31. Sonntag C

31. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 3. November 2019

1. Lesung: (Weish 11,22-12,2) Gott – „Liebhaber des Lebens“
2. Lesung: (2 Thess 1,11-2,2) würdig der Berufung
Evangelium: (Lk 19,1-10) Jesus zu Gast bei Zachäus   

Liturgische Texte zum 31. Sonntag (C)

Eröffnungsvers (Ps 38,22-23)
„HERR, verlass mich nicht, bleib mir nicht fern, mein Gott!
Eile mir zu Hilfe, HERR, du mein Heil.“

Tagesgebet:
Allmächtiger, barmherziger Gott,
es ist deine Gabe und dein Werk,
wenn das gläubige Volk
dir würdig und aufrichtig dient.
Nimm alles von uns,
was uns auf dem Weg zu dir aufhält,
damit wir ungehindert der Freude entgegeneilen,
die du uns verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung aus dem Buch der Weisheit (Weish 11,22 – 12,2)
„Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles liebst, was ist“

Antwortpsalm: Psalm 145,1-2.8-9.10-11.13c-14
Ich will dich rühmen, mein Gott und König

2. Lesung aus dem 2. Brief des Apostels Paulus an die Thessalónicher (2 Thess 1,11 – 2,2)
„Der Name Jesu soll in euch verherrlicht werden und ihr in ihm“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 2 Kor 5,19)
Halleluja. Halleluja.
So sehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Halleluja.

Evangelium aus dem Lukasevangelium: Lk 19,1-10 Jesus zu Gast beim Zöllner Zachäus
„Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“

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Lukasevangelium, Kapitel 19,1-10: (wortgetreue Übersetzung)

19,1 Und hineingekommen
wollte er (=Jesus) hindurchziehen durch Jericho.
Und siehe,
(es war) ein Mann,
gerufen mit Namen Zachäus (1),
und dieser war ein Oberzöllner (2);
und dieser war reich (3).
Und er suchte zu sehen,
den Jesus, wer er ist,
und er konnte es nicht wegen der Leute;
weil er von Wuchs klein (mickrig) war.
Und so lief er nach vorn voraus,
stieg auf einen Maulbeerbaum (4),
um ihn zu sehen;
denn dort sollte er hindurchziehen.

Lk 19,1-10: = Sondergut des Lukasevangeliums
Vorausgegangen ist in Lk 18,35-43 der Einzug
Jesu in Jericho und die Heilung eines Blinden.
Eine andere Art von „Blindenheilung“ erfolgt dadurch,
dass Jesus Zachäus entdeckt und sich bei
ihm einlädt…
Jericho = eine römische Zollstation u. eine Stadt
der jüdischen Priester u. Leviten
(1) Zak-chäus = (hebr.: der Gerechte, der Unschuldige)
(2) Oberzöllner, d.h. er ist Chef der übrigen Zöllner
und arbeitet somit mit der verhassten römischen
Besatzungsmacht zusammen = für Juden ein Sünder
(3) reich: Seinen Reichtum verdankt er den überzogenen Zolleinnahmen.
Er kann sich mitten unter den Leuten nicht sehen lassen;
(evtl. auch aus Angst, von Sadduzäern mit

einem Dolch in der Menge umgebracht zu werden)
(4) Maulbeerbaum: in seinem Geäst kann er gut sehen
ohne selbst gesehen zu werden.
Auf einen
Baum steigen – ist für einen Mann unehrenhaft

Und als gekommen zu dem Ort,
blickte auf (der) Jesus (5)
sprach zu ihm:
Zachäus, schnell (= spute dich) steig herab,
heute (6) nämlich in deinem Haus muss ich bleiben.
Und schnell stieg er herab
und nahm ihn auf mit Freuden.

(5) Beachte: Jesus blickt auf zu Zachäus!
(6) Heute = hat im lk. Evangelium heilsgeschichtliche
Bedeutung (vgl. 2,11; 4,21; 5,26)

Und die es sahen,
nörgelten alle und sagten:
Zu einem sündigen Mann ist er gegangen,
um einzukehren (7).

(7) Einkehren zum Mahl, besonders zum Sabbatmahl
war eine Ehrung für den Gastgeber.
Jüdische Fromme hielten mit Zöllnern und öffentlichen
Sündern keine Tischgemeinschaft (vgl. 15,2)

Es stellte sich hin aber Zachäus
(und) sprach zum Herrn:
Siehe!
Die Hälfte von meinem Hab und Gut, Herr,
gebe ich den Armen.
Und wenn ich jemand ausgebeutet habe,
gebe ich es vierfach zurück. (8)

(8) In der Begegnung mit Jesus wird Zachäus seinem
Namen gerecht und ist bereit, sein ungerechtes
Tun durch Werke der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit
wieder gut zu machen –
über alle gebotenen Maße = 120% (vgl. Lev 5,24;
Num 5,6f) hinaus.
Damit will er das vollziehen, was der Täufer als
Frucht der Umkehr (3,8.12) gefordert hat:
Wohltätigkeit
gegenüber den Armen.

Sprach Jesus zu ihm:
Heute ist Rettung diesem Haus widerfahren,
weil auch der ein Sohn Abrahams ist. (9)

(9) Sohn Abrahams:
Bei den Juden zur Zeit Jesu wurde diskutiert, wer
zu den Söhnen Abrahams und damit zu den Trägern
der Verheißung Gottes dazugehörte

Es ist gekommen nämlich der Menschensohn,
zu suchen und zu retten das Verlorene. (10)

(10) In Jesus, dem Menschensohn, erfüllt sich
die Verheißung von Ez 34,1; 34,16.

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Bild zur Meditation

zum Sonntagsevangelium (Lk 19,1-10)

Zöllner Zachäus

Bildlegende:
Auf der linken Seite des Triptychons im Grünton (= Farbe der Hoffnung) = Zachäus in einem Baum von Geld, Jesus blickt zu ihm hinaus (!). Im Hintergrund am Stadttor die Zollstation mit der Waage, dem Symbol der Gerechtigkeit. Zakchäus heißt zwar „der Gerechte“, doch sein bisheriges Handeln war alles andere als gerecht.
In der Mitte im Gold- und Rotton ( = Farbe der Herrlichkeit u. Liebe) – Jesus zu Gast bei Zachäus = Zeichen liebender Wertschätzung; im Vordergrund der Protest der „anständigen“ Leute; oben der Regensbogen u. die Taube = Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen;
Auf der rechten Seite im Blauton (= Farbe des Glaubens/ der Treue) – Zachäus bei der Erfüllung seines Versprechens – er verteilt von seinem Hab u. Gut an die Armen. Jesus stärkt ihm dabei den Rücken.

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weitere Impulse zum Sonntagsevangelium

Bild1

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Links:
–> zur 1. Lesung: –
–> zum Antwortpsalm: Psalm 145: Das ABC des Lobpreises der Größe und Güte Gottes
–> zur 2. Lesung: –
–> zum Evangelium:

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 31. Sonntag i.J. C

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 27. Okt. 2019

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