5. Sonntag B

5. Sonntag im Jahreskreis B

Sonntag, 7. Februar 2021

1. Lesung: (Ijob 7,1-4.6-7) Von einem, der in Nächten voller Mühsal sich seine Gedanken macht…
2. Lesung: (1 Kor 9,16-19.22-23) Von einem, der nicht anders kann als das Evangelium zu verkünden..
Evangelium: (Mk 1,29-39) Von Jesus, der sich zum Gebet zurückzieht…

5. Sonntag im Jahreskreis B

 7. Februar 2021

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: Ijob 7,1-4.6-7 
Nächte voller Mühsal teilte man mir zu

Antwortpsalm: Ps 147,1-2.3-4.5-6
Lobet den Herrn, er heilt die gebrochenen Herzen

–> zu Psalm 147: Lobpreis auf Gottes besondere Fürsorge für Jerusalem

2. Lesung: 1. Korintherbrief 9,16-19.22-23 
Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 8,17)
Halleluja. Halleluja.
Christus hat unsere Leiden auf sich genommen,
unsere Krankheiten hat er getragen.
Halleluja!

Evangelium: Mk 1,29-39 
Christus heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten

* * *

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Evangelientext (Mk 1,29-39)Studienübersetzung von G. M. Ehlert 

Und sogleich (= geradewegs) aus der Synagoge herausgehend
kamen sie in das Haus (des) Simon und Andreas
mit Jakobus und Johannes.

Aber die Schwiegermutter (des) Simon
lag darnieder fiebernd
und sogleich redeten sie mit ihm über sie.

Und herangekommen weckte/ richtete er sie auf
kraftvoll anfassend die Hand
und es verließ sie das Fieber
und sie war dienstbar ihnen.


Spät aber war es geworden,
nachdem untergegangen war die Sonne
trugen sie zu ihm alle die Übel Habenden und die Dämonenbesessenen

und es war (die) ganze Stadt vor der Tür versammelt

und er therapierte viele Übel Habende an verschiedenartigen Krankheiten
und er warf heraus viele Dämonen,
und nicht ließ er zu, dass die Dämonen Laute gaben (= von ihm sprachen),
denn: sie hatten ihn erkannt [dass er der Christus ist].


Und früh(als es noch) ganz Nacht (war) aufgestanden – ging er hinaus
und er ging weg an einen einsamen Ort
und dort betete er.

Und es eilten ihm nach Simon und die mit ihm (waren),
und sie fanden ihn und sagten ihm (folgendes):
„Alle suchen dich!“

Und er sagt zu ihnen:
„Lasst uns gehen anderswohin, in die in Reichweite seienden Ortschaften,
damit ich auch dort verkündige, dazu nämlich bin ich herausgekommen.“

Und er kam verkündigend hinein in ihre Synagogen
im ganzen (Gebiet) Galiläas,
und die Dämonen warf er heraus.

* * *

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Bild zur Meditation:

„Jesu Wirken in Kafarnaum“

Jesus lehrt + befreit + heilt + betet + zieht weiter (Mk 1,21-39)

Ein Arbeitstag Jesu (Mk 1,21-39) – Grafik von G. M. Ehlert, 29.01.2012

Ein (Arbeits-)Tag in Kafarnaum (Mk 1,21-39)

Am Sabbat – Gottesdienst in der Synagoge:
Jesus lehrt in Vollmacht
–> und sie sind betroffen von seiner Lehre
          Jesus befreit von einem unreinen Geist

Nach dem Sabbatgottesdienst – im Haus des Petrus
Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus
–> und sie dient ihnen

          Am Abend (= nach dem Sabbat):
          Jesus heilt viele von ihren Krankheiten u. treibt viele Dämonen aus

Am frühen Morgen – in der Einsamkeit
Jesus betet
–> Alle suchen dich! – sagen die Apostel
Doch Jesus zieht weiter, um das Evangelium zu verkünden.

* * *

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Impuls:

Jesu Arbeitstag ist gut ausgefüllt mit Lehren und Heilen… 
Doch für ihn heißt es dann nicht, lange ausschlafen, 
sondern „in aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“ (Mk 1,35)

Wenn unser Herr etwas Großes vor hatte, zog er sich zurück, um zu beten.

„Gib dir jeden Tag eine Stunde Zeit zur Stille. 
Außer wenn du viel zu tun hast. – 
Dann gib dir zwei!“ 
Franz von Sales (1567 – 1622) zugeschrieben

* * *

Meditation

Vergiss die Träume nicht,
wenn die Nacht wieder
über dich hereinbricht
und die Dunkelheit wieder
dich gefangen zu nehmen droht.
Noch ist nicht alles verloren.
Deine Träume und deine Sehnsüchte
tragen Bilder der Hoffnung in sich.
Deine Seele weiß,
dass in der Tiefe Heilung schlummert
und bald in dir ein neuer Tag erwacht.

Ich wünsche dir,
dass du die Zeiten der Einsamkeit
nicht als versäumtes Leben erfährst,
sondern dass du beim Hineinhorchen
in dich selbst
noch Unerschlossenes in dir entdeckst.

Ich wünsche dir,
dass dich all das Unerfüllte
in deinem Leben nicht erdrückt,
sondern dass du dankbar sein kannst
für das, was dir an Schönem gelingt.

Ich wünsche dir,
dass all deine Traurigkeiten
nicht vergeblich sind,
sondern dass du aus der Berührung
mit deinen Tiefen auch
Freude wieder neu erleben kannst.

(Irisches Segensgebet)

 

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Links:

–> zu den Liturgischen Texten:  Schott-Messbuch 5. Sonntag im Jahreskreis B

Gedanken zum Evangelium (Mk 1,29-39)

siehe: „Ein Arbeitstag im Leben Jesu – Mk 1,22-39

Gedenktage:

– 2. Februar: Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess)
– 3. Februar: Blasius = g
– 10. Februar: Scholastika = G
– 14. Februar: Kyrill u. Method = F
– 14. Februar: Valentin (Valentinstag)


* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand 02.02.2021

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