2. Sonntag nach Weihnachten

2. Sonntag nach Weihnachten

Sonntag, 5. Januar 2020

1. Lesung: (Sir 24,1-2.8-12) Die Weisheit Gottes fasste Fuß im auserwählten Volk…
2. Lesung: (Eph 1,3-6.15-18) Gott hat uns vor der Erschaffung der Welt erwählt
Evangelium: (Joh 1,1-18) Im Anfang war der Logos…   

Liturgische Texte zum 2. Sonntag nach Weihnachten 

Eröffnungsvers: (Weish 18,14-15)
Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da stieg dein allmächtiges Wort, o HERR,
vom Himmel herab, vom königlichen Thron.

Tagesgebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
du erleuchtest alle, die an dich glauben.
Offenbare dich den Völkern der Erde,
damit alle Menschen
das Licht deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (Sir 24,1-2.8-12)
Die Weisheit Gottes fasste Wurzel bei seinem ruhmreichen Volk

Antwortpsalm: Psalm 147,12-13.14-15.19-20
ER sendet sein Wort zur Erde, rasch eilt sein Befehl dahin.  

–> zum Psalm 147: Lobpreis auf Gottes besondere Fürsorge für Jerusalem

ZWEITE Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus (Eph 1,3-6.15-18)
Gott hat uns im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne (und Töchter) zu werden durch Jesus Christus

–> Eph 1,3-14 Loblied auf den Heilsplan Gottes
u. zum-Lob-seiner-Herrlichkeit

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 1 Tim 3,16)
Halleluja. Halleluja.
Christus, offenbart im Fleisch, verkündet unter den Heiden,
Christus, geglaubt in der Welt: Ehre sei dir!
Halleluja.

Evangelium aus dem Johannesevangelium (Joh 1,1-18)
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

siehe: Der Johannesprolog (Joh 1,1-18)

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Bild zur Meditation:

„Der ewige Logos wird ein sterblicher Mensch“

Im Anfang war das WORT... - Johannesprolog (Joh 1,1-14) Bild: (c) G. M. Ehlert

Im Anfang war das WORT… – Johannesprolog (Joh 1,1-14); Bild, Textübertragung und Meditation von Georg Michael Ehlert, 2004

Eine Bildlegende siehe: „Johannesprolog

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Impuls:   Der Johannesprolog (Joh 1,1-5.9-18)

Lied vom göttlichen Liebeswort

Gottes WORT
1.   im innergöttlichen Gespräch
2.  im Geheimnis der Schöpfung
3.  als Lebenslicht im Herzen der Menschen
4.  in Gottes Lebensweisung
5.  im Zeugnis der Propheten
6.  im Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung
7.  und sein Ziel

Lied* vom göttlichen Liebeswort* 

·        Ein Lied…

In der Übertragung von G. M. Ehlert des Johannesprologes (Joh 1,1-5.9-12.14.17) wird daraus ein Lied, genauer gesagt: ein Hymnus. 

Hymnus ist ein liturgisches oder halbliturgisches Strophenlied in strenger Metrik.
Die letzte Strophe enthält stets die kleine Doxologie, das „Gloria patri…“ 

Vermutlich entstand dieser Brauch in Mailand während der trinitarischen Kämpfe als stets wiederholte Bekenntnisstrophe. Ambrosius von Mailand gilt als der Schöpfer vieler Hymnen. – Der Hymnus ist das „Einfallstor der volkstümlichen Melodik in die Liturgie“. Glaubenskriege mit Gnostikern, Arianern u.a. wurden auch mit volkstümlichen Liedern geführt. 

Dieser Hymnus ist ein staunendes Bekenntnis dazu, dass Gottes Liebeswort die treibende Kraft der Schöpfung ist mit dem Ziel der Verherrlichung Gottes. 

Das Lied vom göttlichen Liebeswort in der vorliegenden Übertragung ist ein jambischer Achtsilber. Er lässt sich gut singen nach der Melodie von „Gott heil’ger Schöpfer aller Stern“ (GL alt: 116; neu: 230) oder nach der Melodie von „Komm heil’ger Geist, der Leben schafft“ (GL alt: 241; neu: 342). 

·        …vom göttlichen  Liebeswort

Das griechische Wort logos (logos) heißt: Wort, Berechnung, Sinn;
gemeint ist im Johannesprolog das göttliche „Wort des Lebens“ (vgl. 1 Joh 1,1-4). 

Logos ist die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes DaBhaR = Wort, Angelegenheit, Sache, Bewandtnis, Pensum; 

vgl. zu Gottes Schöpfungswort auch Psalm 33,4-8; 
auch die göttliche Weisheit genannt (vgl. Weish 7,25-30; 
9,1.4; Sir 24,1-22; Spr 8,22-36)

***

Lied vom göttlichen LOGOS

1.  Im Anfang schon war Gottes WORT
ES war bei Gott – geborgen dort.
Und dieses WORT war Gottes Sohn
bei Gott war ER im Anfang schon.

 2.  Die Schöpfung ganz durch IHN entstand,
und ohne IHN hat nichts Bestand.
Sein Werk – in IHM das Leben war,
was lebt, ist Licht dem Menschen klar.

 3.  Dies Licht im Dunkeln scheint gar hell,
das Dunkle treibt’s nicht von der Stell‘.
Das Licht der Wahrheit viel erhellt
dem Mensch, der kommt in diese Welt.

 4.  Verborgen ist’s in uns’rer Welt,
das Gotteswort wird oft entstellt.
Und wo ES klopft und uns besucht,
da wird ES gar nicht gern gesucht. 

5.  Doch jenen, die ES nehmen auf,
erfüllt ES ihren Lebenslauf.
Zu Kindern Gottes werden sie,
die SEINEM Namen glauben hie.

 6.  Und Gottes WORT in Jesus Christ
ein sterblich‘ MENSCH geworden ist.
Hier seh’n wir Gottes Herrlichkeit,
voll Gnad‘ und Wahrheit allezeit.

 7.  Aus seiner Fülle nahmen wir
viel Gnad‘ um Gnade für und für;
denn alle Gnad‘ und Wahrheit ist
geworden ja durch Jesus Christ.

8. Lob, Preis sei Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich.

 T: Georg Michael Ehlert nach Joh 1,1-18
M: GL 230 (Gott, heil’ger Schöpfer) oder 342 (Komm, Heil’ger Geist)

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Links:

–> zu den Liturgischen Texten siehe Schott: 2. Sonntag nach Weihnachten

–> Gedenktage:

Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

am 6. Januar = HOCHFEST DER ERSCHEINUNG DES HERRN (= Heilige Drei Könige)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 01. Januar 2020

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