Christkönigssonntag A

Christkönigssonntag A

Sonntag, 22. November 2020
Letzter Sonntag im kirchlichen Jahreskreis A
Totensonntag, Ewigkeitssonntag

1. Lesung: (Ez 34,11-12.15-17) Gott selbst kümmert sich wie ein Hirt um seine Herde...
2. Lesung: (1 Kor 15,20-26.28) Christus wird seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben…
Evangelium: (Mt 25,31-46) Christus wird als Herrscher die Menschen voneinander seiden…

Liturgische Texte zum Christkönigssonntag A

Eröffnungsvers (Offb 5,12; 1,6)
Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist,
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Herrschermacht in Ewigkeit.

Tagesgebet:
Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast deinem geliebten Sohn
alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf Erden
und ihn zum Haupt der neuen Schöpfung gemacht.
Befreie alle Geschöpfe von der Macht des Bösen,
damit sie allein dir dienen
und dich in Ewigkeit rühmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

Erste Lesung: Ezechiel (Ez 34,11-12.15-17)
Ihr – meine Herde – ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken

Antwortpsalm Ps 23
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

–>zu Psalm 23: JHWH – mein Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber ;
u. JHWH – mein Hirt  

Zweite Lesung: 1. Korintherbrief (1 Kor 15,20-26.28)
Christus wird seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben, damit Gott herrscht über alles und in allem

Ruf vor dem Evangelium (Mk 11,9.10)
Halleluja. Halleluja.
Gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn!
Gesegnet das Reich unseres Vaters David,
das nun kommt.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 25,31-46
Der Menschensohn wird sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen, und er wird die Menschen voneinander scheiden

–> Rede Jesu vom Weltgericht:  Mt 25,31-46  (Studienübersetzung)

Messtexte zum Christkönigssonntag im Jahreskreis A (Schott)

* * *

Evangelientext (Mt 25,31-46) (Arbeitsübersetzung von G. M. Ehlert)

Christus, der Weltenrichter

Wann aber kommen wird der „Sohn des Menschen“ (= Jesus Christus) in seiner Herrlichkeit
und alle die (himmlischen) Boten mit ihm;
dann wird er sich niedersetzen auf (dem) Thron seiner Herrlichkeit.
Und es werden zusammengeführt werden vor ihm all die Nationen,
und abtrennen wird er sie voneinander,
gleichwie der Hirt abtrennt die Schafe von den Ziegenböcken,
und er wird (hin)stellen – das bleibt – (die) Schafe zu seiner Rechten,
die (Ziegen-)Böcklein aber zur Linken.

Dann wird reden der König zu denen zu seiner Rechten:
Wohlan (= Kommt her) ihr Wohlbeworteten (= Gesegneten) meines Vaters,
beerbt (= nehmt als Erbe) die euch bereitetwordene Königsherrschaft
seit dem Herabwurf (= Grundlegung) der Welt.
Ich hungerte nämlich
und ihr schenktet mir zu speisen,
ich dürstete
und ihr ließet trinken mich,
mich – fremd war ich –
und ihr versammeltet mich (= nahmt mich gastlich in eure Gemeinschaft auf),
Nackt (war ich)
und ihr umwarfet (= bekleidetet) mich (mit einem Gewand),
kraftlos (= unvermögend, krank) war ich und
ihr hattet Aufsicht nach mir/ gabt auf mich acht
im Wachlokal (= Gewahrsam) war ich
und ihr kamt (weiterhin) zu mir.

Dann werden antworten ihm die Gerechten, sagend:
Herr, wann haben wir dich gesehen
hungernd und speisten dich
oder dürstend und tränkten dich
wann aber sahen wir dich fremd und versammelten dich
oder nackt und umwarfen dich
wann aber sahen wir dich kraftlos
oder im Gewahrsam
und kamen zu dir?

Und antwortend wird der König ihnen sagen:
Amen, ich sage euch:
Auf wie viel ihr angetan habt einem dieser meiner Brüder (und Schwestern); (wörtl. aus gleichem Schoß) der Geringsten,
mir habt ihr es angetan.

Dann wird er reden auch zu denen zur Linken:
Geht (weg) von mir [die] ‚unter-den-Verfluchungen-gebliebenen‘
in das ewige Feuer,
das bereitetwordene für den Durcheinanderwerfer (= Teufel) und seine Boten.
Ich hungerte nämlich
und nicht schenktet ihr mir zu speisen;
[und] ich dürstete und nicht ließet ihr trinken mich;
fremd war ich und nicht versammeltet ihr mich
nackt (war ich) und nicht umwarfet ihr mich (mit einem Gewand)
kraftlos
und in Gewahrsam (war ich)
und nicht hattet ihr Aufsicht nach mir.

Dann werden sie antworten auch zu ihm sagend:
Herr, wann haben wir dich gesehen
hungernd
oder dürstend
oder fremd
oder nackt
oder kraftlos
oder im Gewahrsam
und sind nicht dienstbar gewesen dir?

Dann wird er antworten, ihnen sagend:
Amen, ich sage euch,
auf wie viel ihr nicht angetan habt einem dieser der Geringsten,
auch nicht mir angetan habt.

Und weggehen werden diese in die ewige Strafe,
die aber Gerechten in das ewige Leben.

* * *

Bild zur Meditation:

„Was ihr dem Geringsten getan habt…“

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„Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr MIR getan.“ – Grafik zu Mt 25,31-46 von G. M. Ehlert, Nov. 2017

Bildlegende:

Worauf es ankommt, wenn Christus in seiner Herrlichkeit kommt…

Hungrige speisen – wie der Junge, der seine 5 Gerstenbrote und seine 2 Fische zur Verfügung stellt, sodass Jesus die 5000 Menschen speisen konnte (siehe Joh 6,1-14);
Durstige tränken – wie die samaritanische Frau am Jakobsbrunnen, als Jesus sie in der Mittagshitze um einen Schluck Wasser bittet (siehe Joh 4,5-42)
Fremde/ Pilger beherbergen – wie diejenigen, welche Kinder (vgl. Mt 18,5) oder die Jünger (vgl. Mt 10,40-42) gastlich aufnehmen;
Nackte bekleiden – wie der Soldat Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte bevor er im Traum erfuhr, dass Christus selbst der Empfänger war;
Kranke pflegen – wie der barmherzige Samaritaner, der den Zerschlagenen sah und ihm half (siehe Lk 10,25-37)
Gefangene besuchen – wie z.B. der Sklave Onesimus den Apostel Paulus im Gefängnis besuchte (vgl. Philemonbrief 1,8-20)
Tote begraben – wie die Ratsherren Joseph von Arimatäa u. Nikodemus zusammen mit den Frauen für ein würdiges Begräbnis Jesu sorgten (siehe Joh 19,38-42)

* * *

Impuls:

zum Sonntagsevangelium vom Christkönigsfest
Matthäusevangelium 25,31-46: Rede Jesu vom Weltgericht

Wer sind die, zu denen der König sagt: “Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!” (Mt 25,41b)?

Es sind die, die sich beharrlich weigern, den Bereich dessen, was unter dem Fluch Gottes steht, zu verlassen; es sind die, welche nicht bereit waren, anderen Gutes zu tun.

Passwort und PIN zum Himmelreich:

Für viele Bereiche brauchen wir ein Passwort und eine PIN (= Persönliche Identifikations-Nummer) –

Das Passwort, das uns den Zugang zum Himmelreich eröffnet, lautet: BARMHERZIG-SEIN

und die dazugehörige PIN (= Personen in Not) werden in der Rede Jesu  vom Weltgericht (Mt 25,31-46) aufgeführt:

Hungernden zu essen und Durstigen zu trinken geben;
Fremde und Heimatlose aufnehmen;
Arme mit Kleidern versorgen;
Kranke besuchen und mit Gefangenen Kontakt pflegen
(und darüber hinaus Tote würdig begraben). –

Ein Zugang zum Himmelreich ist also für alle Menschen möglich, unabhängig davon, ob sie Christus kennen oder nicht.

* * * 

Gebet:

Herr Jesus Christus,
lass mich erkennen,
wie du verborgen regierst als Herrscher der Welt,
so wie du einst bei deinem Tod am Kreuz
über Sünde und Tod triumphiert hast.
Lass mich darauf vertrauen,
dass deine Macht
stärker ist als die Mächte dieser Welt,
dass ich mich vor nichts fürchten muss
und du mir immer Kraft gibst.

Herr Jesus Christus,
zeige dich den Gläubigen als Herrscher der Welt
dass wir mutig für dich eintreten
und für die Menschen, die uns anvertraut sind.
Zeige uns, wie dein Name die Welt verändert.
Lass uns schon jetzt in dieser Welt
in deinem Namen siegreich sein
und bei deinem Kommen in Herrlichkeit
mit dir und dem Vater vereint sein in Ewigkeit.
Amen.


* * *

Links:

–> Liturgische Texte – siehe Schott: Christkönigssonntag (A)

(Lesejahr A) zu Mt 26,31-46: Jesu Rede vom Weltgericht
(Lesejahr B) – Evangelium: Joh 18,33-37
siehe auch zum Christkönigssonntag 2009
(Lesejahr C) zu Kol 1,12-20 u. Lk 23,35-43

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 25.11.2020

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