24. Sonntag C

24. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 15. September 2019

1. Lesung: (Ex 32,7-14) Auch Gott ist bereit zu Reue u. Umkehr
2. Lesung: (1 Tim 1,12-17) Christus ist gekommen, Sünder zu retten
Evangelium: (Lk 15,1-32) Im Himmel herrscht Freude über jeden der umkehrt

Liturgische Texte zum 24. Sonntag (C)

Eröffnungsvers (vgl. Sir 36,18.21-22)
„HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebet deiner Diener und deines Volkes.“

Tagesgebet
Gott,
du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung aus dem Buch der Exodus (Ex 32,7-11.13-14)
„Der HERR ließ sich das Böse reuen, das er seinem Volk angedroht hatte“

Antwortpsalm: Ps 51,3-4.12-13.17 u. 19
Gott sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen

2. Lesung aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an Timótheus (1 Tim 1,12-17)
„Christus Jesus ist gekommen, um die Sünder zu retten“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 2 Kor 5,19)
Halleluja! Halleluja!
Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt
und uns das Wort von der Versöhnung anvertraut.

Halleluja!

Evangelium nach Lukas (Lk 15,1-32 oder Lk 15,1-10)
„Im Himmel herrscht Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt“

* * *

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Lukasevangelium, Kapitel 15,1-32: (wortgetreue Übersetzung)

15,1 Es waren aber ihm (= Jesus) Nahende
all die Zolleinnehmer und die Sünder
zu hören ihn

2 und es murrten die  Pharisäer
und die Schriftgelehrten sagend (folgendes):
„dieser – Sünder nimmt er an/ auf
und isst zusammen mit ihnen.“

3 Er sprach aber zu ihnen das Gleichnis
dieses sagend:

4 „Welcher Mensch aus/ von euch –
habend einhundert Schafe
und verlöre aus ihnen eines
(würde) nicht zurücklassen die neunundneunzig in der Ödnis
und gehen auf das Verdorbene/ Verlorene
solange bis er dieses fände?

5 Und es gefunden (habend)
legt er es auf seine Schulter – sich freuend.

6 Und gekommen in das Haus ruft er zusammen
die Freunde und die Nachbarn sagend (zu) ihnen:
‚Freut euch mit mir, denn ich habe (wieder-)gefunden das Schaf (von) mir – das Verlorene.‘

7 Ich sage euch (folgendes):
Ebenso ist Freude in dem Himmel
über einen umkehrenden Sündigen
mehr als über neunundneunzig Gerechte,
welche kein Bedürfnis/ keinen Bedarf  haben (zur) Umkehr.

8 Oder:

welche Frau,
Drachmen habend zehn,
und verlöre eine
(würde) nicht anzünden eine Leuchte/ Lampe
und fegen das Haus
und suchen sorgfältig
solange bis sie diese fände?

9 Und sie gefunden habend
ruft sie zusammen die Freundinnen und Nachbarinnen sagend:
freut euch mit mir,
denn ich habe (wieder-)gefunden die Drachme, welche ich verloren hatte.‘

10 Ebenso sage ich euch:
„es wird (geboren) werden Freude vor dem Angesicht der (göttlichen) Boten des Gottes über einen Sündigen (der) umkehrend/ mitdenkend ist.“

11 Er sprach aber:

„Ein Mensch – welcher hatte zwei Söhne

12 Und es sprach der Jüngere (von) ihnen (zu) dem Vater
‚Vater, gib mir den zukommenden (wörtl. über-werfenden) Anteil des Vermögens.  

Der aber teilte  zu (wörtl. durch-erwählte) ihnen das Leben(serhaltende)

13 Und nach nicht vielen Tagen zusammengebracht habend alles
der jüngere Sohn verreiste in eine lange/ ferne Region
und dort verschleuderte (wörtl. durchzerstreute) er sein Vermögen
lebend heillos/ unheilvoll/ sittlich verdorben.

14 Sich verausgabt habend aber sein alles
wurde (geboren) eine starke Hunger(snot) hinein in jene Gegend – lang (andauernd)
und (für) ihn begann Mangel (zu haben)

15 und er ging – sich anhaftend einem der Bürger der dortigen Gegend

und der schickte ihn zu weiden die Schweine.

16 Und er begehrte gesättigt zu werden
aus den (Futter-)Schoten, welche die Schweine fraßen,
und nicht einer gab (sie) ihm.

17 Hinein zu sich selbst aber gekommen erklärte er:
‚Wieviele Entlohnte meines Vaters haben im Übermaß Brote,
ich aber – vor Hunger hier komme ich um/ verderbe ich.

18 Auf(er)stehend ich werde gehen zu meinem Vater
und ich werde reden mit ihm:

Vater,
ich habe gesündigt gegen den Himmel
und vor deinen Augen.

19 Nicht mehr bin ich würdig gerufen zu werden „dein Sohn“
mache mich wie einen deiner Entlohnten.‘

20 Und aufgestanden/ auferstanden kam er zu dem – seinem – Vater.

Noch aber selbst weit entfernt seiend 
sah ihn der Vater
und im Innersten (ward er bewegt)
und eilend – drängte er sich stürmisch heran –
auf seinen Hals (zu) und küsste ihn .

21 Es sprach aber der Sohn zu ihm:
‚Vater,
ich habe gesündigt gegen den Himmel
und vor deinen Augen.
Nicht mehr bin ich würdig gerufen zu werden „dein Sohn“‘
[mache mich wie einen deiner Entlohnten]

22 Es sprach aber der Vater zu den Dienern von ihm:
‚Schleunigst bringt heraus
das (langwallende) Gewand (wörtl. Stola)
das Erste/ Vorrangige
und bekleidet ihn (damit)
und gebt den (Siegel-)Ring an/ in seine Hand
und Sandalen an die Füße.

23 und tragt (herbei) das Kalb, das Gemästete, schlachtet/ opfert es
und es verzehrend /verzehrt habend
mögen wir wohlgesinnt werden.

24 denn
dieser – der Sohn von mir – erstorben war er,
und er lebt wieder auf,
er war verdorben/ verloren und er wurde gefunden.‘

Und sie fingen an, wohlgesinnt zu sein.

25 Es war aber der – sein Sohn – (der) Ältere (wörtl. Presbyter) im Acker und (heim-)kommend näherte er sich dem Haus.
Er hörte Musik (wörtl. Symphonie) und Tanz (wörtl. Chöre)

26 Und herbeirufend einen der Knappen
erfragte er, was das wohl sei.

27 Der aber sprach zu ihm (folgendes):
‚Dein Bruder ist gekommen
und es opferte/ schlachtete dein Vater
das Kalb, das gemästete,
(dafür) dass er ihn gesund wiedererhalten hat.‘

28 Erzürnt wurde er und war nicht willens hineinzukommen.

Der aber – sein Vater – kam heraus
er rief ihn beiseite/ er lud ihn ein.

29 Der aber antwortend sprach (zu) dem Vater:
‚Siehe!
So viele Jahre diene ich dir,
und niemals habe ich dein Innenziel übergangen (übertreten),
und/ doch niemals gabst du mir einen (Ziegen-)Bock,
damit ich mit meinen Freunden wohlgesinnt werde.

30 Nachdem aber der Sohn dein –
dieser,
der verschlungen habend dein Leben(s)erhaltendes  mit Huren
kam,
schlachtopferst du ihm
das gemästete Kalb.‘

31 Der aber sagte ihm:
‚Kind, du – ja du – jederzeit mit/ bei mir bist du
und alles was mein – dein ist

32 Wohlgesinnt zu werden aber
und erfreut zu werden geziemt es,

denn:
dieser – dein Bruder – erstorben war er
und er lebt wieder auf
und  verdorben/ verloren war er
und er wurde gefunden.'“

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Bild zur Meditation

zum Sonntagsevangelium (Lk 15,1-32)
Von der Freude des Himmels über jeden, der zu Gott heimkehrt

Pforte der Barmherzigkeit – zu Lk 15,1-32; Grafik: G. M. Ehlert

Drei Gleichnisse Jesu aus dem Lukasevangelium:

Von der Freude mit dem Hirten, der sein verlorenes Schaf wieder zurückbringt (Lk 15,3-7)

Von der Freude mit der Frau, welche eine verlorene Drachme wiederfindet (Lk 15,8-10)

Von der Freude des barmherzigen Vaters über seinen zurückgekehrten Sohn und vom Bemühen um Mitfreude seines älteren Sohnes (Lk 15,11-32)

Von der Freude des Himmels über jeden, der zu Gott heimkehrt

Lukas stellt drei Gleichnisse hintereinander:
Das verlorene Schaf, das wiedergefunden wurde;
die verlorene Drachme, die wiedergefunden wurde;
der Sohn, der tot war und wieder zum Leben zurückgekehrt ist;

so werden wir durch ein dreifaches Heilmittel aufgerufen,
unsere Sünden zu heilen:

Christus trägt dich als Hirt mit seinem Leib,

O-4

die Kirche sucht dich als Mutter,

frau-drachme-4a

Gott nimmt dich auf als Vater.“

barmherzigerVater

(Ambrosius von Mailand)

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Impulse

Verloren + wiedergefunden
–>
sich miteinander freuen

Christus, du bist der gute Hirt,
der das wiedergefundene Schaf in die Gemeinschaft zurückträgt;

deine Kirche soll wie die sorgfältige Frau sein,
welche die Drachme wiederfindet;

dein himmlischer Vater schließt jeden in seine Arme,
der den Weg zurück in dein Vaterhaus findet.

Freude herrscht im Himmelreich über jeden, der sich wieder finden lässt und in die Gemeinschaft mit dir heimkehrt.

Christus, du kommst auch zu heraus
und lädst uns – wie den älteren Sohn – ein,
dass wir bereit werden
uns mit allen im Himmel mitzufreuen
über jeden, der sich hinkehrt zu dir

und das große Fest der Versöhnung mitzufeiern.

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Links:
–> zur 1. Lesung: –
–> zum Antwortpsalm: Psalm 51: (nicht nur) Davids Bitte um Vergebung u. Neuschaffung
–> zur 2. Lesung: –
–> zum Evangelium: Lk 15,1-32 Drei Gleichnisse Jesu vom Aufruf zur Mitfreude;
–> Freude im Himmel
–> Barmherziger Vater

–> zu den Liturgischen Texten: Schott 24. Sonntag im Jahreskreis C

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 15. Sept. 2019

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