Jesu Pastoralplan (15. B)

„Jesu Pastoralplan“

Sonntag, 15. Juli 2018

Liturgische Texte zum 15. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Ps 17,15)
Ich will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich einst erwache.

Tagesgebet
Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen, die Krarft,
zu meiden, was diesem Namen widerspricht,
und das zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

ERSTE Lesung aus dem Buch Amos (Am 7,12-15)
Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!

Antwortpsalm Ps 85,9-10.11-12.13-14
Erweise uns, HERR, deine Huld und gewähre uns dein Heil 

–> zu Psalm 85: Wenn Gerechtigkeit u. Friede aufeinandertreffen

ZWEITE Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser (Eph 1,1-14)
In Christus hat Gott uns erwählt vor der Erschaffung der Welt

–> Eph 1,3-14: Loblied auf den Heilsplan Gottes u. zum-Lob-seiner-Herrlichkeit

Ruf vor dem Evangelium (Eph 1,17-18)
Halleluja. Halleluja.
Der Vater unseres Herrn Jesus Christus
erleuchte die Augen unseres Herzens,
damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Halleluja.

Evangelium Mk 6,7-13
Jesus begann, die Zwölf auszusenden

–> zu Mk 6,7-13Berufspraktikum

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Bild zur Meditation:

Aussendung-Zwölf-1

Aussendung der Zwölf Apostel (Mt9,36-10,8), Zeichnung (c) G. M. Ehlert, 15.06.2017

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Evangelientext Mk 6,7-13 – Übersetzung G. M. Ehlert

6,7 Und es wurden herbeigerufen die Zwölf
und er ((= Jesus)) begann diese auszusenden
(je) zwei (und)
zwei*

* damit ihr Zeugnis Gültigkeit beanspruchen kann

Und er gab diesen Vermögen
über die unreinen Geister

8 Und er wies diese an (folgendes):
. nicht eines sollten sie aufheben (= mit sich tragen) auf den Weg
. außer einen Stock
. nicht Brot, nicht Reisesack, nicht in den Gürtel hinein Kupfer(geld)

9 sondern sich unterbindend Sandalen
. und nicht sollten sie anziehen zwei Untergewänder.“

10 Und er sagte ihnen:
wo (immer auch) ihr hineinkommen werdet in ein Haus,
. dort bleibet
. bis ihr hinaus kommt von dort

11 und welcher Ort nicht aufnehmen wird euch
. und nicht hören wird auf euch
. hinausgehend von dort schüttelt ab den Staub unter den Füßen
. zum Zeugnis ihnen (gegenüber).“

12 Und hinausgehend verkündeten sie (folgendes):
. „Sie sollen umkehren*“

* Meta-noite = um-, neu-, mit-denken, Sinnes- und Verhaltensänderung

13 und viele Dämonen warfen sie heraus
und salbten mit (Oliven-)Öl viele Kraftlose (= Kranke)
und therapierten (= heilten) sie.

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Gedanken zum Evangelium

Gesandt zu den Menschen – Impulse zu Mk 6,7-13

1. Unterschiedliche Zugänge zur Heiligen Schrift
• Ein Schriftwort wie ein Los – ein Losungswort ziehen und in Stille darüber nachdenken.
• Sich mit eigener Fantasie das geschilderte Geschehen ausmalen und mit einer der dort handelnden Personen ins Gespräch kommen.

2. Bibliodrama zum heutigen Evangelium
• Bibliodrama: Drama = Handlung  ein biblisches Geschehen mit Leib, Seele und Geist mit vollziehen.
Es kommen zusammen: die biblische Botschaft, die uns in bestimmten Reden und Handlungen eine Botschaft vom Geheimnis und Sinn unseres Lebens mitteilen wollen,
zum anderen unsere Lebenserfahrungen und als Verbindungsglied unser Vertrauen und Glauben oder aber unsere Zweifel und kritische Anfragen an die biblische Botschaft.
All das entfaltet sich im Bibliodrama in einem lebendigen Geschehen.

3. Das Berichtete verstehen
Verständnisfragen klären:
z.B. warum ausgesandt zu zweit…
was sind die unreinen Geister, welche die Jünger austreiben sollen…
was bedeutet es, den Staub von den Füßen zu schütteln? („Macht euren Dreck doch alleine“)


4. Sich in das Geschilderte hineinversetzen (verorten)
Rollenfindung: Was spielt in der Geschichte eine besondere Rolle: Personen, Eigenschaften, Gegenstände…
sich selber in eine Rolle hineinversetzen:
• Ich bin einer der von Christus ausgesandten…
• ich bin eine, die bereit ist, die gesandten Jünger in mein Haus aufzunehmen…
• ich bin einer, der die Gesandten Jesu nicht aufnimmt…
• ich bin der Stab, den die Jünger mitnehmen auf die Wan-derschaft, was kann ich alles erleben…

5. spüren, welch unterschiedliche Kräfte sich entfalten
und nun kann es losgehen – vielleicht treten den Jüngern die sich auf den Weg machen verschiedene andere Kräfte in den Weg: Warnende Stimmen, Gegenstimmen zu der Stimme Jesu: seid ihr verrückt…
vielleicht sind wir von den Jüngern enttäuscht, weil sie unsere überzogenen Erwartungen nicht erfüllen konnten…

6. Nachklingen lassen, was mir in diesem Geschehen deutlich geworden ist
„Mir ist deutlich geworden, dass dämonische Kräfte, Aber-geister dort an Macht verlieren, wo einzelne Menschen mit der Umkehr im eigenen Leben beginnen, sie entfernen sich, wenn einer mit einem herzhaften Lachen Herr wird über seine eigenen zerstörerischen Kräfte im Leben.“…

 

Von der Kommunion mit Jesus zur Mission

Der Herr sucht aus – bildet aus – sendet aus:

im Gebet mit Gott verbunden bleiben;
von IHM her den Sendungsauftrag wahr-nehmen

  • Geht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe

– in eurer Wehrlosigkeit liegt eure Chance!

  • Euer erstes Wort soll eine Zusage Gottes sein:

– „Schalom“ = Friede diesem Haus…

  • Das zweite ist „Communio“

– das Geschenk der Gastfreundschaft dankbar annehmen

  • Das dritte ist: Heilung

– euer Wirken soll heilsam (therapeutisch) sein

  • In all dem kündet an das Ziel der Mission:

„Das Reich Gottes ist euch nahe!“

  • Bei Ablehnung:

Lasst mit dem Staub der Füße auch allen Groll etc. zurück –
das Ziel vor Augen: „Das Reich Gottes ist nahe“

„Wer euch hört, der hört mich
und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab;
wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“


Links:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 10. Juli 2018

 

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