Archiv des Autors: Georg Michael Ehlert

Novene vor Pfingsten

 

 

Pfingstnovene

Am Pfingstfest sandte der auferstandene und in den Himmel Gottes aufgefahrene Herr Jesus Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist.

Dieser Geist formte die Gemeinde Jesu zu seiner Kirche,
begleitete die Kirche durch die Zeit
und ließ sie zu einer weltweiten großen Gemeinschaft wachsen.

Dieser Geist Gottes stärkt auch heute unseren Glauben,
belebt unsere Hoffnung,
vertieft unsere Liebe,
als einzelne, vor allem aber als Gemeinschaft, als Kirche.

Die Jüngerinnen und Jünger Jesu hatten sich auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet:
gemeinsam – im Gebet – im Abendmahlssaal in Jerusalem.

Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten haben sie
neun Tage lang
um den Geist gebetet
– die erste Pfingstnovene –
das Neun-Tage-Gebet. (vgl. Apg 1,13-14)

Gleichbleibender Teil der Pfingstnovene:

Eröffnung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist

wie im Anfang
so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja!


Gebet:
Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Heiligen Augustinus zugeschrieben)


wechselnder Teil:

an Christi Himmelfahrt:
Komm herab, o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

am Freitag (1.Tag):
Komm, der alle Armen liebt, komm der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

am Samstag (2.Tag):
Höchster Tröster in der Zeit, Gast der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.

am Sonntag (3.Tag):
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

am Montag (4.Tag):
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.

am Dienstag (5.Tag):
Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

am Mittwoch (6.Tag):
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du wo Krankheit quält.

am Donnerstag (7.Tag):
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.

am Freitag (8.Tag):
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.

am Samstag (9.Tag):
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

am Pfingstfest:
Amen. Halleluja

Gebet:
Komm heiliger Geist, heilige uns.
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht nach Wahrheit,
nach dem rechten Weg und nach dem vollen Leben.
Entzünde in uns dein Feuer,
dass wir selber davon zum Licht werden,
das leuchtet und wärmt und tröstet.
Lass unsere schwerfälligen Zungen Worte finden,
die von deiner Liebe und Schönheit sprechen.
Schaffe uns neu,

dass wir Menschen der Liebe werden,
deine Heiligen, sichtbare Worte Gottes.
Dann werden wir das Antlitz der Erde erneuern
und alles wird neu geschaffen.

Komm, heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns. Amen.

(aus der Ostkirche)


Vater unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Segenswort:
Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe.

Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben.
Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft.

Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott:
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. Amen.

* * *

–> Weitere Gebete zum Heiligen Geist

Gedanken am Fest Christi Himmelfahrt:

Komm herab, o Heil’ger Geist
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

I

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wolke und Licht

Sichtbare Zeichen für Erscheinungen des unsichtbaren Gottes

Am Anfang der Schöpfung schwebte Gottes Geist über den Wassern.
Er brütete die gute Schöpfung Gottes aus. Als erstes strahlte sein Licht und es zerriss die finstre Nacht. Am Anfang der Neuen Schöpfung empfing Maria Gottes Sohn durch das Wirken des Heiligen Geistes. Er überschattete sie mit der Kraft Gottes und sie brachte Jesus Christus, das menschgewordene Wort Gottes zur Welt. Der Heilige Geist vermag auch heute in das „Tohu-wa-bohu“ unseres Lebens Licht hinein zu strahlen, so dass durch uns etwas Neues zur Welt kommen kann. Komm, heiliger Geist!

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Pfingstnovene (1. Tag):

Gedanken am Freitag nach Christi Himmelfahrt:

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

II

Symbol des Hl. Geistes:

  • Finger an der Hand Gottes
    Zeichen für das kraftvolle Handeln Gottes

Durch den „Finger Gottes“ – d.h. in der Kraft des Geistes treibt Jesus die Dämonen aus (Lk 11,20).
Während des Gesetz Gottes vom „Finger Gottes“ auf steinerne Tafeln geschrieben wurde (Ex 31,18), sind wir – der „Brief Christi“ (2 Kor 3,3) – geschrieben mit dem Finger Gottes in Herzen von Fleisch. Christus eröffnet seine Verkündigung der Frohbotschaft damit, dass er folgendes Wort des Propheten Jesaja mit seinem Kommen erfüllt sieht:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir;

denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen Frohbotschaft bringe;
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Blinden das Augenlicht;
damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ (Lk 4,18-19)

Auch wir dürfen dieses Gotteswort auf uns übertragen.
Dort, wo wir leben, können wir „ein Fingerzeig“ Gottes für die Menschen sein.

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Pfingstnovene (2. Tag):

Gedanken am Samstag nach Christi Himmelfahrt:

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

III

Symbol des Hl. Geistes:

  • Taube

Symbol des Friedens

Am Ende der Sintflut kehrte die Taube, die von Noah aus der Arche herausgelassen worden war, mit einem frischen Ölzweig im Schnabel zurück als Zeichen dafür, dass die Erde wieder fruchtbar und somit bewohnbar war. Sie kündigt den Frieden an, den Gott mit der Menschheit in einem feierlichen Bund schließt.Als Christus aus dem Wasser seiner Taufe steigt, lässt sich der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn nieder und bleibt auf ihm.

Seit alters her gilt die (weiße) Taube auch als ein Friedenssymbol.

Dieser Geist des Friedens komme auch auf uns herab und bleibe allezeit bei uns.

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Pfingstnovene (3. Tag):

Gedanken am 7. Sonntag der Osterzeit

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

IV

Symbol des Hl. Geistes:

  • Hand(auflegung)
  • Darreichung
  • göttl. Macht

Durch die Hand = Macht Gottes ergriffen zu sein, bedeutet Empfang des Geistes Gottes.
Jesus heilt Kranke und segnet Kinder, indem er ihnen die Hände auflegt.

Durch Handauflegung geschieht auch heute Verwandlung der Gaben von Brot und Wein durch Gottes Geist in Leib und Blut Christi – für uns gegeben.
Handauflegung vermittelt auch heute Segen, Beruhigung und Trost.

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Pfingstnovene (4. Tag):

Montag vor Pfingsten:

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

V

Symbol des Hl. Geistes:

  • Feuer

verwandelnde Kraft der Liebe Gottes

Das Feuer symbolisiert die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes.
Gott selbst verwandelt das Herz der Menschen, das steinhart geworden ist, in ein Herz, das sich erwärmt für andere. (vgl Ez 36,26-28: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch…).
Johannes der Täufer kündet an, dass Jesus „mit dem Heiligen Geist und mit Feuer“ tauft (Lk 3,16).

Jesus selbst sagt von sich: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)
In „Zungen wie von Feuer“ (Apg 2,3) kommt der Heilige Geist am Pfingstmorgen auf die Jünger herab und verwandelt sie zu furchtlosen Zeugen der Botschaft Christi.

Auch wir können „Feuer und Flamme“ sein für das Evangelium und andere mit der Botschaft vom Heil „anstecken“.

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Pfingstnovene (5. Tag):

Dienstag vor Pfingsten:

Ohne dein lebendig Weh’n
kann im Menschen nichts besteh’n
kann nichts heil sein noch gesund.

VI

Symbol des Hl. Geistes:

  • Atem

belebend

Der Mensch kommt zum Leben, indem Gott ihm seinen Lebensatem = seinen Geist einhaucht. (vgl. Gen 2,7)
Die Jünger Jesu erhalten Anteil am neuen, österlichen Leben, indem der Auferstandene ihnen seinen Lebensatem einhaucht: „Empfangt Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, ist sie verweigert.“ (Joh 20,22f).

Alle Geschöpfe warten auf dich, Gott:
„nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin…
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.“ (Psalm 104,29-30)

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Pfingstnovene (6. Tag):

Mittwoch vor Pfingsten:

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

VII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Öl
  • Salbung

Sinnbild des Geistes Gottes ist auch die Salbung mit Öl.
Christus heißt „der Gesalbte“. Er ist der Messias, der Retter und Heiland der Menschen, denn er bringt uns das Heil Gottes, das alle Heilung von Krankheiten umfasst.
Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist in Taufe und Firmung werden auch wir dazu gerufen, in unserem Leben zur Heilung der Menschen und zum Heil der Welt beizutragen.

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Pfingstnovene (7. Tag):

Donnerstag vor Pfingsten:

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

VIII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wind
    dynamische Kraft
    Bewegung
    Unberechenbarkeit

Das deutsche Wort „Geist“ gibt das hebräische Grundwort „ruach“ wieder, das ursprünglich Hauch, bewegte Luft, Wind bedeutet.

Jesus gebraucht das eindrucksvolle Bild vom Wind, um Nikodemus das ganz Neue dessen verspüren zu lassen, das mit Jesu Geist in die Welt gekommen ist.
„Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,8)

Am Pfingsttag kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem die JüngerInnen Jesu waren. (vgl. Apg 2,2)

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Pfingstnovene (8. Tag):

Freitag vor Pfingsten:

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

IX

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wasser
    neugeboren
    fruchtbares Leben

Bei der Taufe ist das Wasser ein Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes. Ein Zeichen für die neue Geburt, durch die uns Anteil am göttlichen Leben geschenkt wird.

Der Geist ist das „lebendige Wasser“, von dem Jesus spricht (vgl. Joh 7,37ff)
und das aus dem durchbohrten Herzen Jesu am Kreuz hervorquillt (vgl. Joh 19,34)
und uns das ewige Leben schenkt. (vgl. Joh 4,10-14)

In den 7 Sakramenten entfaltet sich das göttliche Leben, das uns geschenkt ist in dieser Zeit der irdischen Pilgerschaft.

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Pfingstnovene (9. Tag):

Samstag vor Pfingsten:

Lass es in der Zeit besteh’n,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.

X

Symbol des Hl. Geistes:

  • Siegel(ring)

unauslöschlicher Charakter

Gott hat Christus „mit seinem Siegel beglaubigt“. (Joh 6,27)
Gott selbst, schreibt der Apostel Paulus, „der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat, er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil (am verheißenen Heil) den Geist in unser Herz gegeben hat.“ (2 Kor 1,21-22)

Wir haben von Christus „Brief und Siegel“ dafür, dass uns am Ende der Zeiten das Himmlische Jerusalem mit seinen Freuden erwartet.

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Gesamtbild der Pfingstnovene zum Pfingstfest:

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.
Pfingsten-01-c10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

Wurzeln und Früchte von Pfingsten

PFINGSTEN-11a

„Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt……bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24)
Nach dem ersten Frühlingsvollmond feierten die alten Völker ein Frühlingsfest:

 

Neues Leben in der Natur beginnt.

50 Tage danach… – ein Tag der Freude – feierten die alten Völker ein erstes Erntefest:

 

Dank für das Geschenk der ersten Früchte die Gabe Gottes zum Leben.

Das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

 

sie feiern Pesach = das Überschreitungsfest:

in Erinnerung daran, dass Gott sein Volk hinausführte aus dem Land der Sklaverei:

Neues Leben in Freiheit beginnt.

das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

 

sie feiern Schawuoth = das Wochenfest:

in Erinnerung daran, dass Gott durch Mose mit seinem Volk einen Bund schloss und ihnen die Tafeln mit den Lebensregeln schenkte:

ein Fest des Dankes für die Thora – die Gabe Gottes für das Leben als sein auserwähltes Volk.

Für die Christen kommt Neues hinzu:

 

sie feiern Karfreitag, Karsamstag und Ostern:

zum Gedenken des Leidens – Sterbens – und Auferstehens Jesu, des Herrn: Der „Gesalbte Gottes“ – das Weizenkorn, stirbt am Kreuz und haucht seinen Geist aus. – Im Dunkel der Erde keimt die neue Frucht der Erlösung heran. – Christus, durchbricht die Grenze des Todes:

Neues österliches Leben – befreit von der Macht der Sünde und des Todes – beginnt.

für die Christen kommt Neues hinzu:

 

sie feiern Pfingsten = das Geburtsfest der Kirche

zum Gedenken daran, dass Gott mit Menschen aus allen Völkern einen Neuen Bund schloss und sie mit dem Geist seines Sohnes erfüllte:

ein Fest des Dankes für die Gabe(n) des Heiligen Geistes –

die Gabe Gottes für das Leben als missionarische Kirche des Herrn.

Gesamtbild zum Pfingstfest:

PFINGSTEN

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

Pfeil-oben zum Gebetsteil der Novene

* * *

Weitere Gebete zum Heiligen Geist:

„Um die dritte Stunde soll man sich zum Gebet erheben und die Bruderschaft versammeln…
Dabei sollen sie sich an die Herabkunft des Heiligen Geistes erinnern, der zur dritten Stunde den Aposteln geschenkt wurde.
Einmütig sollen sie ihn anbeten, damit auch sie gewürdigt werden, an der Heiligung Anteil zu erlangen, dass er sie leite und zu dem hinführe, was ihnen nützlich ist.“

(Basileios der Große, aus den Längeren Regeln, 37,3)


Bevor uns die Geschäfte des Tages ganz in Anspruch nehmen, wollen wir uns Gott öffnen. Woher nehmen wir die Kraft für unser Tagewerk, wenn nicht von Gott? Wer beschenkt uns mit Liebe zu anderen Menschen, zur Arbeit, wenn nicht Gott durch seinen guten Heiligen Geist? Er ist uns Beistand, Tröster, Fürsprecher, Geist der Wahrheit und der Versöhnung, der die Verbindung zu Jesus und den Schwestern und Brüdern schafft. Ohne ihn sind wir ohne rechte Orientierung, ohne Leitung und Hoffnung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir leben. Unsere leeren Hände will er mit seinen guten Gaben füllen, damit wir sie weiterschenken können.


Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Weisheit:
Dein Feuer prüft alle Weisheit dieser Welt.
Dein Sturm stürzt, was mächtig,
und erhebt, was niedrig ist.

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Einsicht:
Nur in Dir erfassen wir die göttlichen Geheimnisse.
Nur durch dich erkennen wir den Weg,
auf den wir gerufen sind.

Komm, Heiliger Geist, du Geist des Rates:
Du vertreibst Zweifel und Unsicherheit.
In dir wird uns der Wille des Herrn offenbar.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Stärke:
In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner
den Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Erkenntnis:
In der Schöpfung erkennen wir deine Macht,
in der Offenbarung deine Weisheit,
in der Erlösung deine Liebe.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Frömmigkeit:
In dir haben wir den Geist empfangen, der uns zu Söhnen Gottes macht,
und dürfen voll Freude rufen:
Abba, lieber Vater!

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Gottesfurcht:
Du allein machst uns fähig,
die menschliche Sünde
und die göttliche Heiligkeit zu erkennen.


Heiliger Geist,

Du erfüllst die Engel,
heiligst die Gewalten
und belebst alles.
Du teilst dich in je verschiedener Weise
der ganzen Schöpfung mit.

Du schenkst uns die Gnade,
Du erleuchtest uns zur Erkenntnis Gottes.
Du vollendest die Gerechtren,
machst die Toten lebendig
und Fremdlinge zu Kindern Gottes.

Durch Dich werden die Schwachen stark,
die Armen reich,
die Unmündigen und Ungebildeten
weiser als die Gelehrten.

Du bist im Himmel und erfüllst die Erde.
Du bist überall zugegen und nirgends kennst Du Schranken.
Du wohnst in jedem Menschen
und bist ganz Gott.

Wir bitten Dich:
Nimm Wohnung in unseren Herzen
und verlass uns zu keiner Zeit.

Amen.

(Basileios der Große ca. 330 – 379)


Komm, Heiliger Geist,

und entzünde unsere Herzen in Liebe zu Dir.
Komm, Du Geist der Kraft,
und bewege unsere Seelen,
dass sie hungern und dürsten nach Dir.

Erfülle mit Deiner Gegenwart die Kirche,
dass Dein Friede nicht von ihr weiche.
Segne in ihr jede Verkündigung des Wortes,
jeden Dienst der Liebe,
jedes Amt der Leitung.
Schenke uns für die Erneuerung Deiner Kirche
Weisheit, Zucht und Frieden.

Du Tröster in aller Not,
erbarme Dich über uns;
wende Deinen Segen nicht von uns ab;
und tue mehr,
als wir zu bitten vermögen.

Amen.

(Gerhard Tersteegen, 1697 – 1769)


Komm, Heiliger Geist,

der Du im Glück die Seele bewahrst
und Beistand bist in der Not;

der Du von Missetat reinigst
und Wunden heilst.

Komm, Du Lehrer der Demütigen
und Richter der Hoffärtigen.

Komm, Du Hoffnung der Armen,
Du Kraft der Müden.

Komm, Heiliger Geist,
und erbarme Dich unser.

(Abt Johannes von Fécamp, 990 – 1078)


Du Heiliger Geist des lebendigen Gottes,

durch den Glauben darf ich jetzt dankbar erkennen,
dass Du in mir gegenwärtig bist.

In der Tiefe meines Wesens,
tiefer als alle meine Gedanken,
tiefer als meine Gefühle,
tiefer als mein Wille
hast Du Wohnung genommen.

Ich preise Dich,
ich bete Dich an,
ich liebe Dich,
ich danke Dir,
dass Du Dich so tief herabgelassen
und meinen Leib zu Deiner Herberge gemacht hast,
ja dass Du ihn Deinen Tempel nennst.

Vor allem danke ich Dir,
dass Du mir den Herrn Jesus Christus,
meinen Heiland geoffenbart hast
und mir alle Segnungen
seines Sühnetodes zugeeignet hast.

Ich möchte mich nun
für diesen neuen Tag
Deinem Vorhaben mit mir
und Deiner Führung ganz und gar ausliefern.

Leite mich
und bereite mich auf jegliche Gelegenheit vor,
Deine mächtige Kraft zu erfahren.

Lege mir heute mein Kreuz auf,
und gib mir eine besondere Möglichkeit,
meinem Ich abzusagen und abzusterben,
damit Jesus Christus in mir leben kann.

Lass mich ein Kanal
der Liebe und der Heilung,
der Kraft und des Segens
für jeden werden,
den Du mir heute in den Weg stellst
und begegnen lässt.

Das alles, o Heiliger Geist, geschehe,
damit unser liebender Vater im Himmel
verherrlicht werde
und heute an mir sein Wohlgefallen habe.

Amen.

(Larry Christenson)


Heiliger Geist,

Du Tröster,
Du liebevoller Fürsprecher und Beistand,
Dein Licht durchbricht den Nebel meines Misstrauens,
erhellt die Nacht meiner Angst.
Deine Kraft sprengt das Gefängnis meiner Selbstanklagen,
reißt die Mauern meiner Zweifel nieder,
öffnet den Teufelskreis meiner gefangenen Gedanken und Blicke.

Mit zärtlicher Hand schriebst Du
die heilenden Worte des Vaters in mein Herz:
„Mein Kind, du bist erwählt, geliebt, gerechtgesprochen.“
Du malst mir Jesus vor Augen:
sein Leben, sein Lieben, sein Leiden…
In seinem Gesicht erkenne ich den Vater:
aus dem gnadenlosen Richter
wird der Gott,
der bedingungslos für mich ist,
der mir seinen Sohn schenkt,
seinen einzigen Sohn,
sein Innerstes und Liebstes,
sein Herz.

Und endlich löst sich mein verkrampftes Herz.
Ich lasse mich fallen in Deine liebenden Arme, Vater!
Du hältst mich,
auch da noch, wo ich versage,
auch da noch, wo ich keine Worte mehr finden kann,
auch da noch, wo ich mit Deiner ganzen Schöpfung leide
an allem Unheil, Gequälten, Zerstörten, Verzerrten,
auch da noch, wo ich zu verzweifeln drohe am „Noch-Nicht“,
auch da noch, wo ich nichts mehr sehen kann
von Deinem Heil und Deiner Erlösung.

Deine Liebe hält mich.
Sie greift tiefer, als ich fallen kann,
sie ist mächtig über alle Mächte dieser Welt,
sie ist gegenwärtig in meiner Gegenwart,
in meiner Vergangenheit und Zukunft,
sie ist realer als alles Sichtbare und Vordergründige.
Sie rief mich ins Leben,
sie erwartet mich an der Schwelle des Todes.
Deine Liebe ist grenzenlos –
und doch verstehbar geworden in Jesus.
Nichts kann mich von Deiner Liebe trennen.
Nichts – nichts.

(Dorette Constam)


Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Feuerflamme Gottes des Allerhöchsten,
der Du hernieder kommst
auf uns sündige Menschenkinder,
uns zu entzünden
zur Glut der Gottesliebe.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist des Lebens,
der Du Totengebeine lebendig machst
und als Odem Gottes
unsere toten Herzen anhauchst,
dass wir zum Leben erwachen
und unseren Heiland und Erretter preisen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der kraft und der Stärke,
der Du zerbrichst das Hohe und Erhabene
und erniedrigst die Stolzen,
dass der Eine, Gott,
allein hoch sei.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Gottesgeist,
der Du aus Gott kommst
und die Tiefen der Gottheit erforschst
und sie denen kundtust,
die Gott lieben.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Freude,
der Du die Traurigen tröstest,
bekümmerte Herzen voll Lebens machst
und sie erfüllst
mit dem Glanz Gottes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Wahrheit,
der Du dem Schwerte gleich
scheidest Mark und Bein
und richtest die Gedanken
und bringst das Verborgene
ans Licht.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du strahlst in der Finsternis
als das helle Gotteslicht
und erleuchtest uns,
dass wir den Weg Gottes finden
und nicht zu irren brauchen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du schöpferischer Geist,
der Du Menschenkinder
von neuem geboren werden lässt
und Sünder
zu Kindern Gottes machst.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Vollendung,
der Du das Bild Gottes,
in uns sündigen Menschen gestaltest
und vollendest zur göttlichen Klarheit.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du fährst wie Windesbrausen
durch Himmel und Erde
und erfüllst Deine Gemeinde
mit dem Geist der Anbetung
und des Dankes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du ewiger Geist,
der Du bist und warst.
Du bist dem Vater und dem Sohne gleich
und eins mit ihnen
als ewige Gottheit.

Amen.

(M. Basilea Schlink, * 1904)


O Heiliger Geist, am Anfang Du,

der sinnende, die große Ruh‘
hoch überm Ungestalten!
Du, als der Schöpfungsmorgen kam,
Dein Brausen seinen Anfang nahm
Du Sturm, nicht aufzuhalten.

Du Leben, Odem, Gotteshauch,
Du warst der Brand im Dornenstrauch,
das Feuer der Propheten!
Du bist die Sehnsucht im Advent,
Du bist die Glut, die dann noch brennt,
wenn alle Glut zertreten.

Komm, Himmelsschiff, dein Feuerbord
durchfahr‘ erleuchtend Gotteswort,
lehr seine Lieb‘ uns denken.
Und dass er nur noch göttlich heißt,
pflüg um den alten Menschengeist,
den Deinen einzusenken.

Dein Siebenkorn der Gaben streu‘.
Gieß Deinen Tau und sprieße neu,
o Wachstum, Du unbändig!
Du guter Keim in jedem Kern,
Du Güte und Du Zorn des Herrn,
Du Freude tief inwendig!

Du Jubel, der das All durchbraust,
o komm, wo Furcht und Schrecken graust,
wo einer friert und schauert.
O komm, Du Licht, Du Feuerschein,
Du unser tiefstes Fröhlichsein,
wo einer trübt und trauert.

O komm, wo Hass den goldnen Krug,
der Deine Fülle hält, zerschlug,
rett‘ die vom Tod Verneigten.
O Wort, voll Macht zur rechten Zeit,
Du Mut im Sterben, Kraft im Leid,
komm, Trost der Hergebeugten!

Komm, Liebe, sprich durch unsern mund,
nur Deine Sprache töne rund,
die Babylon vernichtet.
Davor erhebt der Höllengrund,
davon die kranke Welt gesund!
Dein Reich sei aufgerichtet.

(Franz Johannes Weinrich)


Komm, Geist, Geist des Vaters und des Sohnes.

Komm, Geist der Liebe, Geist der Kindschaft,
Geist des Friedens, der Zuversicht,
der Kraft und der heiligen Freude.
Komm, du geheimer Jubel in den Tränen der Welt.
Komm, du siegreiches Leben im Tod der Erde.
Komm, du Vater der Armen,
du Beistand der Bedrängten.
Komm, du Licht der ewigen Wahrheit.
Komm, du Liebe,
die in unsere Herzen ausgegossen ist

So komm, komm täglich neu und mehr.
Auf dich vertrauen wir.
Worauf könnten wir sonst vertrauen?
Dich lieben wir, weil du die Liebe selber bist.
In dir haben wir Gott zum Vater,
weil du in uns rufst: Abba, lieber Vater.
Wir danken dir, du Lebendigmacher,
du Heiliger Geist, der du in uns wohnst,
dass du selbst das Siegel des lebendigen Gottes
in uns hast sein wollen,
das Siegel, dass wir sein Eigentum sind.
Bleib bei uns.
Verlass uns nicht.
Nicht im bitteren Kampf des Lebens.
Und nicht am Ende, wo uns alles verlässt.
Veni, Sancte Spiritus.

(Karl Rahner, 1904-1984, Jesuit, katholischer Theologe)


Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes

Atme in mir, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke.

Treibe mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue.

Locke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges hüte.

Hüte mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Hl. Augustinus zugeschrieben)


Pfingstlied

Komme, geheimnisvoller Atem,
leiser zärtlicher Wind,
hauche uns an, damit wir leben,
ohne dich sind wir tot!

Komme, in Feuer und in Flammen,
zünd uns an wie ein Licht,
mache und trunken von der Liebe,
wir sind starr, tau uns auf!

Komme, Erfinder neuer Sprachen,
gieß dich aus über uns,
rede in uns mit neuen Zungen,
komm, begeistere uns!

Komme, du Hoffnung aller Armen,
schaff den Wehrlosen Recht,
dass die Gebeugten sich erheben,
dass sich Völker befrein!

Komme, du Tröster aller Müden,
Stille mitten im Lärm,
in den Terminen schaff uns Pausen,
lass uns ausruhn in dir.

Komme, du Taube übers Wasser,
bring den Ölzweig herbei,
bring uns das Zeichen für den Frieden,
den die Erde ersehnt!

Komme vom Vater und vom Sohne,
komme du schaffende Kraft,
mache uns neu, und unsre Erde
hat ein neues Gesicht!

(Lothar Zenetti)


Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Wahrheit,
die uns frei macht.

Du Geist des Sturmes,
der uns unruhig macht.

Du Geist des Mutes,
der uns stark macht.

Du Geist des Feuers,
das uns glaubhaft macht.

Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Liebe,
die uns einig macht.

Du Geist der Freude,
die uns glücklich macht.

Du Geist des Friedens,
der uns versöhnlich macht.

Du Geist der Hoffnung,
die uns gütig macht.

Komm Heiliger Geist!

(Theo Schmidkonz SJ)


Komm, Du Geist des Vaters und des Sohnes!

Komm, Du Geist der Freude
in die Müdigkeit unserer Herzen!

Komm, Du Geist der Befreiung
und weite unseren Blick über die eigene Enge hinaus!

Komm, Du Geist der Versöhnung
und löse die Verhärtung unserer Gedanken!

Komm, Du Geist der Hoffnung,
wenn Zweifel und Ängste uns quälen!

Komm, Du Geist des Lebens
und wecke die tiefsten Wurzeln des Vertrauens!

Komm, du Geist der Liebe
und entzünde in uns das Feuer Deiner Begeisterung!

Komm, Du Geist der Schöpfungsfreude
und lass die Strahlen deines Lebenslichtes uns treffen,
damit wir – angesteckt von dieser Glückseligkeit –
mitbauen an der Vollendung der Welt in Liebe!

Komm, Heiliger Geist.
Amen. Halleluja!


Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 21.05.2020

Christi Himmelfahrt A

Christi Himmelfahrt – Hochfest

Donnerstag, 21. Mai 2020

Eröffnungsvers: (Apg 1,11)
Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist. Halleluja!

Tagesgebet:
Allmächtiger, ewiger Gott,
erfülle uns mit Freude und Dankbarkeit,
denn in der Himmelfahrt deines Sohnes
hast du den Mensdchen erhöht.
Schenke uns das feste Vertrauen,
dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebst und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: (Apg 1,1-11)
Dieser Jesus, der in den Himmel aufgenommen wurde,
wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen

–> Apg 1,1-14: Letzte Anweisungen u. Himmelfahrt Christi
(Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)

Antwortpsalm: (Ps 47,2-3.6-7.8-9)
Gott stieg empor unter Jubel,
der HERR beim Schall der Posaunen

–> Psalm 47: Gott steigt empor, Erde jauchze…

2. Lesung (Eph 1,17-23)
Gott hat Christus auf den Platz zu seiner Rechten erhoben

oder: Eph 4,1-13 (Lesejahr B)
oder: Hebr 9,24-28; 10,19-23 (Lesejahr C)

Ruf vor dem Evangelium (vgl Mt 28,19-20)
Halleluja! Halleluja!
(So spricht der Herr:)
Geht zu allen Völkern,
und macht alle Menscxhen zu meinen Jüngern.
Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Halleluja!

Evangelium: Mt 28,16-20: Sendungsauftrag Jesu (Lesejahr A) = 2020

Mt 28,16-20:

Die aber elf Jünger (Lernende/ Erfahrene)
gingen in das (Gebiet) Galiläas
in (auf) den Berg
wo(hin) eingestellt/ einbestellt hatte (in ihr Amt) sie selbst der Jesus 

Und gesehen habend IHN
warfen sie sich
(anbetend) vor ihm nieder
die (= einige) aber zauderten/ zweifelten.

Und herzugekommen
der Jesus ließ verlauten – ihnen sagend:

anvertraut/ (übergeben) wurde mir alle Vollmacht
im Himmel und auf [der] Erde.

Gehend gemacht nun
machet zu Jüngern
(Lernenden/ Erfahrenen)
alle der (nichtjüdischen) Völker
sie
untertauchend/  taufend
in (= auf) den Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen
Windhauches/ (Geistes)

sie lehrend zu behüten alles
was ich euch als Innenziel gegeben 

und siehe
ICH bin mit euch
(= die Übersetzung des Gottesnamens JHWH)
alle der Tage bis zur Zusammenvollendigung
der Weltzeit.

 

Christi-Himmelfahrt-2020-a

Aufgenommen in den Himmel – Grafik von G. M. Ehlert, 18.05.2020

 

Weißt du, wo der Himmel ist?

So beginnt ein modernes geistliches Lied.
So eine Frage. Der Himmel ist doch oben.
Dort oben am Firmament? – Oder etwa nicht?!
Der Himmel Gottes ist nicht über den Wolken, nicht in Wolkenkuckucksheim.

Das Wort ‚Himmel‘ ist in der deutschen Sprache doppeldeutig – (ein sog. „Teekesselchen“ wie das Wort ‚Schloss‘, das ein Türschloss oder ein großes Gebäude meinen kann)
Das Wort ‚Himmel‘ meint zum einen das sichtbare Firma-ment über uns und es meint zum anderen etwas ganz anderes: – den unsichtbaren Einflussbereich Gottes.

In dieses Himmelreich Gottes ist Jesus heimgekehrt.
Das feiern wir heute am Fest „Christi Himmelfahrt“.

Weißt du, wo dieser Himmel ist?

Die Bibel müsste uns doch eigentlich eine Antwort auf diese Frage geben können.
Dieses Himmelreich Gottes ist nicht von dieser Welt, so sagt es Christus, der König vor dem Richterstuhl des Pilatus.
Wir wüssten gern genaueres, wo und wie dieses Himmelreich Gottes aussieht.

Doch zum Stichwort „Himmel“ malt uns Jesus nur schöne, verheißungsvolle Bilder: Bilder von einer Hochzeit, von einem Samenkorn im Acker, vom Sauerteig, von einer schönen Perle. Diese sind stets einladende Bilder von einem wunderschönen Anfang.

Die Bibel ist keine Landkarte von einem weit entfernten Gottesreich. Im Gegenteil. Sie holt alle, die in die Ferne starren auf den Boden der irdischen Wirklichkeit zurück.
„Was steht ihr da und schaut gen Himmel.“
Die Straßenkarten zum Himmelreich weisen bergab.
Zu den Menschen. „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.“ – Diese Mission trägt Jesus auch uns auf.

„Weißt du, wo der Himmel ist, außen oder innen,
eine Handbreit rechts und links, du bist mitten drinnen.“

Hier auf unserer Erde bei den Menschen beginnt der Himmel. Eine Ahnung davon bekommen wir vielleicht in Situationen, wo wir aus ganzem Herzen sagen können: Das war himmlisch.

Doch der Himmel auf Erden beginnt nicht automatisch; für viele Menschen ist das Leben in Not und Verfolgung alles andere als der Himmel auf Erden. Es ist für sie eher die Hölle.
Doch auch dort kann das Himmelreich Gottes beginnen, wo Menschen an den Bildern weitermalen, die Jesus begonnen hat. Keine utopischen Visionen entwerfen, sondern konkret die Bilder Jesu in unsere Wirklichkeit übertragen.

Wenn sich im Greuel auf dem Balkan orthodoxe und katholische Christen mit Muslimen treffen, um sich gemeinsam daran zu erinnern, dass der eine und wahre Gott ein Gott des Friedens und der Versöhnung ist. – Da berühren sich Himmel und Erde.
Oder wenn Christen ihre Grenzen und Türen öffnen für Menschen auf der Flucht vor ihren fanatisierten Mitmenschen. – Da wird ein Stück Himmel für sie erfahrbar.

Weißt du, wo der Himmel ist, nicht so tief verborgen –
einen Sprung aus dir heraus aus dem Haus der Sorgen.

Eine kleine Geschichte kann uns vielleicht dazu ermutigen, den Blick auf unsere Erde zu richten, um in unserem Alltag am Himmelreich Gottes teilzuhaben.

Von einem jüdischen Lehrer, einem Rabbi, ging die Sage, dass er jeden Morgen vor dem Frühgebet – zum Himmel aufsteige.
Ein Gegner lachte darüber und legte sich vor Morgengrauen auf die Lauer. Da sah er: der Rabbi verließ, als Holzknecht verkleidet, sein Haus und ging zum Wald. Der Gegner folgte von weitem. Er sah den Rabbi Holz fällen und in Stücke hacken. Dann lud der Rabbi sich das Holz auf den Rücken und schleppte es in das Haus einer armen, kranken, alten Frau.
Der Gegner spähte durch das Fenster, und er sah den Rabbi auf den Boden knien und den Ofen anzünden.
Als die Leute später den Gegner fragten, was es denn nun auf sich habe mit der täglichen Himmelfahrt des Rabbi, sagte er: „Er steigt noch höher als bis zum Himmel.“

Weißt du, wo der Himmel ist, nicht so hoch da oben.
Sag doch ja zu dir und mir – du bist aufgehoben.

Das Fest Christi Himmelfahrt will unseren Blick auf unser Ziel richten, auf den Himmel Gottes. Dass dieser Himmel schon hier auf Erden beginnen kann, davon sollen wir ein lebendiges Zeugnis geben.
Wir können dies tun in der Kraft der Zusage Jesu: „Seid gewiss: Ich bin bei euch bis zur Vollendung der Welt!“

Lasset uns deshalb selbst zu Zeugen dafür werden, dass der Geist Gottes das Antlitz der Erde erneuern will. Die Himmelfahrt beginnt damit, dass wir den Abstieg wagen, dorthin, wo die Menschen uns brauchen.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 18.05.2020

 

Osterzeit 2020

Die 8 Sonntage der 50-tägigen Osterzeit

 

Die Sonntage der Osterzeit haben jeweils einen Namen –
nach dem Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses der Hl. Messe –
–> Merkwort: „Re-qu-ie-m   c-r-e-s (-ce)“ = „in Ruhe wachse“

  1. Ostersonntag: – Resurrexi (= 12. April 2020)
  2. Sonntag der Osterzeit: – Quasimodogeniti (= 19. April 2020)
  3. Sonntag der Osterzeit: – Iubilate (= 26. April 2020)
  4. Sonntag der Osterzeit: – Misericordia (Guter-Hirte-Sonntag) (= 3. Mai 2020)
  5. Sonntag der Osterzeit: – Cantate (= 10. Mai 2020)
  6. Sonntag der Osterzeit: – Rogate (Bittsonntag) / Vocem iucunditatis (= 17. Mai 2020)
    Christi Himmelfahrt (= Donnerstag, 21. Mai 2020)
  7. Sonntag der Osterzeit: – Exaudi (= 24. Mai 2020)
  8. Pfingstsonntag: – Spiritus Domini (= 31. Mai 2020)

 


Ostersonntag (= 12. April 2020)
Resurrexi

O-1

Resurrexi, et adhuc tecum sum, alleluia:
posuisti super me manum tuam, alleluia:
mirabilis facta est scientia tua, alleluia, alleluia.“

Ich bin auferstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.“ (Ps 139,5f)

A: Mt 28,1-10 Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat /          (16.04.2017)
B: Mk 16,1-7 Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist auferstanden /
C: Lk 24,1-12 Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? /

oder: A B C: Joh 20,1-18

siehe auch: „Osterglaube

Das Ostergeschehen im Zeugnis der vier Evangelien (eine Zusammenschau): Osterbilder

1. Ostersonntag – Evangelium vom Tag = Joh 20,1-18:

siehe: Joh 20,3-10: Wettlauf Petrus – Johannes zum Grab
und: Joh 20,11-18: Die Begegnung zwischen Maria von Magdala mit dem Auferstandenen

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2. Sonntag der Osterzeit (= 19. April 2020)
Quasimodo geniti

= SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT – (Weißer Sonntag)

O-2

Quasimodo geniti infantes, alleluja,
rationabile sine dolo lac concupiscite, alleluja.“

Wie neugeborene Kinder, Halleluja,
verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.“
(1 Petr 2,2a)

1. Lesung: Apostelgeschichte 5,12-16: „Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt“

2. Lesung: Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19: „Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit“

A B C: Joh 20,19-31: Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

siehe auch: „Göttliche Barmherzigkeit

siehe auch:

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3. Sonntag der Osterzeit (= 26. April 2020)
Iubilate

O-3

Iubilate Deo, omnis terra, alleluia,
psalmum dicit e nomini eius, alleluia.
Date gloriam laudi eius, alleluia“

Jauchzt Gott zu, alle Lande, Halleluja,
spielt zum Ruhm seines Namens, Halleluja,
verherrlicht ihn mit Lobpreis. Halleluja.“
(Ps 66,1f)

Die Liturgischen Texte zum 3. Sonntag der Osterzeit A

1. Lesung: Apg 2,14.22-33
Es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde

–> zu Apg 2,14-47 Pfingstpredigt des Apostels Petrus

Antwortpsalm (Ps 16,1-2.5.7-8.9-10)

–> zu Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

2. Lesung: 1 Petr 1,17-21
Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel

Ruf vor dem Evangelium:
Halleluja, Halleluja!
Christus ist auferstanden.
Er, der Schöpfer des Alls, hat sich aller Menchen erbarmt.
Halleluja!

Evangelium: Lk 24,13-35
oder, wo Ostermontag als Feiertag begangen wird und das Emmausevangelium bereits an diesem Tag gelesen wurde:
Joh 21,1-14
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch

Ostererscheinungen Jesu:
Lesejahr A: Lk 24,13-35 oder: Joh 21,1-14 (= 2020)
Lesejahr B: Lk 24,35-48
Lesejahr C: Joh 21,1-19

–> zu den Liturgischen Texten vom 3. Sonntag der Osterzeit siehe: Schott

siehe auch:

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4. Sonntag der Osterzeit (= 03. Mai 2020)
Misericordia

= „Gute-Hirte-Sonntag“ – Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

1. Lesung: Apg 2, 14a.36-41
Gott hat den Gekreuzigten zum Herrn und Messias gemacht

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

2. Lesung: 1 Petr 2, 20b-25
Ihr seid heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10, 1-10
Ich bin die Tür zu den Schafen

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern (= 2020)
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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5. Sonntag der Osterzeit (= 10. Mai 2020)
Cantate

O-5

Cantate Domino canticum novum, alleluia,
quia mirabilia fecit Dominus, alleluia,
ante conspectum gentium revelavit iustitiam suam, alleluia.“

Singt dem Herrn ein neues Lied, Halleluja,
denn er hat wunderbare Taten vollbracht, Halleluja
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Halleluja.“ (Ps 98,1f)

A: Joh 14,1-12 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (siehe auch Joh 14,1-31) (= 2020)
B: Joh 15,1-8 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht
„Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben“
C: Joh 13,31-35 Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! (= 24.04.2016)

siehe auch: „Christus, der Weinstock

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6. Sonntag der Osterzeit Rogate (Bittsonntag) (= 17. Mai 2020)
Vocem iucunditatis

O-6

Vocem iucunditatis annuntiate, et audiatur, alleluia,
nuntiate usque ad extremum terrae,
liberavit Dominus populum suum, alleluia.“

„Verkündet es jauchzend, damit man es hört, Halleluja;
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.“
(vgl. Jes 48,20)

Lesejahr A: (= 2020)
Apg 8,5-8.14-17;
1 Petr 3,15-18
Joh 14,15-21: In Verbindung bleiben
Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr B:
Apg 10,25-26.34-35.44-48;
1 Joh 4,7-10
Joh 15,9-17 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt siehe auch: „In Liebe verbunden

Lesejahr C (01.05.2016):
Apg 15,1-2.22.29; ((zu Apg 15,1-35 siehe: Konfliktlösung in der Kirche))
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29 Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

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7. Sonntag der Osterzeit (= 24. Mai 2020)
Exaudi

O-7a

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te, alleluia.
Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum,
vultum tuum ‚Domine requiram,
ne avertas facies tuam a me, alleluia.“

Höre, o Herr, mein lautes Rufen; Halleluja!
Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht“ –
Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir. Halleluja!“(Ps 27,7-9)

Am 7. Sonntag der Osterzeit – d.h. zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest wird als Evangelium immer ein Abschnitt aus dem sogenannten “Hohepriesterlichen Gebet” Jesu – dem Abschiedsgebet des Herrn verkündet:
– im Lesejahr A = Joh 17,1-11 (= 2020)
– im Lesejahr B = Joh 17,6a.11b-19 (2021)
– im Lesejahr C = Joh 17,20-26. (2019)

siehe dazu den Bibeltext: Joh 17,1-26 (in eigener Übersetzung).

siehe auch: “Ich will, dass alle eins sind wie wir

siehe auch: Christi Himmelfahrt u. 7. Sonntag der Osterzeit

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Pfingstsonntag (= 31. Juni 2020)
Spiritus Domini

O-8

Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand.
Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“
(Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11

2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag) oder Joh 15,26-27; 16,12-15

A B C: Joh 20,19-23 Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

siehe auch:

die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest
eine Pfingstnovene
die Nacht vor dem Pfingstfest – Texte für eine Pfingstvigil 

u. Pfingstfest

siehe auch: re-qu-ie-m c-r-e-s(cit)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 21.04.2020

OSTERN 2020

Ostern –
Hochfest der Auferstehung des Herrn

Christus ist vom Tod erstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!
Halleluja!

Ostersonntag – am Tag

Sonntag, 12. April 2020

Eröffnungsvers: (vgl. Ps 139,18 u. 5-6)
Ich bin erstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.

Tagesgebet:
Allmächtiger,ewiger Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt
und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen.
Darum begehen wir in Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Schaffe uns neu durch deinen Geist,
damit auch wir auferstehen
und im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus

  1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34a.37-43)
    Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken

Antwortpsalm (Ps 118,1-2.16-17.22-23)
Das ist der Tag, den der HERR gemacht;
lasst uns jubeln und seiner uns freuen.

  1. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser (Kol 3,1-4)
    Strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt

Oster-Sequenz

Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.

Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder mit dem Vater.

Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend.

Maria Magdalena,
sag uns, was du gesehen.

Sah Engel in dem Grab,
die Binden und das Linnen.

Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.

Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.

Lasst uns glauben, was Maria den Jüngern verkündet.
Sie sahen den Herrn, den Auferstanden.

Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen.

Ruf vor dem Evangelium (vgl 1 Kor 5,7b-8a)
Halleluja. Halleluja.
Unser Pas-chalamm ist geopfert: Christus.
So lasst uns das Festmahl feiern im Herrn.
Halluluja.

Evangelium nach Johannes (Joh 20,1-9)
Er sah und glaubte

Der Baum des Lebens

Ostern2019ca

Die neue Welt Gottes
… mit dem Baum des Lebens

Im himmlischen Jerusalem:
„… steht ein Baum des Lebens.
Zwölfmal trägt er Früchte, jeden Monat gibt er
seine Frucht; und die Blätter des Baumes
dienen zur Heilung der Völker.“ (Offb 22,2)

Der Farbenkreis
Jahreszeiten, Lebensalter, Tageslauf.
Sonnenscheibe, Weltenuhr, Erdenrund.
Kosmos, Kreuz, Monstranz.

Komplementärfarben:
Grün + rot; gelb + violett; orange + blau
Vier Teile bilden einen Kreis –
Auseinander gerissen vom Kreuz
Und doch zusammen gehalten von einer großen
Energie.

Frühling und Kindheit und Morgen
Grün
Sommer und Jugend und Mittag
Gelb
Herbst und Reife und Abend
Rot
Winter und Alter und Nacht
Blau

Natur und Leben, Wärme und Ähren,
Blut und Liebe, Himmel und Meer.
Säen und wachsen, blühen und reifen,
ernten und welken. Tiefe und Weite.

Seelenfarben wie vor Jahr und Tag
Alles geht ineinander über,
nichts hört für immer auf.
Ewig werden will das Leben.

Im Innern pulsierende Energie,
die nach außen drängt.
Licht!/ Wahrheit
Im Dazwischen ein helles Kreuz,
das den Durchblick bringt!
Leben/ Leiden!/
Außen überfließende Dynamik,
die nicht enden will.
Liebe/ Geist!/ Weg

Komplementärfarben –
Bilder in konzentrisch-durchkreuzten Kreisen.
Schöpfung und Erlösung.
LEBEN!

Gott,
„du hast das Heil der Welt
auf das Holz des Kreuzes
gegründet.
Vom Baum des Paradieses
kam der Tod,
vom Baum des Kreuzes
erstand das Leben.
Der Feind,
der am Holz gesiegt hat,
wurde auch am Holze besiegt
durch unseren Herrn Jesus Christus.“
(Präfation Kreuzerhöhung)

Der Baum des Lebens…
Ein Kreis… – eine Monstranz
Mit drei Ringen u. einem vollen Kreissegment
Durch ein Kreuz – vier Kreissegmente
Durch den Auferstanden – drei Kreissegmente
blau  +  grün/goldgelb  +  rot
Ineinander von
irdischer Wirklichkeit („vier“)
und himmlischer Wirklichkeit („drei“)

Unten:
Esel – Einzug Jesu in Jerusalem (Palmsonntag)
Lamm – Paschamahl/ Abendmahl (Gründonnerstag)
Hahn – Verleugnung des Petrus (Karfreitag)
Grab und Grabstein (Karsamstag)
Feuer mit 5 Broten u. 2 Fischen (Ostern)

Bild u. Gedanken: G. M. Ehlert

* * *

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

Osterglaube: – Maria von Magdala am leeren Grab (Joh 20,11-18)

Ostertag– im Zeugnis des Lukasevangeliums (Lk 24,1-43)

Ostern entlarvt den Tod

Sonntag 19. April 2020 ist das Osterfest der orthodoxen Christen
–> siehe dazu: „Christus ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaft auferstanden!“

 

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 12. April 2020

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Karwoche 2020

Die “Heilige Woche”die Karwoche:

Die „Karwoche“ – die „große Woche“ – die „Heilige Woche“ –

  • PALMSONNTAG
  • Montag, Dienstag u. Mittwoch der KARWOCHE
  • Das „TRIDUUM PASCHALE“
    1 Gründonnerstagabend = der Vorabend von Karfreitag
    Die Feier des Letzten Abendmahls (nach Einbruch der Dunkelheit)
    – Karfreitag
    Die Feier vom Leiden und Sterben Christi (15.00 Uhr)
    2 Karsamstag – „der Große Sabbat“ – Ruhetag
    3. Ostern – beginnend mit Einbruch der Dunkelheit

Was feiern wir da eigentlich?

Kar- und Ostertage: Vom Einzug Jesu in Jerusalem über sein Sterben bis zur Auferstehung. Die Gottesdienste dauern häufig länger als sonst und sie sind voller Symbole. Worum geht es an Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und in der Osternacht?

Der Auftakt: Die Tränen Jesu
– Als Jesus die Stadt Jerusalem sieht – weint er über sie
–> siehe auch: „Ach – Jerusalem

Der Palmsonntag:

  1. Teil: Der feierliche Einzug Jesu in Jerusalem
    – Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein – begleitet von den Hosianna-Rufen einer erwartungsvollen Volksmenge, die mit schwenkenden Palmzweigen Jesus begleitet.
    –> siehe auch:
    Palmsonntag A = 05.04.2020
    Palmsonntag B = 2018
    Palmsonntag C = 14.04.2019
  2. Teil: Eine Vorausschau auf das, was ihn in Jerusalem erwartet
    – Die Passion Christi vom Letzten Abendmahl bis zum Begräbnis

Die Kartage:

– Montag:

  • Jes 42,1-9: – I. Gottesknechtslied
  • Joh 12,1-11: Die Salbung Jesu in Betanien – im Hinblick auf Jesu Tod

– Dienstag

  • Jes 49,1-9: – II. Gottesknechtslied
  • Joh 13,21-33.36-38: Ankündigung Jesu von Verrat und Verleugnung

– Mittwoch

  • Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied
  • Mt 26,14-25: Vorbereitung des Paschamahles u. Ankündigung des Verrates

( Karfreitag: Jes 52,13 – 53,12: – IV. Gottesknechtslied )

Das „Triduum paschale“ –
die Feier des „Übergangs vom Tod zum Leben“

  • 1. Gründonnerstagabend – der Vorabend des Karfreitages
  1. Teil: Die Messe vom Letzten Abendmahl
    Weiße Messgewänder – feierlicher Beginn mit Glocken und Orgel und Gloria – danach schweigen Glocken, Orgel bis zum Gloria in der Osternacht – Erinnerung an das 1. Pas-chafest vor dem Auszug Israels aus Ägypten – Zeugnis von der Einsetzung der Eucharistie (1 Kor…) – Evangelium von der Fußwaschung als Auftrag Jesu, einander aus Liebe zu dienen – Kommunion unter den Gestalten von Brot und Wein – Abräumen des Altares – kein Segen (!) – stiller Auszug –
  2. Teil: nächtliche Betstunden:
    innere Teilnahme an Jesu einsamem Gebet auf dem Ölberg.
  • 2. Karfreitag

III. Teil: Die Passion Christi – seinen Kreuzweg mitgehen

  1. Teil: Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
    … wo der Gottesdienst am Gründonnerstagabend endete, geht es nun weiter
    – stiller Einzug von Priester (in rotem Gewand – Farbe des Martyriums) und Altardiensten in die leer geräumte Kirche
    – sie werfen sich im Altarraum in Stille zu Boden, die Gemeinde kniet schweigend – still bewegt von dem, was es zu gedenken gilt: Leiden, Sterben, Tod Christi.
    – die ersten Worte des Priesters richten sich nicht wie sonst an die versammelte Gemeinde, sondern an Gott: „Gedenke Herr, der großen Taten, die dein Erbarmen gewirkt hat…“
    – Lesungen vom leidenden Gottesknecht, aus dem Hebräerbrief, der Jesus als den wahren Hohepriester vorstellt, dann die Passionsgeschichte aus dem Johannesevangelium bis zur „Erhöhung Jesu“ am Kreuz.
    – es folgen die „Großen Fürbitten“ für Kirche, Religionen und Welt…
    – anschließend wird das verhüllte Kreuz in die Kirche hereingetragen – an drei Stationen – enthüllt und von den Anwesenden verehrt: „Wir beten dich an Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“
    – (nach einer schlichten Kommunionspendung) – stiller Auszug, ohne Segen…
    – es bleibt das Kreuz – zur persönlichen Andacht vor dem Gekreuzigten…
  2. Teil: Betrachtungen über den Tod Christi
    –> die Schmerzen Mariens – Pieta
  • 3. Karsamstag – der große Sabbat – Ruhetag
  1. Teil: („… hinabgestiegen in das Reich des Todes…“)
    – an diesem Samstag finden keine besonderen liturgischen Gottesdienste statt
    – mancherorts wird in der Karwoche jeden Morgen – auch am Karsamstag – die sog. Karmette mit den Klageliedern des Propheten Jeremia gebetet.
  • 4. Die Ostervigil – zugleich der Auftakt zum Hohen Osterfest/ und zur Osterwoche:

VII. Teil: Die Feier der Osternacht:
– die größte liturgische Feier des gesamten Kirchenjahres beginnt am Karsamstag nach Sonnenuntergang (liturgisch beginnt damit schon der Ostersonntag) und endet vor Sonnenaufgang am Ostermorgen. – In verschiedenen Gemeinden folgt danach die Osteragape – ein stärkendes Zusammensein der Feiernden bei Brot, Wein, Ostereiern…

————————————

Die “Heilige Woche“ – ein Überblick über verschiedene Meditationen:

1. Palmsonntag: Leben zwischen “Hosianna” und “Kreuzige IHN!”

– Texte der Liturgie im „Lesejahr A“ (2017)
– siehe auch Palmsonntag Lesejahr C (2016)
– Bild und Gedanken zum Einzug Jesu in Jerusalem – Hoch die Tür
– Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem: zu Palmsonntag
zu Palmsonntag
Psalm-118 = der “Palmsonntagspsalm”

vom Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag bis zum Gründonnerstag:
1. Synopse ab Palmsonntag “Die letzten Tage Jesu in Jerusalem”

–> siehe auch: Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

2. Gründonnerstag: das Letzte Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:

– Texte der Liturgie „Gründonnerstag“ (2019)

Aus den Abschiedsreden Jesu:

siehe auch: Paschalamm – Opferlamm – Osterlamm

vom Letzten Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:
2. Synopse Abendmahl “Das letzte Abendmahl Christi”

3. Karfreitag – von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis:

– Texte der Liturgie „vom Leiden und Sterben Christi“

von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis Jesu:
3. Synopse Passion “Die Passion Christi”

Jesus vor Pilatus: Joh 18,33-37
Die Passion Jesu Christi nach Johannes: Joh 18,1 – 19,42
psalm-22 =
der “Karfreitagspsalm”
Psalm 22 – der „Karfreitagspsalm und das Geschehen auf Golgotha

Die Sieben Worte Christi am Kreuz
Todesanzeige Jesu
siehe auch: „Schmerzen Mariens“

Der Vollendung entgegen“ – ein Passionsweg Jesu in 14 + 1 Stationen:
Passionsweg Jesu

4. Karsamstag – Der „große Sabbat“ – der Tag der Grabesruhe

Das Geheimnis des Karsamstags: „hinabgestiegen in das Reich des Todes

OSTERN – das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus

– Texte der Liturgie der „Osternacht A“ (2017)

Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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Palmsonntag:
Leben zwischen “Hosianna” und “Kreuzige IHN!”

Sonntag, 14. April 2019

FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!

Messfeier:

Jes 50,4-7
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht

Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
–> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha

Phil 2,6-11
Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes

Lk 22,14 – 23,56 (oder Kurzfassung: Lk 23,1-49)
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
–> siehe zur Passion Christi:
3. Synopse Passion

siehe auch Schott: Palmsonntag C

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*****

Montag der Karwoche:

Jesaja 42,5a.1-7 Mein Knecht schreit nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen (Erstes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 42,1-9: – I. Gottesknechtslied

Psalm 27 Geborgenheit in Gott

Johannesevangelium 12,1-11 Salbung Jesu in Betanien

Dienstag der Karwoche:

Jesaja 49,1-6 Ich mache dich zum Licht für die Völker, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht (Zweites Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 49,1-9: – II. Gottesknechtslied

Psalm 71: Gott – Zuflucht im Alter

Johannesevangelium 13,24-33.36-38 Einer von euch wird mich verraten. – Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen

Mittwoch der Karwoche:

Jesaja 50,4-9a Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen (Drittes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

Psalm 69 –

Matthäusevangelium Mt 26,14-25 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird

*****

DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE VOM LEIDEN, VOM TOD
UND VON DER AUFERSTEHUNG DES HERRN

Gründonnerstag:

Donnerstag, 18. April 2019

MESSE VOM LETZTEN ABENDMAHL

Ex 12,1-8.11-14 Die Feier des Paschamahles

Ps 116 (115),12-13.15-18 Der Kelch des Segens gibt uns Anteil an Christi Blut.
–>
zu Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

1 Kor 11,23-26 Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des HERRN, bis er kommt.

Joh 13,1-15 Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.
–> siehe:Joh 13.1-38

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*****

Karfreitag

Freitag, 19. April 2019

XII. Station – aus dem Passionsweg: „Der Vollendung entgegen“ (c) G. M. Ehlert

Jes 52,13 – 53,12 Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen (Viertes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 52,13 – 53,12: – IV.
Gottesknechtslied

Ps 31 (30),2.6.12-13.15-17.25 Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.
–>
Psalm 31: In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist

Hebr 4,14-16; 5,7-9 Er hat den Gehorsam gelernt und ist für alle, die ihm
gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

Joh 18,1 – 19,42 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus.
–> Joh 18,1 – 19,42

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Das Kreuzesopfer Christi:

. Jesus war bereit
. getreu seiner göttlichen Sendung

. in seinem Lebenseinsatz
. aus Liebe zu Gott
. und zu den Menschen

. angesichts der Verblendung dieser Welt
. den höchsten Preis zu zahlen:
. verurteilt zu werden
. wie ein von Gott verfluchter Verbrecher
. am Kreuz zu sterben.

. In dieser äußersten Erniedrigung
. offenbart sich die äußerste Wucht der Liebe Gottes

. und in dieser äußersten Ohnmacht
. ergreift uns die totale Hingabe der Barmherzigkeit Gottes

. und in dieser äußersten Finsternis
. leuchtet uns die Wahrheit des Wesens Gottes auf.

Karsamstag – Tag der Grabesruhe Jesu

Samstag, 11. April 2020

“Hinabgestiegen in das Reich des Todes” –


Das Geheimnis des Karsamstags

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Ostern

Ostervigil zwischen Samstag, 11. April 2020 (nach Einbruch der Dunkelheit)
– und Sonntag, 12. April 2020 (vor Sonnenaufgang)

DIE FEIER DER OSTERNACHT

  1. Gen 1,1 – 2,2 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
    Oder: Gen 1,1.26-31a Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
    –> siehe Gen 1,1 – 2,4: Gedanken zum Schöpfungshymnus

Ps 104 (103),1-2.5-6.10.12.13-14b.24.1ab Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.
–> siehe: Psalm 104: Ein Loblied auf die herrliche Schöpfung Gottes

Oder: Ps 33 (32),4-7.12-13.20.22 Von deiner Huld, o Herr, ist die Erde erfüllt.
–> siehe: Psalm 33: Gottes Wirken in Schöpfung, Geschichte im eigenen Leben

  1. Gen 22,1-18 Das Opfer unseres Vaters Abraham
    Oder: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18 Das Opfer unseres Vaters Abraham
    –> siehe: Gen 22,1-19: Prüfung Abrahams

Ps 16 (15),5.8-10.2.11 Behüte mich Gott, denn ich vertraue auf dich.
–> siehe: Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

III. Ex 14,15 – 15,1 Die Israeliten zogen auf trockenem Boden mitten durch das Meer.

Cant. Ex 15,1b-6.13.17-18 Dem Herrn will ich singen, machtvoll hat er sich kundgetan.
–> siehe: Ex 15,1-21: Das Siegeslied der Mirjam

  1. Jes 54,5-14 Mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mit dir, spricht dein Erlöser, der HERR.

Ps 30 (29),2.4-6.12a.13b Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe; ich will dich rühmen in Ewigkeit.

  1. Jes 55,1-11 Kommt zu mir, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.

Cant. Jes 12,2-3.4bcd-6 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.

  1. Bar 3,9-15.32 – 4,4 Geh deinen Weg im Licht der Weisheit Gottes!

Ps 19 (18),8-12 Herr, du hast Worte des ewigen Lebens.
–> siehe: zu Psalm 19: Wie am Himmel so auf Erden – geschehe dein Wille u.
Psalm 19

VII. Ez 36,16-17a.18-28 Ich gieße reines Wasser über euch aus und schenke euch ein reines Herz
–> siehe: Ez 36,16-38 Das neue Herz

Ps 42 (41),3.5.10a; 43 (42),3-4 Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser, so verlangt meine Seele, Gott, nach dir.
–> siehe:
zu Psalm 42 u. 43: Dürstendes Harren auf Gott u. Bitte um Hilfe

Falls eine Taufe gespendet wird: Cant. Jes 12,2-3.4bcd-6 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.
Oder: Ps 51 (50),12-15.18-19 Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott!
–> siehe:
zu Psalm 51: (nicht nur) Davids Bitte um Vergebung u. Neuschaffung

Epistel: Röm 6,3-11 Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden
–> siehe
Röm 6,1-14:  Eins werden mit Jesu Tod und Leben durch die Taufe

Ps 118 (117),1-2.16-17.22-23 Halleluja, halleluja, halleluja.
–> siehe zu Psalm 118: Der „Palmsonntagspsalm

Evangelium: Lk 24,1-12: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten
–> siehe
Lk 24,1-12: Reaktionen der Frauen u. der Apostel auf die Auferstehungsbotschaft

 

Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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*****

Das Heilsgeschehen Jesu Christi
von seinem Einzug in Jerusalem (= Palmsonntag)
bis zu seinem Tod und Begräbnis (= Karfreitag)

im Zeugnis der vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes)

eine Zusammenschau (= Synopse)

– zusammengestellt von G. M. Ehlert

vom Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag bis zum Gründonnerstag:
1. Synopse ab Palmsonntag „Die letzten Tage Jesu in Jerusalem“

vom Letzten Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:
2. Synopse Abendmahl „Das letzte Abendmahl Christi“

von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis:
3. Synopse Passion „Die Passion Christi“

+

„Der Vollendung entgegen“ – ein Passionsweg Christi in 14 + 1 Stationen
von Georg Michael Ehlert
–> zu den 14 + 1 Stationen des Passionsweges Jesu Passionsweg Jesu

Ein Vorgeschmack auf Ostern: Das Exsultet: Der Osterjubel

 

Palmsonntag

Impulse zu einem Hausgottesdienst am Palmsonntag, 05. April 2020

Vorbereitung:

Wir versammeln uns als „kleine Hauskirche“ in unserem Wohnraum.
Wir stellen ein Kreuz auf unseren Tisch und
zünden eine Kerze an. Sie erinnert uns an die Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Wir legen – wenn es möglich ist – einen Palmzweig dazu.
Wer singen möchte – zwei Lieder aus dem Gotteslob (Anhang Bistum Münster):
GL 770: Sion, singe Jubelpsalmen… und 772: Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!

Dann beginnen wir mit dem Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – „Amen!“

Einführung:

Am Palmsonntag feiern wir, dass Jesus in die Stadt Jerusalem einzog.
Wir stellen uns einmal folgendes vor: Wir – unsere Hausgemeinschaft –
Ja jeder einzelne ist diese Stadt Jerusalem.

Jerusalem heißt: „Stätte des Friedens“ – Sind wir – ist unser Herz eine „Stätte des Friedens?

Auch in der Stadt Jerusalem gab es damals viel Streit und Unfrieden.
Manchmal ist es ja auch so, dass in unserer Hausgemeinschaft – in unserem Herzen  Unfrieden herrscht.

Doch gerade auch in unsere Hausgemeinschaft, und in unser Herz
will Jesus jetzt einziehen.
Wir können für ihn unser Herz  öffnen mit einem Gebet:

Gebet:

Jesus, du bist der Heiland und Retter der Menschen.
Wir vertrauen dir.
Du bist damals in Jerusalem eingezogen, in eine Stadt voller Unfrieden und Angst.
Heute willst du bei uns einziehen – in unsere Hausgemeinschaft und in unser Herz.
Die Menschen damals riefen laut: „Hosanna, dem Sohne Davids, Hosanna in der Höhe!“
Das gleiche rufen auch wir heute: „Komm uns zu Hilfe! – Jesus, du bist wahrhaft ein guter Helfer.“ Jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

(( Wir können nun auch einen Psalm beten, den schon die gläubigen Menschen des Volkes Israel gebetet haben lange bevor Jesus auf die Welt kam. In diesen Gebet zeigt sich ihre – und unsere – Hoffnung, dass Gottes Helfer und Retter zu uns kommt. (Der „HERR“ – mit großen Buchstaben geschrieben ist der gute Gott, der immer liebend bei uns ist.)

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten und ehren: –
Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; –
der HERR hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, –
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, –
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; –
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen,
wie ein Strohfeuer verlösen sie; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; –
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, –
die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, –
um die Taten des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, –
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, –
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.

Das ist das Tor zum HERRN, –
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, –
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der HERR vollbracht, –
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; –
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, HERR, bring doch Hilfe! –
Ach, HERR, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. –
Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her.
Gott, der HERR, erleuchte uns. –

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, –
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; –
mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; –
ja seine Huld währt ewig.

Wir hören nun aus dem Evangelium
– der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus, so wie es uns der Evangelist Matthäus im 21. Kapitel in den Versen 1 bis 11 aufgeschrieben hat:

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam,  schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen:
Geht in das Dorf, das vor euch liegt;
dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.
Bindet sie los, und bringt sie zu mir!
Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion:
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist friedfertig,
und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen,
legten ihre Kleider auf sie,
und er setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus,
andere schnitten Zweige von den Bäumen
und streuten sie auf den Weg.
Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten,
riefen:

Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog,
geriet die ganze Stadt in Aufregung,
und man fragte:
Wer ist das?
Die Leute sagten:
Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

Bild und Meditation
(Wir können nun folgendes Bild zuerst in Stille anschauen
und dann einander mitteilen, was wir entdeckt haben)

Palmsonntag1a

Gedanken des „Palmesels“

Wenn der Palmesel sprechen könnte…
dann könnte er uns erzählen,
wie er zu einem ‚Christophorus‘ geworden ist

„Wer sagt denn, dass ich nicht sprechen kann??? –
Schon einer meiner Vorgänger konnte sprechen – so steht es in der Bibel geschrieben.
Ich meine Bileams Esel, der den warnenden Engel sah und vor ihm auf die Knie ging,
obwohl ihn der Seher Bileam dreimal schlug, weil er den Engel Gottes nicht sah… (vgl. Num 22,21ff)

Ja, mein Schicksal ist es, dass ich vom Menschen oft geschlagen werde wie ein Sklave…

„Futter, Stock und Last für den Esel,
Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven.“ –
sagt der Weisheitslehrer Jesus Sirach (Sir 33,25).

Doch Gott hat Erbarmen auch mit uns geplagten Eseln.
Er spricht zum Menschen von dessen Liebespflicht,
sogar dem Esel seines Gegners Gutes zu tun:

„Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht,
dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe.“ (Ex 23,5)

Gottes Wille ist es auch, dass das Gebot der Sabbatruhe auch für uns Esel gilt. (Ex 23,12)

Doch ich will ja von etwas ganz anderem erzählen:
Ich durfte nicht nur Abraham und andere menschliche Größen tragen,
sondern sogar den „König der Könige“ –
Auf dem Weg von Nazaret nach Betlehem, als Maria ihn unter ihrem Herzen trug.
Auch bei seiner Geburt durfte ich – zusammen mit dem Ochsen – dabei sein,
denn anders als viele dummen und störrischen Menschen hat der Prophet Jesaja richtig erkannt:

„Der Ochse kennt seinen Besitzer
und der Esel die Krippe seines Herrn.“ (Jes 1,3)

Und wie hätte die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und später zurück nach Nazaret gelingen können – ohne meinen demütigen Dienst.

Den „König des Friedens“ habe ich tragen dürfen bei seiner feierlichen Prozession zum Heiligtum in Jerusalem – kurz vor dem Pas-chafest, das in besonderer Weise in die Geschichte der Menschheit einging.
Mit Kleidern geschmückt, zog Jesus auf meinem Rücken thronend in Jerusalem ein,
genau so, wie es der Prophet Sacharja Jahrhunderte zuvor geweissagt hat:

„Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig
und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen,
dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)

So bin ich demütiger Esel zu einem „Christo-phorus“ d.h. zu einem Christus-Träger geworden.“

Fürbitten:

Die Menschen, die damals Jesus auf dem Weg nach Jerusalem mit ihren Palmzweigen begleiteten, haben gerufen: Hosianna, dem Sohne David!
So rufen auch wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!
(Jeder, der mag, kann nun ein Gebetsanliegen nennen. –
Nach jedem Anliegen rufen wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!)

Vater unser

Wir beten gemeinsam, wie Jesus seine Freunde zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. – Amen.

Segensgebet

Guter Gott, mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Karwoche,
die Woche in der wir uns besonders an das Leiden Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz erinnern.
Steh auch uns – und allen Menschen, an die wir nun denken – in dieser Zeit bei.
Und so segne und beschütze uns der gute Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Zum Abschluss

Wir können nun unseren Palmzweig an das Kreuz Jesu stecken…
und danach etwas Schönes miteinander tun (gemeinsam essen, spielen…)

Links:

  • zur Statio: Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
    –> siehe: Lk 19.28-40
  • zur 1. Lesung: Jes 50,4-7 Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
    –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht
  • zum Antwortpsalm: Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    –> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha
  • zur 2. Lesung: Phil 2,6-11 Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
    –> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes
  • zur Passion nach Lukas:  Lk 22,14 – 23,56 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
    –> siehe zur Passion Christi:
    3. Synopse Passion

-> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Palmsonntag i.J. C

siehe auch:

–> Palmsonntag

–> Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> zum Bitt- bzw. Huldigungsruf: Hosianna

–> Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

–> Der Palmesel

–> Die Heilige Woche (= Karwoche)

 

* * *

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___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

.Stand: 04. April 2020

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5. Fastensonntag A

5. Fastensonntag A

Sonntag, 29. März 2020

1. Lesung: (Ez 37,12b-14) Gott haucht den Menschen neuen Lebensgeist ein…
2. Lesung: (Röm 8,8-11) Wer aus Gottes Geist lebt, hat teil am Leben Christi…
Evangelium: (Joh 11,1-45) Wer an Christus glaubt, wird leben…

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