32. Sonntag C

32. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 10. November 2019

1. Lesung: (2 Makk 7,1-2.7a.9-14) Martyrium im Glauben an die Auferstehung
2. Lesung: (2 Thess 2,16 – 3,5) Gott wird Kraft geben zum guten Werk
Evangelium: (Lk 20,27-38) Auferestehung der Toten – gibts das überhaupt?

Liturgische Texte zum 32. Sonntag (C)

Eröffnungsvers (Ps 88,3)
„HERR, lass mein Gebet zu dir dringen,
wende dein Ohr meinem Flehen zu.“

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer (2 Makk 7,1-2.7a.9-14)
„Der König der Welt wird uns zum ewigen Leben auferwecken“

Antwortpsalm: Psalm 17,1.3.5-6.8.15
Dein Angesicht werde ich schauen, wenn ich erwache

2. Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalónicher (2 Thess 2,16 – 3,5)
„Der Herr gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort“

Ruf vor dem Evangelium (Offb 1,5a.6b)
Halleluja. Halleluja.
Jesus Christus ist der Erstgeborene der Toten.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht
in alle Ewigkeit.
Halleluja.

Evangelium aus dem Lukasevangelium: Lk 20,27-38
„Der HERR ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden“

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Lukasevangelium, Kapitel 20,27-40: (wortgetreue Übersetzung)

20,27 Hinzugekommen aber (waren) einige der Sadduzäer,
die dagegen sprechende/ Leugnende (sind): eine Auferstehung sei nicht,
sie fragten ihn (= Jesus):

28 Meister, Mose schrieb uns auf/ vor:
>>wenn jemandes Bruder stürbe
– habend eine Ehefrau –
und dieser kinderlos sei –
dann soll nehmen der Bruder sie zur Ehefrau
und möge heraus-auferstehen/ hervorgehen lassen Same (= Nachkommenschaft)
dem Bruder von ihm.<<

(vgl. Gen 38,8; Dtn 25,5f)

29 Sieben nun Brüder waren (einmal)
und der Vorderste – genommen habend eine Ehefrau – starb kinderlos
30 und (ebenso) der zweite,
31 und (ebenso) der dritte –
auf dieselbe Weise aber auch die anderen
(bis zum) Siebten –
nicht ließen sie zurück Kinder –
und sie starben.
32 Schließlich auch die Ehefrau starb.

33 Die (Ehe-)Frau nun beim Auferstehen –
wessen Ehefrau wird sie selbst sein – ?
die
(= alle) sieben nämlich hatten sie (zur) Ehefrau.

+

34 Und es sprach zu ihnen der Jesus:
„die Söhne
((und Töchter)) der Weltzeit – dieser (hier)
heiraten und werden verheiratet.

35 Die aber für würdig gehalten die Weltzeit (und zwar) jene – zu erlangen,
und die Auferstehung von den Toten,
nicht werden sie heiraten oder verheiratet werden;

36 gar nicht nämlich zu sterben werden sie ferner imstande sein,
gleich
(den) Engeln nämlich sind sie (geworden)
und Söhne ((und Töchter)) Gottes sind sie geworden
und der Auferstehung Söhne
((und Töchter)) derer von (den) Toten.

37 Dass aber auferweckt werden die Toten
und/ auch Mose hat es angezeigt/ angedeutet
(an der Stelle) des Dornbusches, insofern er (vom) HERRN
>>dem Gott Abrahams, und Gott Isaaks und Gott Jakobs<< redet.

(vgl. Ex 3,6.15)

38 Gott aber ist nicht (ein Gott) der Toten,
sondern
(von) Lebenden;
alle nämlich
(in) ihm leben sie.

39 Antwortend aber einige der Schriftgelehrten
sie sprachen: Meister, schön/ gut/ treffend hast du gesprochen;
40 nicht mehr nämlich wagten sie zu fragen ihn – nicht eines.

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Bild zur Meditation

zum Sonntagsevangelium (Lk 20,27-38)

zu Lk 20,27-38

„Gott ist ein Gott der Lebenden“ – Lk 20,27-38;
Grafik: G. M. Ehlert, 30. Oktober 2016

Bildlegende:
Auf der linken „Gedankenwolke“ die Vorstellung, dass im Himmel die sieben Männer jeweils die eine Ehefrau begehren. –
Auf der rechten „Gedankenwolke“ die Vorstellung, Jesu, dass im Himmel alle zusammen „ein Herz und eine Seele“ sein werden.
In der Bildmitte: der brennende Dornbusch mit dem Gottesnamen J H W H = Ich bin da, wo du bist
.

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weitere Impulse 

Weiterleben nach dem Tod – oder: Auferstehung von den Toten

1. Glauben Sie an ein Weiterleben nach dem Tod?
– seit Beginn der Menschheit: Grabbeigaben
– in der Tora (5 Bücher Mose) = keine Aussagen über Auferstehung
– die religiöse Partei der Sadduzäer: nein
– Blick auf heutige Todesanzeigen: vielfach = Ausdruck eines Weiterlebens im Herzen der Angehörigen…; wenige = Hoffnung auf ein Leben des Verstorbenen bei Gott.

2. ewiges Leben im Sinne eines Weiterlebens nach dem Tod
– für die Sadduzäer widersinnig: 7 Männer haben gemeinsam eine Ehefrau???

3. Jesu Antwort: – ewiges Leben!
= keine Wiedergeburt (Re-inkarnation) oder eine Unsterblichkeit der Seele,
sondern grundlegend anders
= engelgleich keine Sterblichkeit – keine Nachkommenschaft
– Gott ist ein Gott der Lebenden wir sind in seine Hand geschrieben…
für Gott / bei Gott sind alle lebendig

4. Auferstehung = Umwandlung
– Grundlage: Christus = „auferstanden von den Toten“

5. Was ist ewiges Leben?
– keine Beschreibung im Evangelium – nur andeutende Hinweise
– so wie auch im Gedicht von Marie-Luise Kaschnitz: „Ein Leben nach dem Tode“

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Links:
–> zur 1. Lesung: 2 Makk 7,1-42 Martyrium der makkabäischen Mutter und ihrer 7 Söhne
–> zum Antwortpsalm:  Psalm 17: Bittgebet eines verfolgten Gerechten
–> zur 2. Lesung: –
–> zum Evangelium:

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 32. Sonntag i.J. C

Weitere Gedanken zum heutigen Glauben an die Auferstehung
siehe auch: die-toten-werden-auferstehen

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 05. Nov. 2019

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