Ent-dämonisiert


zum Evangelium (= Markusevangelium 1,21-28)
vom 4. Sonntag im Jahreskreis B = 29. Januar 2012

 
Mk 1,21-28: Jesu vollmächtiges Wort bewirkt, dass unreine Geister weichen müssen

Und sie (= Jesus und seine Jünger) gingen hinein nach Kapharnaum (= Ort des Trostes)
Und sogleich an dem Sabbat hineinkommend in die Synagoge (= Versammlung(sort)) lehrte er sie.

   Und sie waren aufgewühlt über seine Lehre;
   er nämlich lehrend sie wie Vollmacht habend
   und nicht wie die Schriftgelehrten.

      Und sogleich war in der Synagoge daselbst
      ein Mann in unreinem Geist

      und er krächzte auf:

         Sagend: „was (ist zwischen) uns und dir Jesus aus Nazaret?
            Bist du gekommen, wegzulösen (= zu vernichten) uns?

            Ich erkenne dich, wer du bist: der Heilige des Gottes.“

         Und es fuhr ihn an (= er befahl aufs Strengste) der Jesus sagend:
         „Maul zu und raus aus ihm!“ (verstumme und geh heraus aus ihm).

      Und umherzerrend ihn der unreine Geist
      und laut schreiend mit großer Stimme ging er heraus aus ihm.

   Und sie waren total in Schrecken versetzt
   so dass sie untereinander erfragten – einer zum anderen:
   „was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht,
   und (= sogar) den unreinen Geistern gebietet er
   und sie sind untertan ihm.“

Und es ging heraus das von ihnen Gehörte sogleich
überallhin in die ganze Nachbarschaft (= Umgegend) Galiläas.

 

Ich erkenne dich, wer du bist: der Heilige des Gottes

"Schweig und verlass ihn!" - Grafik zu Mk 1,21-28 (c) G. M. Ehlert, 21. Jan. 2012

Jesus Christus ist der Sohn Gottes (Mk 1,1),
dessen Wirken vorgebahnt wurde von Johannes dem Täufer (Mk 1,2f), nach dessen Taufe im Jordan offenbar wird, dass Gottes Geist auf ihm ruht und Gott bezeugt, dass er sein geliebter Sohn ist, an dem er Wohlgefallen hat. (Mk 1,10-11).
Dieser reine u. heilige Geist Gottes treibt Jesus in die Wüste, wo er vom Satan und all seinen unreinen Geistern versucht wird, jedoch rein und gestärkt daraus hervorgeht. (Mk 1,12-13).

Nach der Gefangennahme Johannes des Täufers (Mk 1,14) kehrt er nach Galiläa zurück und verkündet:
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe!
Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ (Mk 1,15)

Sein Wort bewirkt, was es besagt: Er ruft Simon und Andreas, sowie Jakobus und Johannes vom Fischfang weg in seine Nachfolge (Mk 1,16-20).

Mit ihnen geht er nach Kapharnaum und lehrt in der Synagoge.
Die Vollmacht seiner Lehre erweist sich dadurch, dass sogar unreine Geister ihm gehorchen (Mk 1,21-28) –

dieser Exorzismus ist die erste wunderbare Tat Jesu, von welcher der Evangelist Markus berichtet.

Das Dämonische in dieser Welt verliert dort seine Macht,
wo das Evangelium Jesu Christi aufgenommen wird.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

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