der Zuspruch dessen, welcher euch wie Söhne/ Nachkommen ins Gespräch nimmt:

Mein Sohn, nicht schätze gering die Erziehung/ Pädagogik/ Zurechtweisung/ Zucht des HERRN
auch werde nicht kraftlos/ mutlos, (wenn du) von ihm ans Licht gebracht/ zurechtgewiesen wirst.
6 Denn: Wen der HERR liebt, den erzieht er,
er züchtigt/ peitscht/ straft aber jeden Sohn/ Nachkommen, den er (an seine Seite) empfängt/ annimmt/ aufnimmt. ((= auf seine göttlich-liebende Weise, nämlich so wie ein Vater seinen Sohn, den er liebt))
(Spr. 3,11-12)

7 Zu eurer Erziehung bleibt darunter/ harrt aus:
wie Söhne behandelt euch der Gott.
Wo (ist) denn ein Sohn, den der Vater nicht erzieht?

8 Wenn ihr aber abseits/ getrennt sein würdet der Erziehung – an der alles Entstandene/ Geborene seinen Teil mitbekommen hat – dann wäret ihr ja Bastarde und nicht Söhne.

9 Sodann: In unseren Vätern dem Fleisch nach hatten wir Erzieher, und wir hatten Scheu/ Respekt vor ihnen.
Werden wir da nicht viel lieber dem gehorsam sein, dem Vater der Geister – und wir werden leben?

10 Denn: Jene erzogen uns nur wenige Tage entsprechend ihrem Gutdünken/ so wie sie es für gut hielten;
der (=Gott) aber auf das förderlich seiende hin tut es,
damit wir Anteil erhalten an seiner Heiligkeit.

11 Alle Erziehung sieht zwar für den Augenblick aus, dass sie nicht gut dünkt Freude zu bringen sondern Kummer;
später/ zuletzt aber schenkt sie denen, die durch sie geübt sind, als friedenspendende Frucht: Gerechtigkeit/ Rechtschaffenheit.

12 Darum: die herabgesunkenen Arme und die erschlafften Knie richtet wieder auf,

13 und zieht gerade Bahnen für eure Füße, dass das Lahme nicht noch verrenkt, sondern vielmehr geheilt werde.

14 (Dem) Frieden jagt nach, mit allen, und der Heiligung, ohne die keiner den HERRN schauen wird.

In der Erziehung – „niemals Gewalt“
Dazu ein Auszug aus der Rede von Astrid Lindgren zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1978:

„… Jenen aber, die jetzt nach strafferer Zucht und härteren Regeln rufen, möchte ich das erzählen, was mir einmal eine alte Dame berichtet hat:

Sie war eine junge Mutter zu der Zeit, als man noch an diesen Bibelspruch glaubte, dieses „Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben“. Im Grunde ihres Herzens glaubte sie wohl gar nicht daran, aber eines Tages hatte ihr kleiner Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte, die erste in seinem Leben. Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen, den er ihr dann bringen sollte.

Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er weinend zurück und sagte: „Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein, den kannst du ja nach mir werfen“.

Da aber fing auch die Mutter an zu weinen, denn plötzlich sah sie alles mit den Augen des Kindes. Das Kind musste gedacht haben, „meine Mutter will mir wirklich weh tun, und das kann sie ja auch mit einem Stein“. Sie nahm ihren kleinen Sohn in die Arme, und sie weinten eine Weile gemeinsam. Dann legte sie den Stein auf ein Bord in der Küche, und dort blieb er liegen als ständige Mahnung an das Versprechen, das sie sich in dieser Stunde selber gegeben hatte: Niemals Gewalt!“

(aus: Astrid Lindgren „Gewaltfreie Erziehung„)


Lukasevangelium, Kapitel 13, Verse 22-30:  (wortgetreue Übersetzung)

13,22 Und er zog hindurch durch Städte und Dörfer
lehrend und reisend nach Jerusalem.

23 Es sprach aber (irgend-)einer zu ihm:
„HERR, ob es (wohl) wenige (sind) der Errettet-werdenden?“

Der aber sprach zu ihnen:

24 „Bemüht euch/ kämpft im Wettkampf
hineinzukommen durch die enge Tür
denn:
viele – ich sage euch – werden (sich zu verschaffen) suchen hineinzukommen,
und sie werden (dazu) nicht fähig sein/ es nicht vermögen.

25 Von da an (wenn) aufgeweckt/ aufgerichtet sei der Hausherr(scher)
und aufgeschlossen habe die Tür
und ihr solltet (dann) anfangen
euch hingestellt zu haben und anklopft an die Tür
sagend: ‚HERR, öffne uns!‘

Und antwortend wird er sagen zu euch:
’nicht habe ich wahrgenommen euch – woher ihr seid/ woher seid ihr?‘

26 Dann werden ihr beginnen zu sagen:
Wir haben (doch) gegessen – deiner gegenwärtig
und getrunken
und in den Straßen von uns hast du gelehrt.‘

27 Und er wird reden sagend zu euch:
nicht habe ich euch wahrgenommen woher ihr seid;
entfernt euch von mir!
ein jeder, der Unrecht tut/ der Übeltäter.‘

28 Dort/ da wird sein das Jammern
und das Knirschen der Zähne
dann/ wenn ihr erblicken solltet
Abraham und Isaak und Jakob
und alle (möglichen) der Propheten
in der Königsherrschaft des Gottes
ihr aber herausgeworfen seiend –
draußen.

29 Und es werden da sein
vom (Sonnen-)Aufgang (= Osten)
und (Sonnen-)Untergang (= Westen)
und vom Nord(wind) (= Norden)
und Süd(wind) (= Süden)
und sie werden (veranlasst) sich niederzulegen
in der Königsherrschaft des Gottes.

30 Und siehe!
es sind Letzte/ Geringste
welche sein werden Erste/ Vorderste
und es sind Erste/ Vorderste
die sein werden Letzte/ Geringste.“

 

Himmelstür-3a

„Die Himmelspforte“ – Grafik zu Lk 13,22-30; (c) G. M. Ehlert, 15.08.2016

Das Tor zum ewigen Leben

Jesus Christus hat uns ein für alle Mal
das Tor zum Leben geöffnet.

Das Tor zum Leben steht offen für alle.
Doch dieses Tor, das zum Leben führt, ist eng.

Mit all unserer Aufgeblasenheit,
mit all unserer Wichtigtuerei,
mit all dem, was wir an Gepäck mit uns
herumschleppen,
kommen wir nicht hindurch.

Wir kommen dann hindurch,
wenn wir uns nach Kräften darum bemühen,
wenn wir unseren Ballast hinter uns lassen,
wenn wir unsere Rüstung, hinter der wir uns verbergen, abwerfen,
wenn wir unsere Ängstlichkeit, die uns im Nacken sitzt, ablegen,
wenn wir bereit sind, auch Liebgewordenes
loszulassen,
wenn wir es lernen, miteinander zu teilen,
wenn wir unser Bestes tun…

Dann wird es uns ein Leichtes sein,
durch das enge Tor hindurch zu gehen
ins Leben hinein. 

Dann gehören auch wir zu denen,
die von Osten und Westen
und von Norden und Süden kommen
und im Reich Gottes zu Tisch sitzen werden. 

(Georg Michael Ehlert)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Gottes Handeln nachahmen

zum 21. Sonntag im Jahreskreis B:

zur 2. Lesung: Epheser 5,21-32:

Sich unter den Schutzschirm der Liebe Gottes stellen

gut beschirmt – (c) G. M. Ehlert, 25.08.2012

„Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder, und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.“

Mit diesem Aufruf beginnt das 5. Kapitel des Epheserbriefes.
Nach Hinweisen auf verwerfliche Lebensweisen
heißt es (ab Vers 15):

15. Erblicket also/ nun gewissenhaft (akribisch)
wie ihr wandelt/ umhergeht
nicht wie unweise/ törichte, sondern wie weise

16. auskaufend die (rechte) Zeit
da die Tage böse/ mühselig sind

17. durch dieses/ dadurch werdet nicht unvernünftig,
sondern seht ein, was das Gewollte des Herrn (ist).

18. und nicht werdet betrunken gemacht
(vom) Wein in dem Heillosigkeit ist,
sondern werdet vervollständigt im Geist:

  • 19.  lautend/ singend in/ unter euch in Psalmen und Hymnen und Liedern (des) Geistes/ geistlichen Liedern
    singend und psalmodierend aus eurem Herzen dem Herrn;
  • 20.  danksagend jederzeit über alles
    im Namen Jesu Christi
    dem Gott und Vater;
  • 21.  untergeordnet werdend*1 wechselseitig/ im Verhältnis zueinander
    in (der) (Ehr-)Furcht Christi:

*1 „untergeordnet werdend“,
d.h. in christlicher Weise einander „zugeordnet“
und dem gegenseitigen Schutz und gegenseitiger Liebe anvertraut
– unter den schützenden Schirm eines anderen gestellt werden

a) Im Verhältnis Frauen – Männer

22. Die (Ehe-)Frauen
den eigenen (Ehe-)Männern wie dem Herrn

23. denn der (Ehe-)Mann ist das Haupt*2 der (Ehe-)Frau
wie auch der Christus das Haupt der Kirche (wörtl. = der Herausgerufenen) (ist) –
er, der Retter des Leibes.

*2 „Haupt“ im Sinne von Schutzherr,
der die ihm anvertrauten Menschen nährt und beschützt.
– „Schirmherr“ – er hat die Aufgabe, andere zu beschirmen und zu versorgen.

24. Jedoch, wie die Kirche untergeordnet wird dem Christus,
so auch die (Ehe-)Frauen den (Ehe-)Männern in allem.

25. Die/ Ihr (Ehe-)Männer
liebt/ hochachtet*3 die (Ehe-)Frauen
ebenso wie auch der Christus geliebt/ hochgeachtet hat die Kirche
und sich selbst ausgeliefert hat für sie/ zu Gunsten von ihr

*3 agapaoo: = bezeichnet eine mehr überlegte Zuneigung,
welche davon herrührt, dass man in demjenigen, welchem man sie zuwendet,
etwas erblickt, was der Hochachtung wert ist
oder aber von dem Gefühl, dass solches gegenüber der Person,
die so hochgeachtet wird
als einem Wohltäter oder etwas der Art Pflicht sei.

26. auf dass er (für sich) selbst sie heilige
reinigend/ läuternd (durch) das Bad des Wassers in Rede/ Angelegenheit*

27. so dass bereitstellte er selbst für sich aufglänzend/ „eingeherrlicht“ die Kirche
nicht habend Schandflecken oder Runzeln/ Makel
oder etwas derartiges,
sondern auf dass sie heilig/ gottgemäß und untadelig sei.

28. Ebenso sind verpflichtet (auch) die (Ehe-)Männer,
zu lieben/ hochzuachten die eigenen (Ehe-)Frauen,
wie die eigenen Leiber,
der liebend/ hochachtend die eigene Frau – sich selbst liebt er.

29. Nicht einer nämlich hat jemals gehasst/ mit Hass verfolgt seinen eigenen Leib,
sondern er erzieht/ nährt und erwärmt/ pflegt ihn,*

* besonders wenn er krank oder verletzt ist,
wird dem Leib besondere Liebe geschenkt,
damit er wieder gesund wird

wie auch der [Herr] Christus die Kirche,

30. denn Glieder sind wir des Leibes von ihm
[aus dem Fleisch von ihm und aus seinem Gebein (Gen 2,23)]

31. Deshalb wird „zurücklassen der Mensch (den) Vater und (die) Mutter und sich treu anhaften/ treu ergeben sein in Bezug auf seine Frau
und es werden die beiden zu einem Fleisch.“ (Gen 2,24)

32. Das Geheimnis – dieses – groß ist es,
ich aber – ich sage das in Hinsicht auf Christus
und in Hinsicht auf die Kirche.

33. Jedoch auch ihr – jeweils der einzelne –
ein jeglicher liebe/ hochachte die (Ehe-)Frau von ihm wie sich selbst;
die (Ehe-)Frau aber – auf dass sie (ehr-)fürchte den (Ehe-) Mann.

b) Im Verhältnis Kind – Vater

6,1. Die/ ihr Kinder,
gehorcht den Eltern von euch [im Herrn]
dieses nämlich ist gerecht

2. „Wertschätze den Vater dein und die Mutter“
– welches ist das erste/ vordere Gebot/ Innenziel
mit einer Verheißung –

3. „so dass gut dir sein werde
und du werdest lange leben auf der Erde“ (Dtn 5,16)

4. Und die/ ihr Väter
nicht erzürnt die Kinder von euch
sondern unterweist/ ernährt sie
in Erziehung/ Züchtigung und Ermahnung (des) Herrn

c) Im Verhältnis Sklaven – Herren

5. Die/ ihr Sklaven
gehorcht den – gemäß dem Fleisch (= den irdischen) Herren
unter Furcht und Zittern

in der Einfalt eures Herzens
wie dem Christus

6. nicht gemäß Augendienerei (= nur wenn es die Herren sehen) wie Menschengefällige,
sondern als Sklaven Christi,

7. mit Wohlwollen/ Willigkeit Sklavendienst tuend
wie dem Herrn und nicht (den) Menschen.

8. Gesehen habend, dass jeder einzelne
wenn/ falls/ sooft jemand machte Gutes
dieses herbeibringen/ wiedererlangen wird vom Herrn
ob Sklave oder Ungebundener/ Freier.

9. Und die/ ihr Herren
das selbige tuet zu ihnen hin
loslassend die Drohung
gesehen habend, dass auch (von) ihnen selber und (von) euch
der Herr ist in (den) Himmeln
und Zuaugnahme/ = Parteilichkeit nicht ist bei ihm.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Jesu Brot – unser Leben


Die Speisung der 5000 Männer – und die große Brotrede Jesu in der Synagoge in Kafarnaum stehen im Zentrum vom 17. – 21. Sonntag im Jahreskreis B:

  • Mk 6,30-34 = (16. S.i.J. B) = 19.07.2015 Die Rückkehr der Apostel – Ruhezeit
  • Joh 6,1-15 (17. S.i.J. B) = 26.07.2015
    Die wunderbare Speisung einer Volksmenge am See von Tiberias
  • Joh 6,24-33 (18. S.i.J. B) = 02.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum I
  • Joh 6,41-51 (19. S.i.J. B) = 09.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum II
  • Joh 6,51-58 (20. S.i.J. B) = 16.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum III
  • Joh 6,60-69 (21. S.i.J. B) = 23.08.2015
    Spaltung unter den Jüngern aufgrund der Rede Jesu über das Himmelsbrot

Der Text: Joh 06,1-71 (Übersetzung G. M. Ehlert)

Joh 6,1-71 Aufbau: „Prolog“ – „Dialog“ – „Epilog“

Bild-Meditation über Jesu Vermächtnis

Das Brot des Lebens

Das Brot des Lebens – (c) G. M. Ehlert

(Un-)Erhörtes Gebet

Du gehst zu Gott mit deiner Not
und bittest ihn ums tägliche Brot.

Gott schaut auf dich in deiner Not
er hört dich an
und gibt dir gleich dreifach das notwendende Brot:
das Brot des Ackers für deinen Leib
das Brot des Wortes für deinen Geist
das Brot des Lebens für dein seelisches Heil.

Gott kommt nun zu dir mit seiner Not
auch andere brauchen das tägliche Brot:
das Brot des Ackerns für den Hunger im Leib
das Brot des Wortes für die Suche im Geist
das Brot des Lebens für ihr seelisches Heil.

Schaust du auf Gott in seiner Not?
Hörst du ihn an?
Teilst auch du mit andern dein tägliches Brot?

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

(Georg Michael Ehlert, 26.10.04)