Erscheinung des Herrn

Hochfest der Erscheinung des Herrn
(Dreikönigsfest)

Mittwoch, 6. Januar 2021

1. Lesung: (Jes 60,1-6) Könige aus der Ferne kommen zum Licht der Welt …
2. Lesung: (Eph 3,2-3a.5-6) alle Völker haben teil an der Verheißung in Christus…
Evangelium: (Mt 2,1-12) Sterndeuter aus dem Osten kommen, um Christus zu verehren…

Liturgische Texte zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

Eröffnungsvers: (vgl. Mal 3,1; 1 Chr 19,12)
Seht, gekommen ist der Herrscher, der HERR.
In seiner Hand ist die macht und das Reich.

Tagesgebet
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesája (Jes 60,1-6)
Die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir

Antwortpsalm: Psalm 72,1-2.7-8.10-11.12-13
Alle König müssen ihm huldigen,
alle Völker ihm dienen.

–> zum Psalm 72: Gebet des Königs David für seinen Sohn Salomo   

ZWEITE Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus (Eph 3,2-3a.5-6)
Jetzt ist offenbart worden: Auch die Heiden haben an der Verheißung in Christus Jesus teil 

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 2,1)
Halleluja! Halleluja!
Wir haben seinen Stern gesehen
und sind gekommen, dem Herrn zu huldigen.
Halleluja!

Evangelium aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,1-12)
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. 

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EvangelientextStudienübersetzung G. M. Ehlert

siehe Festtagsevangelium: Matthäus 2,1-12

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Bild zur Meditation:

„Der Königsweg“

Kweg-a

zu einer Bild-Meditation:  Der Königsweg – Bild u. Gedanken zu Mt 2,1-12
(Eine Power-Point-Präsentation)

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Impuls:

Hochfest der Erscheinung des Herrn
und die „heiligen drei Könige“

Das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Fest der „Heiligen Drei Könige“ ist ein „zweites Weihnachtsfest.

Während an Weihnachten (25. Dezember) das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes Jesus den Hirten – als Vertretern des jüdischen Volkes – durch Engel erschlossen wird,

kommen am Hochfest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) mit den Sterndeuter aus dem Osten die Vertreter der Völker zu der Erkenntnis, dass in der Geburt Jesu der wahre Friedenskönig auf die Welt gekommen ist.

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Wie aus den “Magoi” (aus dem Matthäusevangelium Mt 2,1) die “heiligen Drei Könige” wurden:

“Die Heiligen Drei Könige”

  • Sie waren “Magoi (Magier)

= Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die dem persischen Gott des Lichtes (Mithras) dienten. Sie waren zugleich Astrologen und wirkten oft als Berater von Königen, Fürsten und reichen Leuten.

Magier = Menschen, die im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel sehnsüchtig nach der Erfüllung göttlicher Verheißung Ausschau hielten.

  • Sie waren “Sterndeuter – so nennt sie das Matthäusevangelium

d.h. Menschen, die aus dem Erkennen der Sterne die richtigen Schlüsse ziehen können.

Sterndeuter = Menschen, die in der Sternstunde ihres Lebens aufbrechen auf einen weiten Weg, um das Verheißene zu finden, im Vertrauen auf die Zeichen, die Gott gibt.

  • Es waren “Drei – so bezeugen es alte Traditionen

Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her

  • Es waren 3 Männer – so in alten Schriften = Menschen mit Manneskraft – Tapferkeit und Ausdauer
  • Sie werden “Könige” genannt – seit dem 6. Jahrhundert
  • Sie bekommen die Namen: Caspar, Melchior, Balthasar – seit dem 9. Jahrhundert
  • Den “Mohrenkönig” gibt es seit dem 12. Jahrhundert.

Sie gelten als Vertreter – der drei Rassen (Inder, Europäer, Afrikaner) – der drei Erdteile (Asien, Europa, Afrika) – der drei Lebensalter (Jugend, Mannesalter, Greis)

  • Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden in Mailand verehrt und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt werden.
  • Sie gelten als die Patrone der Reisenden.

Die Gasthausnamen Mohr, Stern, Krone erinnern daran.

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Wo ist der neugeborene König der Juden? (Mt 2,2)

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen
und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“
Das ist die erste Frage überhaupt im Neuen Testament. Das gesamte Neue Testament will Antwort geben auf diese Frage suchender Menschen nach dem Christus – dem Retter der Welt. 
Die erste Frage im Alten Testament übrigens ist die Frage Gottes: Adam (= Mensch), „wo bist du?“ (Gen 3,9)
Das gesamte Alte Testament bezeugt uns die immer wieder neue Suche Gottes nach dem Menschen. 

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Die Namensbedeutung der Heiligen Drei Könige

„Caspar“ –  „Schatz verwalten“
„Caspar“ möchte ich sein, der Dir, Christus  – dem wahren König –
das „Gold“ eines strahlenden Glaubens schenkt.

„Melchior“ –  „König des Lichtes“
„Melchior“ möchte ich sein, der Dich – den herrlichen Sohne Gottes –
mit dem „Weihrauch“ einer aufrichtigen Liebe ehrt.

„Balthasar“ –  „Gott schütze sein Leben“
„Balthasar“ möchte ich sein, der Dich, Jesus,  – den barmherzigen Heiland –

mit der Myrrhe, dem wohlriechenden Öl einer nicht zu besiegenden Hoffnung salbt.

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Links:

–> zu den Liturgischen Texten siehe Schott: Erscheinung des Herrn

–> Gedenktage:

am 6. Januar = HOCHFEST DER ERSCHEINUNG DES HERRN (= Heilige Drei Könige)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand 04.01.2021

 

 

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