Fronleichnam (A)

Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Fronleichnam (mittelhochdeutsch von „vron“ = „Herr“ u. „lichnam“ = lebendiger Leib des Herrn) ist ein sog. Ideenfest jeweils am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. (= 60 Tage nach Ostern)
Die mittelalterliche Eucharistiefrömmigkeit ist der Ursprung dieses Hochfestes. Die Betonung der realen Gegenwart Christi (= Realpräsenz) unter den Gestalten von Brot und Wein führte zur Eucharistischen Anbetung und zur Prozession mit dem „Leib des Herrn“, der in einer Monstranz (= kostbares Zeigegerät) unter einem Baldachin (= Tragehimmel) durch die Gemeinde getragen wird.

“Seid, was ihr seht (Leib Christi),
und empfangt, was ihr seid: (Leib Christi).”
(Augustinus, Sermo 272)

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Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam  A

Donnerstag, 15. Juni 2017

Eröffnungsvers (vgl. Ps 81,17)

Er hat uns mit bestem Weizen genährt
und mit Honig aus dem Felsen gesättigt.

Erste Lesung: Dtn 8,2-3.14b-16a
Er hat dich mit Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten

Antwortpsalm Ps 147,12-13.14-15.19-20

Zweite Lesung: 1 Kor 10,16-17
Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib

Sequenz: Deinem Heiland, deinem Lehrer..

Deinem Heiland, deinem Lehrer, /
deinem Hirten und Ernährer, /
Sion, stimm ein Loblied an!
Preis nach Kräften seine Würde,/
da kein Lobspruch, keine Zierde /
seiner Größe gleichen kann.

Dieses Brot sollst du erheben, /
welches lebt und gibt das Leben, /
das man heut‘ den Christen weist.
Dieses Brot, mit dem im Saale /
Christus bei dem Abendmahle /
die zwölf Jünger hat gespeist.

Unser Lob soll laut erschallen /
und das Herz in Freuden wallen, /
denn der Tag hat sich genaht,
da der Herr zum Tisch der Gnaden /
uns zum ersten Mal geladen /
und dies Brot geopfert hat.

Neuer König, neues Leben, /
neu Gesetz ist uns gegeben, /
neues Lamm und Opfermahl; /
Und der Wahrheit muss das Zeichen, /
Altes vor dem Neuen weichen; /
Nacht vertreibt des Lichtes Strahl.

Was von Jesusus dort geschehen, /
sollen wir, wie er,  begehen, /
um zu feiern seinen Tod. /
Uns zum Heile, ihm zur Ehre /
weihen wir nach seiner Lehre /
nun zum Opfer Wein und Brot.

Doch wie uns der Glaube lehret, /
wird das Brot in Fleisch verkehret /
und in Christi Blut der Wein; /
was dabei das Aug‘ nicht siehet, /
dem Verstande selbst entfliehet, /
sieht der feste Glaube ein.

Unter zweierlei Gestalten /
sind sehr große Ding enthalten, /
denen sie zum Zeichen sind: /
Blut und Fleisch und Trank und Speise, /
da sieh doch in beider Weise /
Christus ungeteilt befind’t.

Wer zu diesem Gastmahl eilet, /
nimmt ihn ganz und unzerteilet, /
ungebrochen, unversehrt. /
Einer kommt, und tausend kommen, /
keiner hat doch mehr genommen: /
Christus bleibet unverzehrt.

Fromme kommen, Böse kommen; /
alle haben ihn genommen, /
die zum Leben, die zum Tod. /
Bösen wird er Straf und Hölle, /
Frommen ihres Heiles Quelle; /
so verschieden wirkt dies Brot!

Endlich wisse, dass vom Leibe /
so viel in den Teilen bleibet, /
als das Ganze selbst enthält; /
nicht das Wesen, nur das Zeichen /
muss da der Zerteilung weichen, /
jenes bleibet unverstellt.

*Seht dies ist der Engel Speise, /
heil’ges Brot, das auf der Reise /
nur die Gotteskinder nährt! /
Isaaks Opfer war ein Zeichen, /
und das Mannabrot desgleichen.
Osterlamm hat’s vorerklärt.

Guter Hirt, du wahre Speise, /
Jesus, stärk uns auf der Reise /
bis in deines Vaters Reich! /
Nähr‘ uns hier im Jammertale, /
ruf uns dort zum Hochzeitsmahle, /
mach uns deinen Heil’gen gleich!

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Joh 6,51)

Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin das lebendige Brot,
das vom Himmel gekommen ist.
Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Halleluja.

Evangelium: Joh 6,51-58

Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 02.06.2021

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