Osterglaube


Begegnung am Ostermorgen: Maria von Magdala begegnet dem Auferstandenen (Johannesevangelium 20,11-18)

Maria aus Magdala – oder:
fünf Etappen auf dem Weg zum Osterglauben

(c) Georg Michael Ehlert

Begräbnisriten erfüllen:
in aller Herrgottsfrühe
vor dem Ostermorgen
auf dem Weg zum Grab
mit wohlriechenden Ölen
ein letzter Liebesdienst
aufzubewahren
was am Kreuz zerbrochen ist.

Erschütterung erfahren:
der Stein – weggerollt
das Grab – leer
der Leichnam Jesu – gestohlen?
letzte Hoffnung – zerstört
von Entsetzen – gepackt
fluchtartig – zurück
zu den Jüngern

Verlust beweinen:
Maria erneut am Grab
beweint den Verlust
Blickt ins Dunkel zurück
auf der Suche nach dem, den ihre Seele liebt
…der sie von bösen Geistern befreite,
…dessen Vergebung sie zu Liebeserweisen befähigte,
…dem sie verbunden blieb bis unter das Kreuz.

Rückkehr zum Leben:
Sie wendet sich um
blickt wieder ins Leben hinein
erkennt als einen Gärtner
den, der beim Wachsen hilft
ER ruft sie beim Namen
sie wird gefunden vom gesuchten
und geliebten HERRN.

Neuen Lebensauftrag annehmen:
Der ihrem Leben Halt gibt
lässt sich nicht festhalten
mit seinem Wort
wird sie nun losgeschickt
heim zu den Brüdern
als Apostelin der Apostel zu bezeugen:
„Ich habe den HERRN gesehen!“
 

 G.M. Ehlert, Ostern 2002

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© Georg Michael Ehlert

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