Feste

Das liturgische Jahr (katholisch)

Das katholische Festjahr setzt sich aus den geprägten Zeiten und der Zeit im Jahreskreis zusammen. Hinzu kommen einzelne Feste des Herrn der Mutter Gottes und der Heiligen.

Geprägte Zeiten

  • 9 Monate vor der Geburt des Herrn = 25. März: Hochfest der Verkündigung des Herrn

A. Weihnachtsfestkreis

  • Advent : drei bis vier Wochen vier Sonntage
    • 1.-4. Adventssonntag 3. = Gaudete
  • Weihnachten
    • Abend vor dem 25. Dez.: Heiliger Abend  u. Christnacht
    • 25. Dezember: Hochfest der Geburt des Herrn
  • Weihnachtszeit
    • 26. Dezember: Stephanustag
    • Sonntag in der Weihnachtsoktav : Fest der Hl. Familie
    • 1. Januar: Oktavtag von Weihnachten Hochfest der Gottesmutter
    • 6. Januar: Erscheinung des Herrn
    • Sonntag nach Erscheinung des Herrn: Taufe des Herrn (Ende des Weihnachtsfestkreises)
    •  
  • 40 Tage nach Weihnachten = 2. Februar: Fest der Darstellung des Herrn im Tempel

B. Osterfestkreis

  • Fastenzeit (Österliche Bußzeit): sechseinhalb Wochen sechs Sonntage
    • Aschermittwoch : Beginn der Fastenzeit
    • 1.-5. Fastensonntag
    • Palmsonntag (Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem; Passionslesung)
    • Karwoche
      Die Fastenzeit endet mit der Eucharistie der Osternacht.
  • Ostern : Die Drei Österlichen Tage vom Leiden und Sterben von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn
    • Gründonnerstagabend : Messe vom Letzten Abendmahl
    • Karfreitagnachmittag : Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn (keine Messe )
    • Osternacht : Lichtfeier Vigil Tauferneuerung Eucharistie
    • Ostersonntag: Hochfest der Auferstehung des Herrn
  • Osterzeit: sieben Wochen acht Sonntage
    • Ostermontag Osteroktav
    • 2. Sonntag der Osterzeit: “Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit” (Weißer Sonntag)
    • 3.-6. Sonntag der Osterzeit
    • 40. Tag nach Ostern (Donnerstag): Christi Himmelfahrt
    • 7. Sonntag der Osterzeit
    • 50. Tag nach Ostern: Pfingstsonntag (Ende des Osterfestkreises)
    •  
  • Sonntag nach Pfingsten: Dreifaltigkeitssonntag
  • Donnerstag nach Dreifaltigkeit: Fronleichnam
  • Freitag der Woche nach Fronleichnam: Herz-Jesu-Fest

Zeit im Jahreskreis

Die Zeit im Jahreskreis umfasst alle Sonn- und Werktage außerhalb der geprägten Zeiten. Die Sonntage werden durchgezählt vom 2. (= Sonntag nach Taufe des Herrn) bis 33. Sonntag im Jahreskreis. Die Reihe wird vom Osterfestkreis unterbrochen (im Jahr 2012 nach dem 7. Sonntag im Jahreskreis).

Feste des Herrn und der Heiligen (Auswahl)

  • 8. Dezember: Unbefleckte Empfängnis Mariens
  • 2. Februar: Darstellung des Herrn
  • 19. März: Joseftag
  • 25. März: Verkündigung des Herrn
  • 24. Juni: Geburt Johannes des Täufers
  • 29. Juni: Fest der Apostel Petrus und Paulus
  • 2. Juli: Mariä Heimsuchung
  • 6. August: Verklärung des Herrn
  • 15. August: Mariä Himmelfahrt
  • 14. September: Kreuzerhöhung
  • 29. September: Fest der Erzengel Michael Gabriel und Raphael
  • Erster Sonntag im Oktober: Erntedankfest
  • 1. November: Allerheiligen
  • 2. November: Allerseelen
  • Letzter Sonntag des Festjahrs: Christkönigsfest

zum Hochfest “Verkündigung des Herrn” frühere Bezeichnung: “Mariä Verkündigung”) = 25. März (9 Monate vor Weihnachten feiern wir das “Fest der Menschwerdung Gottes”; denn mit dem JA-Wort Mariens und der Empfängnis durch den Heiligen Geist beginnt die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus).
Gedanken zum Angelus

zum “Rosenkranzfest” = 7. Oktober:
Gedanken zum freudenreichen Rosenkranz

Herz-Jesu-Fest

15. August: Aufnahme Mariens in den Himmel

zur Kräutersegnung:

In der katholischen Kirche findet traditionell am Tage der Verherrlichung Mariens und an manchen Orten während des gesamten Frauendreißigers Kräuterweihen mit Kräuterpro-zession statt. Dieser Brauch geht auf eine Legende zurück, die besagt, dass die Apostel in Marias Grab ausschließlich Blumen fanden, als sie dieses öffneten. Blumen symbolisie-ren somit Maria, in den Präfationen der Marienfeste kommt dieses häufig zum Ausdruck, aber auch in zahlreichen Ma-rienliedern und Gebeten, in denen „der Blume des Feldes und der Lilie der Täler“ in besonderer Weise gedacht wird.

In der Regel werden sieben verschiedene Kräuter zu einem Strauß zusammengebunden, sie verdeutlichen zum einen die sieben Sakramente und zum anderen die sieben Schmerzen Mariens (s.o.). Zusätzlich zu den Kräutern werden Getreide-halme verwendet. Dadurch kommt einerseits das Bild der Vergänglichkeit alles Irdischen zum Ausdruck ( „Das Wei-zenkorn muss sterben…“ ), anderseits unsere Bitte um das tägliche Brot.

Wahrscheinlich entstand der Brauch der Kräuterweihe im 10. Jahrhundert, um heidnische Bräuche abzuwehren oder zu verchristlichen. Grundsätzlich sollen sie jedoch vor Gefahren, wie zum Beispiel Feuer, Gewitter und anderen Naturereignis-sen sowie jeglichen Krankheiten schützen.

Es heißt, dass Kräuter ihr volles Aroma und ihre höchste Blüte ab Mitte August bis Mitte September haben. So bedeutet die besonders große Heilkraft der Kräuter und der Segen der in den Himmel aufgenommenen Muttergottes einen doppel-ten Schutz.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert