25. Sonntag B

25. Sonntag im Jahreskreis B

Sonntag, 19. September 2021

1. Lesung: (Weish 2,1a.12.17-20) Von boshaften Pläne, den Gerechten zu beseitigen
2. Lesung: (Jak 3,16 – 4,3) Vom Kampf der Leidenschaften…
Evangelium: (Mk 9,30-37) Vom Herrschen und vom Dienen…

„Wahre Größe“

Sonntag, 19. September 2021

Liturgische Texte: 25. Sonntag im Jahreskreis B 

Eröffnungsvers:
Das Heil des Volkes bin ich – so spricht der HERR.
In jeder Not, aus der sie zu mir rufen, will ich sie erhören.
Ich will ihr HERR sein für alle Zeit.

Tagesgebet
Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Gib uns die Kraft,
dieses Gebot treu zu befolgen,
damit wir dass ewige Leben erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Weisheit (Weish 2,1a.12.17-20)
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen – sagen die Frevler

Antwortpsalm: Psalm 54,3-4.5-6.8-9
Gott ist mein Helfer, der HERR beschützt mein Leben

–> Psalm 54: Bitte um…+ Vertrauen in…+ Dank für Errettung

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 3,16 – 4,3)
Wo Frieden herrscht, wird von Gott für die Menschen, die Frieden stiften, die Saat der Gerechtigkeit ausgestreut  

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 2 Thess 2,14)
Halleluja. Halleluja.
Durch das Evangelium hat Gott uns berufen
zur Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 9,30-37)
Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert…
Wer der Erste sein will, soll der Diener aller sein

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Evangelientext

Studienübersetzung G. M. Ehlert

Markus 9,30-37 (= Evangelium vom 25. Sonntag im Jahreskreis B)

Zweite Leidensankündigung

30 Und von dort hinausgehend
gingen sie vorüber durch das
(Gebiet) Galiläas
und nicht wünschte er
(= Jesus),
dass irgendeiner es erkenne
31 er lehrte nämlich die Jünger von ihm
und er sagte
(zu) ihnen (folgendes):

„Der Sohn des Menschen (= Menschensohn) werde übergeben/ überliefert
hinein in die Hände von Menschen
und sie werden töten ihn
und getötet-worden-seiend – nach drei Tagen – werde er auferstehen.“

32 Die aber erkannten nicht (den Sinn) des Ausspruches
und
= doch sie scheuten sich ihn zu fragen.

Jesu Wort zum Rangstreit der Jünger (Mk 9,33-37)

33 Und sie kamen hinein nach Kapharnaum
und in das Haus eingetreten seiend
befragte er
(= Jesus) diese:

„Was habt ihr auf dem Weg durchgedacht?“

34 Die aber schwiegen;
sie hatten bei einander nämlich sich
unterredet/ gestritten auf dem Weg,
wer größer/
mächtiger/ hervorragender (sei)

35 Und sich hingesetzt habend
er rief die Zwölf
und er sagt
(zu) ihnen:

„Wenn irgendjemand wünscht/ will Erster zu sein,
werde er aller Letzter/
Unterster
und aller Diener.“

36 Und nehmend ein Kindlein (= spielend Lernendes)
stellte er dieses hin in
(die) Mitte von ihnen
und in-die-Arme-nehmend dieses
sprach er zu ihnen:

37 „Wer wohl ein derartiges Kindlein aufnimmt – wegen meines Namens –
mich nimmt er auf
und wer wohl mich aufnimmt,
nicht
(nur) mich nimmt er auf,
sondern den mich absendenden“
(= Gottvater).

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Bild zur Meditation:

„… und Jesus stellte ein Kind in ihre Mitte…“

kind-in-mitte

Orientierung am Kind

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Gedanken zum Evangelium: 

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht,
die Blumen des Tages
und die Augen der Kinder.“
(Alighieri Dante – italienischer Dichter und Philosoph *1265 – +1321)

„Amen, das sage ich euch:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.“
(Mk 10,15)

Ein Kind schaut auf
voller Freude – voller Erwartung.

Die Großen schauen herab,
herablassend? – fordernd?

In welche Richtung schaut unser Leben?

Was wir im Auge haben,
das prägt uns,
dahinein werden wir verwandelt.
Und wir kommen,
wohin wir schauen.

Wer aufschaut,
kommt nach oben;
wer auf andere herabschaut,
nach unten.

(nach Heinrich Spaemann: Orientierung am Kinde)

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Impuls/ Gebet:

„Ich ging eines Tages hinüber in die Kirche,“
erzählte mir ein katholischer Priester,
„da sah ich einen kleinen Jungen
mit seinem Roller.
Der kleine Kerl rollerte um den Altar herum,
Runde um Runde, eifrig und in sein Tun vertieft.
Ich sah ihm etwas zu.
Er bemerkte mich zunächst nicht.
Als er mich dann erblickte und anhielt,
fragte ich ihn: „Was machst du denn hier?“
Er antwortete – und das hatte ich nicht erwartet:
„Ich drehe für Gott Ehrenrunden
mit meinem Roller!“


Für Gott Ehrenrunden drehen,
spielend Gott dienen,
in die Lebensfreude den Gottesdienst hineinholen…
Lebensfreude als Möglichkeit
der Gottesbegegnung entdecken…
In der Freude des Alltags Gott nahe sein…
Denn Gott ist der Liebhaber des Lebens!


aus: Paul Gerhard Schoenborn: Der Sinn des Lebens ist das
Leben – Selbsterfahrungen mit der Bibel, 1981, S. 13

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Links

Gedenktage:
– 15. September: Gedächtnis der Schmerzen Mariens = G
– 16. September: Papst Cornelius u. Bischof Cyprian = G
– 17. September: Hildegard von Bingen (Kirchenlehrerin) = g
– 18. September: Lambertus = g
– 21. September: Matthäus (Apostel, Evangelist)= F
– 25. September: Nikolaus von Flüe = g

21.-28. September 2021: Sukkot – das Laubhüttenfest (Judentum)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 13. Sept. 2021

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