Fronleichnam


Verschiedene Verwandlungen:

– Gedanken zum Fronleichnamsfest

Verwandlungen: KornBrotLeib Christi

1. Korn, zu Mehl gemahlen, mit Wasser, Öl und Salz vermischt

  • wird – im Backofen bei großer Hitze verwandelt – zu einem Brot.
2. So ein Brot: Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit –

  • wird zu einem wichtigen Nahrungsmittel für den Menschen.
3. Doch so ein frisch gebackenes Brot ist mehr:

  • es ist zugleich ein Symbol für all das, was wir zum täglichen Leben brauchen an Nahrung und Stärkung auf unserem Lebensweg
4. Noch mehr wird aus diesem frisch gebackenen Brot,
wenn es miteinander geteilt wird:

  • es wird dann zugleich ein spürbares Zeichen der Verbundenheit in Freud‘ und Leid, beim Fest und in der Not.
5. Noch mehr wird aus diesem frisch gebackenen Brot, das miteinander geteilt wird,
wenn es bei einem gemeinsamen Mahl geschieht:

  • dann wird es zugleich zum sichtbaren Ausdruck und zur Stärkung der um den Tisch versammelten Gemeinschaft.
6. Noch mehr wird aus diesem frisch gebackenen Brot, das miteinander geteilt wird, bei einem gemeinsamen Mahl,
wenn es mit einem altvertrauten Zeichen gesegnet wird (wie zu Vaters und zu Mutters Zeiten):

  • dann wird es verbunden mit der Erinnerung an die nährende Gemeinschaft von damals,
  • dann lebt wieder auf, wodurch ihr Leben für uns Brot war und bleibt;
  • dann leuchtet die Hoffnung auf eine kommende Mahlgemeinschaft auch mit ihnen auf.
7. Bei solch einem gemeinsamen Mahl
nahm Jesus das frisch gebackene Brot, brach es; und
– bevor er es an alle am Tisch Versammelten verteilte – sprach er
– verbunden mit dem altvertrauten Segenszeichen –
die neuen Worte: 

  • DAS IST MEIN LEIB; DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.
    Sooft ihr davon esst, tut dies zu meinem Gedächtnis.
8. So wird dieses frisch gebackene Brot,
das miteinander geteilt wird
beim gemeinsamen Mahl
mit dem altvertrauten Zeichen gesegnet
verbunden mit diesem Wort des Herrn:
erneut verwandelt – im Backofen der Liebe Gottes –
es wird zum Sakrament:

  • zum Leib Christi, der sich von uns verzehren lässt;
  • zum Brot des Lebens; das unser Leben stärkt;
  • zum Erinnerungszeichen an Jesu Lebenshingabe für uns;
  • zur Stärkung der Communio – der lebendigen Gemeinschaft mit ihm;
  • zu einem Hoffnungszeichen, bis ER kommt in Herrlichkeit.

Doch

„wer dies Geheimnis feiert,
soll selber sein wie Brot,
so lässt er sich verzehren
von aller Menschen Not.
Geheimnis des Glaubens:
Im Tod ist das Leben.“

 
(c) Georg Michael Ehlert, 18. August 2000
 
 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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