Johannes d.T.

Geburt des Hl. Johannes des Täufers

Hochfest – Montag, 24. Juni 2019

1. Die Kirche feiert nur von drei Personen den Tag der Geburt als ein eigenes Fest: Christi Geburt an Weihnachten (25. Dezember); Mariä Geburt am 8. September und die Geburt des Täufers Johannes am 24. Juni.

2. „Sein Name ist JOHANNES!“ – d.h. „Gott hat sich als gnädig erwiesen“

3. Johannes ist schon von Beginn an dazu berufen, dem kommenden Christus den Weg zu bereiten.

Liturgische Texte zum Hochfest der Geburt Johannes des Täufers 

Eröffnungsvers: (Joh 1,6-7; Lk 1,17)
Ein Mensch trat auf, der von Gott gesandt war:
sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht
und das Volk für den HERRN bereitzumachen.

Tagesgebet:
Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
das Volk des Alten Bundes
Christus, seinem Erlöser, entgegenzuführen.
Schenke deiner Kirche die Freude im Heiligen Geist
und führe alle, die an dich glauben,
auf dem Weg des Heiles und des Friedens.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn…

1. Lesung: aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 49,1-6)
Ich mache dich zum Licht für die Völker

Antwortpsalm: Ps 139,1-3.13-14.15-16
Ich danke dir, HERR; du hast mich wunderbar gestaltet

2. Lesung: aus der Apostelgeschichte (Apg 13,16.22-26)
Vor dem Auftreten Jesu hat Johannes Umkehr und Taufe verkündigt

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Lk 1,76)
Halleluja. Halleluja!
Du wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorausgehen und ihm den Weg bereiten.
Halleluja!

Evangelium: nach Lukas (Lk 1,57-66.80)
Sein Name ist Johannes

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Bild zur Meditation: Sein Name ist Johannes = Gott ist gnädig

Benedictus-4

Benedictus – Lobgesang des Zacharias (l 1,68-79) – (c) G. M. Ehlert

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Evangelientext Lk 1,57-66.80 – Übersetzung G. M. Ehlert

Lk 1,57: Der Elisabet (= mein Gott schwört) aber wurde angefüllt der Zeit(raum) ihres Gebärens
und sie gebar einen Sohn

58 und es hörten die ringsum (wohnenden) (= Nachbarn) und die Verwandten von ihr (folgendes):
„Groß machte (der) Herr das Erbarmen an ihr“ – mit ihr freuten auch sie sich mit.

59 und es geschah in dem Tag – dem Achten –
sie kamen zu beschneiden das Kleinkind
und benannten es nach dem Namen des Vaters von ihm ‚Zacharias‘
(= der Herr hat sich (meiner) erinnert)

60 und antwortend/ widersprechend die Mutter von ihm – sie sprach:
nein! sondern er werde genannt: ‚Johannes‘ (= JHWH (= der HERR) ist gnädig)“

61 und sie sprachen zu ihr (folgendes):
Nicht einer ist aus der Verwandtschaft von dir,
der gerufen wird mit diesem Namen.“

62 Sie nickten/ winkten zu aber dem Vater von ihm,
das, was gleichsam er wünsche (dass) gerufen werde derselbe

63 und für sich erbittend ein (Schreib-)Täfelchen
schrieb er auf – sagend – „Johannes ist sein Name!“
und es wunderten sich alle.

64 Aufgemacht wurde aber der Mund von ihm sogleich
und die Zunge/ Sprache von ihm
und er redete preisend den Gott:

…( Verse 67 – 79)

65 Und es geschah/ wurde eine (Ehr-)Furcht auf alle der ringsum (wohnenden) / Nachbarn von ihm
und in dem ganzen Bergland des Judäa wurden durchgesprochen all diese Reden/ Aussprüche.

66 Und es setzten fest alle die (dies) Hörenden in ihrem Herzen sagend:
„Was denn dieses Kleinkind sein werde“
und/ = da nämlich die Hand (des)
Herrn mit ihm war.

80 Das Kleinkind aber wuchs und erstarkte im Geist
und es war in der Wüste
solange als/ während/ bis des Tages seiner Einsetzung/ seines öffentlichen Zeigens
zu dem (Volk)
Israel.

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Benedictus –
Hymnus des Priesters Zacharias

(eulogätos = bene-dictus= gut gewortet = gepriesen / gesegnet)

Das Benedictus ist das Canticum (= biblischer Lobgesang) in den Laudes (= Morgengebet) des kirchlichen Stundengebetes. Täglich wird es gebetet/gesungen.

Auch wir – die Beter – sind aufgerufen, „dem Herrn die Wege zu bereiten“ wie es einst der Vorläufer Jesu – Johannes der Täufer getan hat.

Lobgesang des Zacharias bei der Beschneidung Johannes des Täufers
(8 Tage nach seiner Geburt) – (Lk 1,57-64; 68-79; 65-66):

1,57 Für Elisabet kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der HERR ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
59 Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
60 Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: „Nein, er soll JOHANNES heißen.“
61 Sie antworteten ihr: „Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.“
62 Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
63 Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: „SEIN NAME ist JOHANNES“.

64 Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott:

1,68 GEPRIESEN (sei) – (der) HERR,
der Gott [des] (Volkes)
Israel (vgl. Ps 41,14; Ps 72,18; Ps 106,48)

Denn:
Er sieht darauf (= hat darauf Acht) und macht (Er-)Lösung seinem Volk (vgl. Ps 111,9)
69 und er richtet auf ein „Horn der Rettung(= ein kräftiges Zeichen des Heils)
im Hause David, seines Knechtes/ Knaben. (vgl. 1 Sam 2,10; Ps 18,3; Ps 132,17)

70 Gleichwie er verlautet
durch den Mund seiner heiligen Propheten von Weltzeit her:

71 Rettung aus denen uns Befeindeten
und aus (der) Hand all derer uns Hassenden

72 um zu machen Erbarmen inmitten unserer Väter
und um erinnert zu werden [der] seiner heiligen Verfügung
( = Bund)

73 an den Eid, den er geschworen hat auf Abraham, unseren Vater, hin
74 dass: uns zu geben/ schenken
furchtlos – aus der Hand (der) Feinde bewahrt wordene –
gottesdienstlich
zu dienen ihm
75 in Frömmigkeit und Gerechtigkeit
vor seinen Augen all unsere Tage.

76 Und DU aber Kleinkind Prophet (des) Höchstenwirst du gerufen werden
vorangehen nämlich wirst du vor den Augen des HERRN
zu bereiten seine Wege. (vgl. Mal 3,1; Ex 23,20)

77 Um zu geben Erkenntnis der Rettung seinem Volk
in (der) Vergebung der Sünden.

78 Durch die „Eingeweide (des) Erbarmens“ (= barmherzige Liebe) unseres Gottes
wird darauf sehen (= wird darauf Acht haben)
der Aufgang (eines Sprosses (vgl. Sach 3,8; 6,12; Jes 11,1) / oder: eines Lichtes?) aus (!) (der) Höhe, (vgl. Jes 60,1f; Mal 3,20)
79 um zu erscheinen denen in Finsternis und Schatten (des) Todes Herabsitzenden (vgl. Ps 107,10; Jes 9,1; Jes 42,7)
um gerade zu richten unsere Füße auf (den) Weg (des) Friedens.
(vgl. Jes 59,8)

1,65: Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken,
und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
66 Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten:
„Was wird wohl aus diesem Kind werden?“
Denn es war deutlich, dass die Hand des HERRN mit ihm war.

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Zur Sommersonnenwende

„ER (= Christus) muss wachsen,
ich aber (= Johannes) muss kleiner werden.“
(Joh 3,30)

An der Sommersonnenwende feiert die Kirche
das Fest der Geburt Johannes des Täufers – am 24. Juni.
Von da an werden die Tage immer kürzer.

An der Wintersonnenwende feiert die Kirche
das Fest der Geburt Jesu Christi – am 25. Dezember.
Von da an werden die Tage immer länger.

„ER muss wachsen – ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30); Georg Michael Ehlert, 19. Juni 2012

Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt
und begann prophetisch zu reden: …

„Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.“

(Lk 1,67.76-79)

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Links zu Johannes d.T.:

-> zu den Liturgischen Texten: siehe Schott: Johannes d.T.

 

Herz-Jesu-Fest = Freitag, 28. Juni 2019

Hochfest Peter und Paul = Samstag, 29. Juni 2019

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 23.06.2019

 

 

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