Zeuge für das Licht


zum Evangelium des 3. Adventssonntages im Lesejahr B: (11. Dezember 2011)
= Johannes 1,6-8.19-28:

Zeuge für das Licht

Johannes der Täufer – Zeuge für das Licht, Grafik von G. M. Ehlert, 05.12.2011

Joh 1,6: Es wurde geboren ein Mensch,
gesandt von Gott,
sein Name: Johannes.
7 Dieser kam zur Zeugenschaft
um zu zeugen für das Licht.
8 Nicht war jener das Licht,
sondern zeugen sollte er für das Licht.

19 Und dieses ist das Zeugnis des Johannes:
es sandten zu ihm die Juden aus Jerusalem
Priester und Leviten, um ihn zu befragen:
Wer bist du?
20 Und er bekannte und leugnete nicht,
und er bekannte:
ich bin nicht der Christus
(= der Gesalbte).

Gott verheißt dem König David durch den Propheten Natan,
dass ein Spross aus dem Hause David der Messias sein werde:
„Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.  Er wird für meinen Namen ein Haus bauen, und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen.  Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein. Wenn er sich verfehlt, werde ich ihn nach Menschenart mit Ruten und mit Schlägen züchtigen.  Meine Huld aber soll nicht von ihm weichen, wie sie von Saul gewichen ist, den ich vor deinen Augen verstoßen habe.
Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand
haben.“
(2 Sam 7,12-16)

21 Und sie fragten ihn:
was dann? Bist du Elija?
Und er sagt. Ich bin es nicht.

Im letzten Buch des Alten Testamentes – dem Buch des Propheten Maleachi – ist davon die Rede, dass Elija, der in den Himmel entrückt wurde, wiederkommen wird, um die Ankunft des Messias vorzubereiten:
„Bevor aber der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.  Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.  (Mal 3,23b-24)

Bist du der Prophet?
Und er antwortete: Nein!

Im Anschluss an Deuteronomium erwartete man für die Endzeit das Auftreten eines dem Mose ähnlichen Propheten:
„Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. Der HERR wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen, worum du am Horeb, am Tag der Versammlung, den HERRN, deinen Gott, gebeten hast, als du sagtest: Ich kann die donnernde Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht noch einmal hören und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen, ohne daß ich sterbe. Damals sagte der HERR zu mir: Was sie von dir verlangen, ist recht. Einen Propheten wie dich will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm meine Worte in den Mund legen, und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm auftrage.“
(Dtn 18,15-18)

22 Sie sprachen nun zu ihm:
Wer
(bist) du?
Auf dass wir denen Antwort geben,
die uns schickten:
Was sagst du über dich selbst?
23 Er sprach:
Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Ödnis.
Gerade macht den Weg des Herrn –
wie gesprochen Jesaja, der Prophet.

Der „zweite Jesaja“ (Deuterojesaja) spricht von der Verheißung der Heimkehr:
Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, daß ihr Frondienst zu Ende geht, daß ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des HERRN für all ihre Sünden. Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.“
(Jes 40,1-5)

24 Und Abgesandte waren aus den Pharisäern.
25 Und sie fragen ihn
und sie sprechen zu ihm:
„Wozu nun taufst du
(wörtl. = tauchst du ein/ unter)
wenn du nicht bist der Christus
und auch nicht Elija
und auch nicht der Prophet?

26 Es erwidert ihnen der Johannes sagend:
„ICH – ich taufe in/
mit Wasser –
inmitten
(von) euch (= mitten unter euch / mitten in euch)
steht / hat Stand genommen
welchen ihr nicht (er-)kennt

27 der hinter/nach mir Kommende
nicht – gar nicht – bin ich [ICH] würdig,
dass ich lösen
könnte/ dürfte ihm die Riemen der Sandale.

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28 Dieses geschah in Betanien
jenseits des Jordan
wo es war der Johannes taufend.

(Joh 1,6-8.19-28)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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