22. Sonntag A

22. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 30. August 2020

1. Lesung: (Jer 20,7-9) von einem, der sich „betören“ ließ...
2. Lesung: (Röm 12,1-2) vom wahren und Gott angemessenen Gottesdienst…
Evangelium: (Mt 16,21-27) von der Kreuzesnachfolge Jesu…

Liturgische Texte zum 22. Sonntag A

Eröffnungsvers (Ps 86,3.5)
Sei mir gnädig, o HERR. Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
HERR, du bist gütig und bereit, zu verzeihen;
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.

Tagesgebet:
Allmächtiger Gott,
von dir kommt alles Gute.
Pflanze in unser Herz
die Liebe zu deinem Namen ein.
Binde uns immer mehr an dich,
damit in uns wächst, was gut und heilig ist.
Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

Erste Lesung: Jer 20,7-9
Das Wort des HERRN bringt mir Spott und Hohn

Antwortpsalm: Ps 63,2.3-4.5-6.8-9
Meine Seele dürstet nach dir, mein Gott.

–> Psalm 63: Sehnsucht nach Gott

Zweite Lesung: Röm 12,1-2
Bringt euch selbst als lebendiges Opfer dar, das Gott gefällt

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Eph 1,17-18)
Halleluja! Halleluja!
Der Vater unseres Herrn Jesus Christus
erleuchte die Augen unseres Herzens,
damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Halleluja!

Evangelium: Matthäus 16,21-27
Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst  

* * *

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Evangelientext (Mt 16,21-27) (Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)

16,21 Von da/ damals an begann der Jesus [Christus]
zu zeigen den Jüngern von ihm, (folgendes):
es ist nötig für ihn
nach Jerusalem wegzukommen
und vieles zu leiden von den Ältesten und Hohepriestern
und Schriftgelehrten [des Volkes]
und umgebracht zu werden
und des dritten Tages erweckt zu werden /
[am dritten Tag aufzuerstehen].
22 Und ihn zu sich/ beiseite genommen habend
der Petrus begann ihn zu verwarnen – sagend:
ausgesühnt
(bist) du, Herr
nicht – ja nicht – wird/ soll dir dieses werden. 23 Der aber umgewendet worden
sprach
zu dem Petrus:
hinter mich, folge mir, Widersacher
(=Satan)
ein Ärgernis/ Fallstrick (=Skandal) bist du mir
denn nicht denkst/ urteilst du das des Gottes,
sondern das der Menschen.
24 Dann sprach der Jesus (zu) seinen Jüngern,
wenn irgendwer willens ist
hinter mir her zu kommen,
ableugne er sich selbst
(= sage er sich los von sich selbst),
und erhebe (für/ auf sich) den Pfahl (= Kreuz)seinen –
und gehe zusammen mit mir.
25 Welcher nämlich wenn/ falls/ sooft er sein (psychisches) Leben retten wollte,
wird er es weglösen/ verlieren/ zu Grunde richten/ vernichten,
welcher aber sein (psychisches) Leben weglöst/ verliert/
zu Grunde richtet/ vernichtet
um meinetwillen,
der wird es
(auf)finden.

26 Was nämlich fördert/ nützt/ unterstützt es einem Menschen,
wenn er den ganzen Kosmos gewänne,
das aber
(psychische) Leben von ihm Schaden erleiden würde?
oder was wird geben ein Mensch
(als) Austausch (für) sein (psychisches) Leben?

27 Es „schickt sich an“/ ist im Begriff nämlich
der Sohn des Menschen
zu kommen/ heimzukehren / in Erscheinung zu treten…
in/ mit der Herrlichkeit des Vaters von ihm
mit den Engeln von ihm
und dann wird er geben einem jeglichen
gemäß seines Gewirkten.
28 Amen/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Es sind einige der hier Stehenden,
welche nicht – ja nicht – vom Tod schmecken werden,
solange bis sie gewahren den Sohn des Menschen
heimkommend/ wiederkommend in/ mit seinem Königreich.

* * *

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Bild zur Meditation:

„verschiedene Messiasvorstellungen“

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik von G. M. Ehlert, 10.09.2018

Bildlegende:

Simon Petrus stellt sich Jesus in den Weg,
als Jesus vom Kreuztragen spricht…
So wird er für Jesus zum „Satan“ = Widersacher.
Jesus weist ihn wieder „in die Spur“ mit dem Wort:
hinter mich, folge mir, Widersacher (=Satan)
ein Ärgernis bist du mir
denn nicht denkst du das des Gottes,
sondern das der Menschen“.

* * *

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Impuls:

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…

Wer möchte nicht „leben wie Gott (in Frankreich)“ – d.h. unbeschwert und voller Genuss?
Doch das Leben Gottes auf unserer Erde sieht anders aus.

In Jesus von Nazaret ist Gott wahrhaftig auf diese Erde gekommen, um das Leben der Menschen zu teilen.
Verschiedene Menschen haben sich ihm angeschlossen.
Doch eines Tages sagt er zu ihnen:

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…
… muss sterben wie ein Weizenkorn…“

Petrus, der zuvor bekannt hat, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist und der ersehnte Messias – dieser Petrus stellt sich Jesus in den Weg und will ihn von seinem Weg ans Kreuz abbringen.

Würden wir das nicht genauso tun? – Wenn z.B. der schwerkranke Opa vom Sterben spricht, dass wir zu ihm sagen: „Sprich doch nicht vom Sterben – du wirst wieder gesund werden“…

Doch Jesus weist den Petrus mit unmissverständlichen Worten zurecht: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16,23)
Er erklärt denen, die ihm folgen wollen jene Lebenshaltung, die einem Leben aus dem Glauben an den lebendigen Gott entspricht:

Wer ihm folgen will, der sage sich los von all seinen eigenen Lebensentwürfen und Plänen, er akzeptiere, dass er in den Augen anderer als verrückt angesehen wird, (oder sogar verfolgt wird) weil er sich in seinem Leben zu Christus bekennt – dann wird er leben wie Gott auf dieser Erde.

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muss sterben wie ein Weizenkorn,
… muss sterben, um zu leben.
(siehe Gotteslob Nr. 460)

* * *

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Gebet:

Jesus, wer bist du für mich?
Ein besonderer Mensch, ein Prophet,
ein Wunderheiler?
Und mal anders gefragt, Jesus, wer bin ich für dich?
Ein Punkt in der Menge,
ein Rädchen im Getriebe?
Wer groß von Jesus denkt,
der hat teil an der wahren Größe: Kind Gottes zu sein.

Für Petrus ist Jesus der Messias,
der Sohn des lebendigen Gottes.
Für Jesus ist Petrus der Fels,
auf den er seine Kirche baut.

Jesus,
du bist der Grund meines Lebens,
ein Freund, der immer bei mir ist.
Jesus, du kennst mich.
Für dich bin ich einmalig und wertvoll,
bin Gottes geliebtes Kind.

Amen.

Links:

–> Liturgische Texte – siehe Schott – 22. Sonntag im Jahreskreis A

vgl. auch: „Sich zu Christus bekennen“ und
Du König auf dem Kreuzesthron

siehe auch: „Jesus und Petrus

Gedenktage:

– 25. August: Ludwig IX. König von Frankreich = g
– 27. August: Monika = G
– 28. August: Augustinus von Hippo = G

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 23.08.2020

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