Mach mal Pause (16.B)

„Mach mal Pause“

Sonntag, 22. Juli 2018

Liturgische Texte zum 16. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Ps 54,6.8)
Gott ist mein Helfer, der HERR beschützt mein Leben.
Freudig bringe ich dir mein Opfer dar
und lobe deinen Namen, HERR,
denn du bist gütig.

Tagesgebet
Herr, unser Gott,
sieh gnädig auf alle, die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jeremia (Jer 23,1-6)
Ich sammle den Rest meiner Schafe und bestelle Hirten für sie

Antwortpsalm: Psalm 23, 1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

zu Psalm 23: JHWH – mein Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber ;
u. Psalm 23: JHWH – mein Hirt 

ZWEITE Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser (Eph 2,13-18)
Christus ist unser Friede: Er vereinigte Juden und Heiden 

Ruf vor dem Evangelium (Joh 10,27)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Meine Schafe hören auf meine Stimme;
ich kenne sie, und sie folgen mir.
Halleluja.

Evangelium Mk 6,30-34
Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben

Pfeil-oben zum Seitenanfang


Bild zur Meditation:

heute-schon-gelebt-3a

Heute schon/schön gelebt/geliebt/gelobt? – (c) G. M. Ehlert

Pfeil-oben zum Seitenanfang


Evangelientext Mk 6,30-34 – Übersetzung G. M. Ehlert

–> Mk 6,30-34: Rückkehr der Apostel – Ruhezeit (16. S.i.J. B)

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Gedanken zum Evangelium

Mach mal Pause!

Die 12 Apostel, die Jesus zu einem „Berufspraktikum“ ausgesandt hatte, (vgl. –> Mk 6,7-13: Berufspraktikum ) kehren nun zu Jesus zurück.

Jesus lädt sie ein, in seiner Gegenwart „zu pausieren“.
Das Evangelium zeigt aber auch, dass es gar nicht so einfach ist, ungestört ausruhen zu können. (und dabei gab es damals ja noch gar nicht Handys und Internet und die andere Möglichkeiten, ständig erreichbar zu sein…).

Nicht nur in der Musik gehören die Pausen zum Musikstück dazu.
Auch im Alltag werden wir kurzatmig, wenn wir nur Aufnahme und Abgabe – ein und aus kennen.

Auch im religiösen Bereich gilt es, das „ora et labora“ – „bete und arbeite“ durch ein drittes Element zu ergänzen: und „mach mal Pause“.

Aller guten Dinge sind schließlich drei:

Atemrhythmus:

Einatmen – ausatmen – warten können…

Tagesrhythmus:

Beten – arbeiten – sich erholen können…

Wochenrhythmus:

Sonntag – Arbeitstage – Wochenende

Jahresrhythmus:

Feiertage – Arbeitstage – Ferientage

***

in Gottes Hand sind meine Zeiten
zu Psalm 31,16

Urlaub
ein altes Wort
vom Verb erlauben
eigentlich Erlaubnis wegzugehen
Urlaub
grundsätzliche Erlaubnis also:
einmal alles hinter sich lassen
aus dem gesunden Abstand heraus
das gewohnte Alte neu sehen können.

Ferien
aus dem lateinischen feriae
bei den alten Römern die Tage
an denen zu Ehren bestimmter Götter
die Arbeit – besonders die Rechtspflege – ruhte
mit dem Wort Feier verwandt
Ferien
Feier-Tage also:
freie Tage
Ruhe-Tage
Fest-Tage
kostbare Atempause
um Leib und Seele zu spüren

Vacances
leere Tage
sagen die Franzosen
auch aus dem Lateinischen
leer, ledig, frei sein
Vacances
Muße-Tage also:
langsam leer werden können
die Tage einmal frei halten von allem
was sonst bedrängt und umtreibt

Holidays
heilige Tage, gottgefällige Tage
sagen die Engländer
Holidays
geweihte Tage also:
innehalten und nachspüren
im Fließen und Zerrinnen der Zeit
neu entdecken können:

Gott, „in DEINER Hand sind meine Zeiten.”
(vgl. Ps 31,16)

(c) G. M. Ehlert

Pfeil-oben zum Seitenanfang


Links:

Pfeil-oben zum Seitenanfang

_______________________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 14. Juli 2018

Advertisements

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.