28. Sonntag A

28. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 11. Oktober 2020

1. Lesung: (Jes 25,6-10a) Vision vom Festmahl für alle Völker...


2. Lesung: (Phil 4,12-14.19-20) Gott wird alles, was ihr nötig habt, schenken…


Evangelium: (Mt 22,1-14) Vom königlichen Hochzeitsmahl…


Liturgische Texte zum 28. Sonntag A


Eröffnungsvers (Ps 130,3-4)
Würdest du, HERR, unsere Sünden beachten,
HERR, wer könnte bestehen!
Doch bei dir ist Vergebung, Gott Israels.


Tagesgebet:
Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…


Erste Lesung: aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 25,6-10a)
Der HERR wird für alle Völker ein Festmahl geben; er wird die Tränen abwischen von jedem Gesicht

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Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4-5.6
Im Haus des HERRN darf ich wohnen für immer und ewig.

–> zu Psalm 23: JHWH – mein Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber ;
u. Psalm 23: JHWH – mein Hirt


Zweite Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper (Phil 4,12-14.19-20)
Alles vermag ich durch IHN, der mir Kraft gibt

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Ruf vor dem Evangelium (vgl. Eph 1,17-18)
Halleluja! Halleluja!
Der Vater unseres Herrn Jesus Christus
erleuchte die Augen unseres Herzens,
damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Halleluja!


Evangelium: nach Matthäus (Mt 22,1-14)
Ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!… 


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Evangelientext Mt 22,1-14: (Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)


Vom königlichen Hochzeitsmahl: Mt 22,2-14:

2 Vergleichbar ist die Königsherrschaft der Himmel mit einem Menschen – einem König, der Hochzeitsfeierlichkeiten vorbereitete für seinen Sohn.

3 Und er sandte ab ((= aposteilen vgl. Apostel)) seine Bediensteten, um die Gerufenen  zu rufen zu den Hochzeitsfeierlichkeiten,
doch sie waren nicht willens zu kommen.

4 Erneut sandte er ab andere Bedienstete, er sagte:
„Sprecht zu den Gerufenen: Siehe! Mein Festmahl habe ich bereitet, meine Stiere und das Mastvieh sind geschlachtet und alles ist vorbereitet. Kommt hinein zu den Hochzeitsfeierlichkeiten.“

5 Sie aber kümmerten sich nicht darum, sie gingen weg, der eine auf seinen Acker, der andere aber auf seine Handelsreise;
6 die übrigen hielten seine Bediensteten fest, verhöhnten sie und brachten sie um.

7 Der König aber wurde erzürnt ((als er davon hörte)) und ((wollte in seinem Zorn)) hinsenden sein Heer, ((damit es)) vernichtet die Mörder von ihnen und ihre Stadt anzündet.

8 Darauf sagt er zu seinen Bediensteten:
„Die Hochzeit ist bereit, aber die Gerufenen waren nicht würdig.

9 Geht nun auf die Durchgangsstraßen der Straßen hinaus und so viele, wie ihr findet, ruft hinein zu den Hochzeitsfeierlichkeiten.“

10 Und als hinausgehen jene Bediensteten auf die Straßen, versammelten sie ((= synägagon vgl. Synagoge)) alle, welche sie fanden, Böse und auch Gute,  und es wurde angefüllt der Hochzeitssaal mit Gästen (wörtl. Hinaufliegenden).

11 Als aber der König hereinkommt, um zu schauen nach den Gästen, erblickt er dort einen Menschen, – einen, der nicht bekleidet wurde mit der Kleidung der Hochzeit.

12 Und er sagt zu ihm: „Mein lieber Freund (wörtl. „Genosse“) wie kamst du hierhin – nicht anhabend Bekleidung der Hochzeit?“

Bei großen Festmählern wie dem geschilderten war es üblich,
an die Eingeladenen Festgewänder zu verteilen.
Jeder hatte also die Möglichkeit, ein solches Gewand zu tragen.

Dieser aber verstummte. (wörtl. wurde mundgestopft).

13 Darauf spricht der König zu den Bediensteten: „mit gefesselten Füßen und Händen werft ihn hinaus in die Finsternis außerhalb, dort wird sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.“

14 Viele nämlich sind Gerufene, Wenige/ Geringe aber Auserwählte!

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Bild zur Meditation:

„Das königliche Hochzeitsgewand“

Hochzeitsgewand-a

Bildlegende:

Kirche = Gemeinschaft der Heiligen:

gerufen aus dem irdischen Alltag heraus;
geläutert u. bekleidet mit dem Festgewand
– und so geheiligt für die Teilnahme
am himmlischen Hochzeitsmahl.

vgl. 3-Stände-der-Kirche 

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Impuls:

Wofür steht das Hochzeitsgewand?

Papst Gregor der Große deutet es so:

„Was anderes als die Liebe sollen wir unter dem hochzeitlichen Kleide verstehen? Denn jener geht zu dem Hochzeitsmahle, findet sich aber mit einem hochzeitlichen Kleide angetan bei demselben nicht ein, der zwar in der heiligen Kirche neben den andern ist; aber die Liebe nicht hat. Und gewiss mit vielem Grunde nennen wir die Liebe das Hochzeitkleid. Selbst unser Erlöser war mit diesem Kleide angetan, als er in der Absicht vom Himmel kam, sich mit seiner Braut, der Kirche, zu vermählen. Einzig durch die Liebe unsers Gottes geschah es, dass sein Eingeborner die Herzen der Auserwählten mit sich vereinte. Deswegen sagt auch der heilige Johannes: ‚So hat Gott die Welt geliebt, dass er für uns seinen Eingebornen Sohn dahin gab.‘ Der also durch die Wege der Liebe zu den Menschen gekommen ist, hat deutlich genug zu erkennen gegeben, dass eben diese Liebe das Hochzeitkleid ist. Wer immer also aus euch in die Kirche eingegangen ist und dem Worte Gottes seinen Glauben verpflichtet hat, der ist schon in den Hochzeitsaal eingetreten; wenn er aber dabei die Liebe nicht hat, so ist er ohne Hochzeitkleid hineingekommen. Und gewiss, meine Brüder! Wenn je einer aus euch zu einem Hochzeitfest geladen wäre, würde er ohne Zweifel seine Kleider wechseln, und selbst durch eine anständige Kleidung beweisen und zeigen wollen, dass er an dem Freudenfeste des Bräutigams und der Braut freudigen Anteil nehme, und er würde sich schämen, vor einer muntern und feierlichen Gesellschaft mit einem verächtlichen Kleide zu erscheinen. Und wir kommen zu einem göttlichen Hochzeitmahl, und ändern den inneren Anzug der Seele nicht. Die Engel erfreuen sich, wenn die Auserwählten in den Himmel aufgenommen werden; wie unbedeutend sind also die geistlichen Feierlichkeiten in unsern Augen, die wir nicht einmal die Liebe, jenes Hochzeitkleid anziehen, das uns allein zieren könnte?“

(Homilien 38, 8 – 13).

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Gebet:

Gott, du Mitte unserer Gemeinde,
du hast mit uns, deinem Volk
einen Bund geschlossen
der nie ein Ende haben soll.

Du hast uns alle in der Taufe
mit dem königlichen Gewand der Gnade bekleidet
und lädst uns immer neu ein
dir in Brot und Wein zu begegnen
Und uns vorzubereiten,
auf das große Festmahl,
das du für uns bereitet hast.

Lass uns deine Einladung nicht vergessen –
wir wollen uns in deinen Dienst stellen
und in den Dienst der ganzen Gemeinde,
damit alle zu dir finden
die deinen Ruf hören.

Begleite uns und unser Bemühen
mit deinem Segen.

(Helene Renner)

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Links:

–> Liturgische Texte – siehe Schott Messtexte zum 28. Sonntag im Jahreskreis A

Gedenktage:

– 15. Oktober: Teresa von Avila (Kirchenlehrerin) = G
– 16. Oktober: Hedwig von Schlesien = g
– 16. Oktober: Margareta Maria Alacoque = g
– 17. Oktober: Ignatius von Antiochien = G
– 18. Oktober: Lukas (Evangelist) = F


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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 07.10.2020

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