19. Sonntag C

19. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 11. August 2019

1. Lesung (Weish 18,6-9) – Die Nacht der Befreiung
2. Lesung (Hebr 11,1-2.8-19) – Glaube = Grundlage des Erhofften
Evangelium (Lk 12,32-48) – Loslassen + wachsam sein + Verantwortung übernehmen

Liturgische Texte zum 19. Sonntag (C)

Eröffnungsvers (vgl. Ps 74,20.19.22.23)
Blick hin, o Herr, auf deinen Bund
und vergiss das Leben deiner Armen nicht für immer.
Erhebe dich, Gott, und führe deine Sache.
Vergiss nicht das Rufen derer, die dich suchen.

Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
wir dürfen dich Vater nennen,
denn du hast uns an Kindes statt angenommen
und uns den Geist deines Sohnes gesandt.
Gib, dass wir in diesem Geist wachsen
und einst das verheißene Erbe empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
..

1. Lesung: aus dem Buch der Weisheit (Weish 18,6-9)
Wodurch du die Gegner straftest, HERR, dadurch hast du uns zu dir gerufen und verherrlicht

Antwortpsalm: Ps 33, 1 u. 12.18-19.20 u. 22
„Selig das Volk, das der HERR sich zum Erbteil erwählt hat.“

2. Lesung aus dem Hebräerbrief (Hebr 11,1-2.8-19 oder: 11,1-2.8-12)
„Er erwartete die Stadt, die Gott selbst geplant und gebaut hat“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 24,42a.44)
Halleluja! Halleluja!
Seid wachsam und haltet euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt
zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Halleluja!

Evangelium nach Lukas (Lk 12,32-48 oder 12,35-40)
„Haltet auch ihr euch bereit!“

* * *

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Arbeits-Übersetzung Ehlert: Lk 12,32-48

Voraussetzungen für die Teilhabe an der Königsherrschaft Gottes

I. Der Beschluss Gottes: Teilhabe an der Gottesherrschaft

32 Nicht fürchte dich die/ du mickrige Herde
denn
für gut gehalten/ beschlossen hat der Vater von euch
zu
geben/ schenken euch die Königsherrschaft.

II. Verschafft euch Schätze im Himmel
durch Verkauf irdischer Güter und Almosen

33 Verkauft das zur-Verfügung-stehende von euch
und
gebt/ schenkt Almosen/ Wohltat
macht für euch selbst (Geld-)beutel – nicht veralternde/ = unbrauchbar werdende
Gespeichertes/ einen Schatz/ Schatzbehälter unaufhörlich in den Himmeln
wo ein Dieb nicht herankommt
auch nicht eine Motte zerstört.

34 wo nämlich das Gespeicherte/ der Schatz/ Schatzbehälter von euch ist
und/ auch das Herz von euch wird dort sein.

III. Seid empfangsbereit für das Kommen des Herrn

35 Es seien „eure – die Hüften – umgürtete“ (–> Ex 12,11)
und die Lampen – angezündete

36 und ihr (sollt) gleichartig (sein) Menschen,
aufnehmend/ empfangsbereit den Herrn ihrer selbst,
wann er auflöse/ zurückkehre/ sterbe aus den Hochzeitsfeiern
und dass gekommen
/ aufgetreten seiend und anklopfend
sogleich ihr aufmachen/ öffnen möget ihm selbst.

37 Glückselige, die Sklaven/ Bediensteten,
jene – welche gekommen seiend der Herr
– findet/ antrifft – wachend.

Amen/ gewiss ich sage euch (folgendes):
Er wird sich umgürten – und sie Platz nehmen lassen
und umhergehend
und/ wird er auch/ sogar dienstbar sein zu ihnen.

38 Und wenn in der zweiten – und wenn (= oder) in der dritten Nachtwache er kommen möge
und sie antrifft
/ findet so/ auf diese Weise
Glückselige sind jene.

IV. Gewiss ist sein Kommen, der Zeitpunkt jedoch ungewiss

39 Dieses aber erkennet/ verstehet – (folgendes):
Wenn es wüsste/ gewusst hatte der Hausherr –
zu welcher Stunde der Dieb kommt,
nicht würde er
wegsenden/ gestatten – (dass) durchgeschlagen/ durchgegraben/ eingebrochen würde in das Haus von ihm.

40 Und ihr, werdet ihr bereit,
denn die Stunde nicht
meint/ scheint/ kennt ihr,
(da) der Sohn des Menschen kommt.

V. Die Frage, wem der Ruf zur Wachsamkeit gilt

41 Es sprach aber der Petrus:
Herr, zu uns das Gleichnis
/ die Parabel – dieses sagst du
oder auch zu allen?

VI. Das Gleichnis Jesu vom eingesetzten Hausverwalter

42 Und es sprach der Herr:
Wer wohl
/ denn/ nun ist der treue/ glaubwürdige/ zuverlässige Hausverwalter, der kluge,
den einsetzen wird der Herr über das Gesinde
/ die Dienerschaft/ die Therapie von ihm?

43 Glückselig der Sklave/ Bedienstete,
jener, den kommend der Herr von ihm
findet/ antrifft tuend dieses.

44 Wahrhaft, ich sage euch (folgendes):
Über das ganze des Besitzenden von ihm wird er einsetzen ihn.

45 Wenn aber sprechen würde der Sklave/ Bedienstete –
jener – in dem Herzen von sich –
es zögert der Herr – von mir – zu kommen‘
und anfangen würde
zu schlagen die
Jünglinge/ Diener und die Mädchen/ Dienerinnen
zu
essen/ verzehren und (sogar) zu trinken und berauscht (zu) werden,

46 es wird kommen der Herr des Sklaven/ Bediensteten – jenes
in/ an einem Tag, den er nicht erwartet/ erhofft
und
in/ zu einer Stunde, die er nicht erkennt
und er wird
zerschneiden/ entzweischneiden* ihn (* vmtl. das Dienstverhältnis völlig trennen)
und
den Teil/ die Seite/ den Platz von ihm
bei den Ungläubigen wird er
setzen/ anweisen.

47 Jener aber – der Sklave/ Bedienstete – der (er-)kennt den Willen des Herrn von ihm
und nichts vorbereitend das zu Tuende auf den Willen von diesem hin
er wird geschlagen werden viel

48 der aber, nicht gekannt habend – tuend aber würdig des Schlagens (= strafwürdiges)
er wird geschlagen werden geringer.

VII. Fazit: Jeder hat für das ihm Anvertraute Rechenschaft zu geben

All-jedem aber, dem gegeben/ geschenkt wurde viel,
viel wird
gesucht/ erstrebt von ihm
und wem anvertraut ist viel,
umso mehr wird
erbeten/ gefordert von ihm.

* * *

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Bild zur Meditation

wachsam und bereit
für das Kommen des Menschensohnes

zum 1. Advent: Seid wachsam!

Grafik: „Seid wachsam!“  G. M. Ehlert, 30.11.2014

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Impulse

„Wenn du stirbst,
nimmst du nichts von dem mit, was du gehortet hast,
aber alles, was du gegeben hast.“
(Mamerto Menapace)

***

„Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft“ (Hebr 11,1a)

Bereit zum Aufbruch
waren die Israeliten im Land der Begrenzungen
als sie das Pas-chamahl feierten –
„die Hüften umgürtet“;
bereit zum Exodus
in das Land der Verheißung,
zu dem Gott sie rief.

Bereit zum Aufbruch
war Jesus beim Pas-chafest in Jerusalem,
als er mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte –
sich selbst verschenkend;
bereit zur Passion
hin zum ewigen Leben bei Gott,
zu dem Gottes Geist ihn führte.

Bereit zum Aufbruch?
Sind auch wir wachsam und allzeit bereit
für das Mahl der Liebe –
„die Hüften umgürtet“;
bereit zum Einsatz
im Dienst an dem Nächsten
gemäß der Weisung unseres Herrn?

(Georg Michael Ehlert)

* * *

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Links:
–> zur 1. Lesung:
–> zum Antwortpsalm: Psalm 33: Gottes Wirken in Schöpfung, Geschichte im eigenen Leben
–> zur 2. Lesung:
–> zum Evangelium:

–> zu den Liturgischen Texten: siehe Schott: 19. Sonntag i.J.C

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 7. Aug. 2019

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