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Entscheide dich und handle

Jesu Berglehre: Erkenne, wer du bist! + Beurteile, wie du leben sollst! + Handle dementsprechend!

Erkenne, wer du bist – vor dem Angesicht Gottes!
- du wirst selig gepriesen
- du bist Salz der Erde
- du bist Licht der Welt 

Beurteile, wie du leben sollst – vor dem Angesicht Gottes!
- du hast gehört… – ich aber sage dir…
- du sollst in rechter Weise fasten + beten + Almosen geben
- „alles, was du von anderen erwartest, das tue ihnen!“ 

Handle danach – vor dem Angesicht Gottes!
- gehe den mühsamen Weg des Lebens
- höre auf den, der gute Frucht bringt
- sei ein Mensch, der sein Lebenshaus auf Gott, den Felsen, gebaut hat 

"Entscheide dich!" - zu Mt 7,13-27, (c) G. M. Ehlert, 02.03.2011

Abschluss der Bergpredigt – Matthäusevangelium 7,13-27:

Kommt herein durch das enge Tor!

Denn das Tor ist breit
und der Weg geräumig,
der ins Verderben führt,
und viele sind es, die da hereinkommen.

Doch das Tor ist eng
und bedrängend ist der Weg,
der hinführt in das Leben
und nur wenige finden ihn.

Hütet euch
vor den falschen Propheten,
die zu euch kommen in Gewändern der Schafe,
innen aber sind sie räuberische Wölfe.
Von ihren Früchten her werdet ihr sie erkennen.

Nicht etwa von den Dornigen erntet man Beeren
oder von den Disteln Feigen?
Also jeder gute Baum bringt hervor ideale Früchte
aber der faulige Baum bringt hervor  böse Früchte.
Weder vermag ein guter Baum böse Früchte hervorzubringen
noch ein fauliger Baum ideale Früchte.
Jeder Baum, der nicht ideale Frucht hervorbringt,
wird herausgehauen und ins Feuer geworfen.

Demnach also:
von ihren Früchten aus,
werdet ihr sie erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr! Herr!“
wird hineinkommen in die Königsherrschaft der Himmel,
sondern der Wirkende den Willen meines Vaters in den Himmeln.

Viele werden zu mir reden an jenem Tag:
„Herr, Herr“, prophezeiten wir nicht in deinem Namen
und trieben in deinem Namen Dämonen aus
und wirkten in deinem Namen viele Wunder?

Und dann werde ich ihnen antworten:
Niemals kannte ich euch;
entweichet von mir,
ihr, die Gesetzlosigkeit Wirkenden.

Daher,
jeder, der diese meine Worte hört
und entsprechend handelt,
wird gleichgesetzt werden
einem klugen/besonnenen Menschen,
der sein Haus aufbaute auf den Felsen.
Und als der Regen herabtriefte
und die Wasserfluten kamen
und die Winde wehten
und fielen hin auf das Haus
und es fiel (dennoch) nicht,
denn es war gegründet worden auf den Felsen.

Und jeder, der diese meine Worte hört
und nicht entsprechend handelt,
wird gleichgesetzt werden
einem törichten Menschen,
der sein Haus aufbaute
auf den Sand.
Und als der Regen herabtriefte
und die Wasserfluten kamen
und die Winde wehten
und rüttelten an dem Haus,
und es fiel,
und sein Fall war groß.

„Entscheide dich!“ – Gedanken zu Mt 5 – 7 u. Skizze zu Mt 7,13-27
© G. M. Ehlert, 02.03.2011

Friedensinstrument

Das Evangelium vom 7. Sonntag im Jahreskreis A (= 20. Februar 2011)
hat die letzten beiden von den 6 sogenannten Antithesen Jesu in der Bergpredigt zum Inhalt. (Mt 5,38-48). Zur Erfüllung der gottgemäßen Gerechtigkeit ruft Jesus dazu auf, auch dem feindlich gesinnten Menschen Liebe zu erweisen – eine “Entfeindungsliebe”, die es dem Menschen leichter macht, sich vom Bösen zum Guten zu bekehren.

Diesen Geist der Bergpredigt Jesu atmet auch das Friedensgebet:
“Herr, mach mich zu einem Werkzeug des Friedens”.

Es stammt aus Frankreich. Der älteste Beleg ist die Zeitschrift „La Clochette“ (Nr. 12, Dezember 1912, S. 285). Der Herausgeber, Esther Bouquerel, gab keinen Autor an und überschrieb es mit „Belle prière à faire pendant la messe“ („Ein schönes Gebet für die Messe“).
Das Gebet erreichte schnell eine große Beliebtheit.
Es enthält eine klare Gegenposition zu der Kriegsbegeisterung, die Europa wenige Monate später erfasste.

Seit 1927 wird als Autor des Gebets oft Franz von Assisi genannt, aber es gibt keine historischen Quellen für diese populär gewordene Zuschreibung.
Eine lateinische oder mittelalterliche italienische Version des Gebets ist nicht bekannt.

Eine Übertragung von G. M. Ehlert:

HERR, mach mich zu einem Instrument Deines Friedens

HERR, mach mich zu einem Instrument Deines Friedens.
Wo der Hass herrscht,                       lass mich die Liebe entfachen.
Wo die Beleidigung herrscht,             lass mich die Vergebung entfachen.
Wo die Zerstrittenheit herrscht,          lass mich die Einigkeit entfachen.
Wo der Irrtum herrscht,                     lass mich die Wahrheit entfachen.
Wo der Zweifel herrscht,                   lass mich den Glauben entfachen.
Wo die Verzweiflung herrscht,           lass mich die Hoffnung entfachen.
Wo die Finsternis herrscht,                lass mich Dein Licht entfachen.
Wo der Kummer herrscht,                 lass mich die Freude entfachen.

O MEISTER, lass mich (mehr) anstreben:
dass ich tröste,               als dass ich getröstet werde,
dass ich verstehe,           als dass ich verstanden werde,
dass ich liebe,                 als dass ich geliebt werde,

denn wer gibt,                der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht,                   dem wird verziehen,
und wer stirbt,                der erwacht zum ewigen Leben.

Flötenspieler Gottes